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Ski-WM 2021: Hubertus von Hohenlohe gibt niemals auf

Ski-WM 2021: Hubertus von Hohenlohe gibt niemals auf

Ski-WM 2021: Hubertus von Hohenlohe gibt niemals auf

Cortina d’Ampezzo – Er gehört zu den schrillsten und buntesten Skirennläufern der Geschichte. Mit 62 Jahren ist er weitaus der älteste Athlet, der an den diesjährigen Ski-Welttitelkämpfen in Cortina d’Ampezzo teilnimmt. Die Rede ist von Hubertus von Hohenlohe, dem skifahrenden Prinzen von Mexiko. Er ging heute mit der Startnummer 99 an den Start. Insgesamt sind die Weltmeisterschaften in den bellunesischen Dolomiten seine 19.

Hubertus von Hohenlohe, Urenkel des unglücklichen Kaisers Maximilian von Mexiko, wurde in der mexikanischen Hauptstadt geboren. Als leidenschaftlicher Fan des italienischen Fußballvereins Juventus Turin fuhr er bei den Ski-Weltmeisterschaften 2003 in St. Moritz in einem schwarz-weißen Trainingsanzug und ehrte damit seinen verstorbenen Onkel Gianni Agnelli.

1984 nahm der Blaublütler erstmals bei den Olympischen Winterspielen teil. Das war in Sarajewo der Fall. 30 Jahre später war er im russischen Sotschi im Einsatz. Nun schaut er zuversichtlich auf die Spiele in Peking, die im nächsten Jahr stattfinden werden. Hubertus von Hohenlohe, der ein Tausendsassa oder ein Hans-Dampf-in-allen-Gassen ist, ist auch in mehreren Disziplinen erfolgreich. Bei den Ski-Weltmeisterschaften in Bormio schwang der Paradiesvogel als 38. in der Abfahrt ab.

Sein WM-Debüt feierte von Hohenlohe im fernen Jahr 1982 in Schladming. Er hat alle Stars kommen und gehen sehen; er aber blieb. Denn wer gegen Ingemar Stenmark, Franz Klammer, Alberto Tomba, Hermann Maier oder jetzt gegen Alexis Pinturault fährt, kann durchaus als Legende bezeichnet werden. Über seinen heutigen Ausfall berichtete der 62-Jährige: „Ich habe damit gerechnet, dass ein Ausfall passieren kann. Ich wollte cool und lässig runterfahren. Aber die Tore zwingen dich dazu, anders zu fahren, als beim Freifahren. Beim Freifahren wäre ich weitere Schwünge gefahren! Ausreden will und kann ich nicht suchen, weil mein Material sehr gut war.“

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quellen: fantaski.it, eigene Recherchen

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