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Ski WM 2015: Tina Maze gewinnt WM-Abfahrt vor Fenninger und Gut

Ski WM 2015: Tina Maze gewinnt WM-Abfahrt vor Fenninger und Gut

Ski WM 2015: Tina Maze gewinnt WM-Abfahrt vor Fenninger und Gut

Vail/Beaver Creek – Die Abfahrtsweltmeisterin 2015 heißt Tina Maze. Bei Postkartenwetter und strahlend blauem Himmel siegte die Slowenin in einer Zeit von 1.45,89 Minuten hauchdünn vor der Österreicherin Anna Fenninger (+0,02), die dieses Mal in der Hundertestelsekundenlotterie das Nachsehen hatte. Dritte wurde die Eidgenossin Lara Gut (+0,34).

Maze, die in Sotschi vor einem Jahr Abfahrtsolympiasiegerin wurde, schrieb erneut slowenische Skigeschichte. Sie holte als erste Vertreterin eine Medaille in einer WM-Abfahrt und dazu gleich eine Goldene. Im ORF-Interview sagte sie: „Es ist ein Tausch des Super-G-Ergebnisses. Ich habe Anna oben gesehen und habe gewusst, dass sie eine sehr gute Fahrt hatte. Es war am Ende sehr knapp. Im Leben kommt immer alles zurück – es kommt auch aufs Glück an. Zu viel denken an die Zeit ist beim Fahren nicht gut. Anna und Lara fahren immer gut – es ist immer spannend, was passiert. Es ist interessant – so soll es sein.“

Fenninger, die nach Super-G-Gold nun heute die Silbermedaille gewann, meinte im TV-Gespräch: „Ich bin sehr zufrieden. Es ist heute noch um einiges emotionaler als am Dienstag. Ich hatte ein extrem gutes Gefühl. Die zwei Hundertstel kommen im Leben immer wieder zurück –wie man heute gesehen hat. Am Dienstag war ich vorne. Es macht aber so viel Spaß, sich auf diesem Niveau zu matchen. Dass ich es in der Abfahrt auch zeigen kann, ist voll cool. Ich hätte mir das im Vorfeld nicht zugetraut!“

Offizieller FIS Endstand: WM Abfahrt der Damen in Beaver Creek

Die Österreicherin Nicole Schmidhofer (+1,03), die sich in der letzten Sekunde das Startticket sichern konnte, ging mit der Startnummer 4 ins Rennen und lag lange Zeit in Führung, ehe sie auf den vierten Platz durchgereicht wurde.

Nicole Schmidhofer: „Ich komm‘ mit dem vierten Platz voll super aus. Ich habe mir den Startplatz hart erkämpft. Es war eine Super-Fahrt, da und dort war schon noch etwas drin – aber es taugt mir voll. Mit dem Ergebnis heute können wir wieder alle zufrieden sein.“

Fünfte wurde die mehr als enttäuschte Lokalmatadorin Lindsey Vonn, die nur zwei Hundertstelsekunden langsamer als Schmidhofer war und mit Wut im Bauch unterwegs war. Schließlich wollte sie die Goldmedaille nicht nur holen, sondern fast schon erzwingen. Die ehrgeizige US-Amerikanerin sagte im TV-Gespräch: „Das war heute nicht mein Tag. Jetzt gehe ich erstmals seit zweieinhalb Jahren Slalom trainieren, und versuche das Wunder in der Kombination. Es ist ein schwieriger Kurs. Ich war letztes Jahr nicht beim Weltcup. Ich habe hier Super-G trainiert, aber keine Abfahrt. ich habe gekämpft, leider war es nicht genug. Ich wollte viel mehr machen, vor meinen Fans, meiner Familie. Es war kein Druck. Ich war fokussiert am Start wie normal. Ich habe nur die richtige Linie nicht gefunden, war manchmal zu spät – das passiert manchmal beim Skifahren.“

Auf Position sechs reihte sich die Steirerin Lizz Görgl (+1,06) ein, die auch um zwei Hundertstelsekunden schneller als die Swiss-Ski-Athletin Nadja Jnglin-Kamer (+1,08) war. Die routinierte ÖSV-Athletin resümierte im ORF-Interview: „Ich habe sehr gekämpft. Das eine oder andere Tor habe ich nicht auf der idealen Linie erwischt. Ich habe im mittleren Teil viel verloren – unten nichts mehr. Es war ein Kampf auf sehr hohem Niveau – die ersten drei haben sich die Medaillen hoch verdient.“

Achte wurde die Italienerin Daniela Merighetti (+1,25). Die besten Zehn der heutigen WM-Abfahrt wurden von Fabienne Suter (+1,29), einer weiteren Eidgenossin und der Deutschen Viktoria Rebensburg (+1,35) abgerundet. Nicht nach Wunsch verlief der zweite Speed-Einsatz für die Liechtensteinerin Tina Weirather (+1,38), die als Elfte haarscharf an den Top-10 vorbeischrammte. Die Steirerin Conny Hütter (+1,98) hatte heute keinen guten Tag und klassierte sich lediglich auf Platz 15. Im Gespräch mit dem ORF sagte sie: „Es hat von oben weg angefangen – ich habe nie die Linie gefunden. Wenn du immer raufen musst, dann wird es schwierig und du verlierst Zeit. Wenn du da oben schon zu spät bist, dann zieht sich das ganz runter durch. Der Super-G war ein cooles Erlebnis, die Abfahrt will ich mir genau anschauen und beim nächsten Mal besser machen.“

Dennoch landete die Super-G-Vierte noch vor Vonns Teamkolleginnen Julia Mancuso (16.; +2,04), Laurenne Ross (17.; +2,06) und Stacey Cook (19.; +2,16), die sich vor ihrem Heimpublikum sicherlich mehr erwarteten. Die Südtirolerin Hanna Schnarf wurde 28. und konnte auf der harten und ruppigen Strecke nicht ihre gestrige Leistung im zweiten Zeittraining abrufen. Da war sie nur knapp an den besten Zehn vorbeigeschlittert. Die Eidgenossin Marianne Abderhalden belegte den 29. Rang und hatte am Ende fast drei Sekunden Rückstand auf die siegreiche Slowenin. Veronique Hronek aus Deutschland landete außerhalb der Top-30 und riss mehr als viereinhalb Sekunden auf Maze auf.

Nach dem Super-G hat Tina Maze erklärt, dass ihr Ziel fünf Medaillen sind – wie vor 16 Jahren (auch in Vail, Anm. d. Red.) der Norweger Lasse Kjus. Nach ihrem zweiten Einsatz bleibt sie auf Kurs – zweites Rennen, zweite Medaille. Die heutige Bronzemedaillengewinnerin Lara Gut kann sich auch sehr freuen. Die Tessinerin sorgt dafür, dass ihr Heimatland im Medaillenspiegel anschreibt. Für sie ist es das vierte Edelmetall, nachdem sie in den Jahren 2009 und 2013 in der Summe drei Silbermedaillen gewinnen konnte. Fenninger ist die viertbeste Österreicherin in der WM-Historie. Mit zwei Goldenen und zwei Silbernen liegen nur noch Annemarie Moser-Pröll (5 Gold, 2 Silber, 2 Bronze), Renate Götschl 3 Gold, 4 Silber, 2 Bronze) und Trude Beiser-Jochum (3 Gold, 2 Mal Silber) vor der sympathischen Salzburgerin.

Nicht ins Ziel kamen zwei Athletinnen, in persona Marie Jay Marchand-Arvier aus Frankreich und Valerie Grenier aus Kanada. Verletzungsbedingt nicht am Start war mit Marion Rolland die französische WM-Abfahrtskönigin aus Schladming.

Offizieller FIS Endstand: WM Abfahrt der Damen in Beaver Creek

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

 

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FIS ALPINE SKI-WELTMEISTERSCHAFTEN 2015
IN VAIL/BEAVER CREEK (USA)
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Vail/Beaver Creek (USA)
– Mo., 02.02.2015, 19:00 Uhr (LOC)/03:00 Uhr (MEZ): Eröffnungsfeier
– Di., 03.02.2015, 11:00 Uhr (LOC)/19:00 Uhr (MEZ): Super-G Damen
– Mi., 04.02.2015, 11:00 Uhr (LOC)/19:00 Uhr (MEZ): Super-G Herren
– Fr., 06.02.2015, 11:00 Uhr (LOC)/19:00 Uhr (MEZ): Abfahrt Damen
– Sa., 07.02.2015, 11:00 Uhr (LOC)/19:00 Uhr (MEZ): Abfahrt Herren
– So., 08.02.2015, 10:00/14:15 Uhr (LOC)/18:00/22:15 Uhr (MEZ): Super-Kombination Herren
– Mo., 08.02.2015, 10:00/14:15 Uhr (LOC)/18:00/22:15 Uhr (MEZ): Super-Kombination Damen
– Di., 10.02.2015, 14:15 Uhr (LOC)/22:15 Uhr (MEZ): Nations Team Event
– Do., 12.02.2015, 10:15/14:15 Uhr (LOC)/18:15/22:15 Uhr (MEZ): Riesenslalom Damen
– Fr., 13.02.2015, 10:15/14:15 Uhr (LOC)/18:15/22:15 Uhr (MEZ): Riesenslalom Herren
– Sa., 14.02.2015, 10:15/14:15 Uhr (LOC)/18:15/22:15 Uhr (MEZ): Slalom Damen
– So., 15.02.2015, 10:15/14:30 Uhr (LOC)/18:15/22:30 Uhr (MEZ): Slalom Herren

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