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Ski-WM 2021: Mikaela Shiffrin liegt nach dem ersten Riesentorlaufdurchgang auf WM-Goldkurs – Startzeit Finale: 13.30 Uhr

Mikaela Shiffrin liegt beim WM-Riesenslalom in Cortina d'Ampezzo nach dem 1. Durchgang in Führung

Mikaela Shiffrin liegt beim WM-Riesenslalom in Cortina d’Ampezzo nach dem 1. Durchgang in Führung

Cortina d’Ampezzo – Bei schönem Wetter werden heute die WM-Medaillen von Cortina d’Ampezzo im Riesenslalom der Damen ausgetragen. Nach dem ersten Lauf führt die US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin, die bereits die Kombination für sich entschieden und im Super-G als Dritte abgeschwungen hat. Die 25-Jährige ist sehr fokussiert und konzentriert unterwegs; für den ersten Durchgang benötigt sie eine Zeit von 1.13,22 Minuten. Eine positive Überraschung des ersten Laufs ist Shiffrins Teamkollegin Nina O’Brien (+0,02), die im Weltcup nur einmal unter die besten Zehn fuhr, heute bis zur letzten Zwischenzeit solide in Führung lag und am Ende etwas Zeit einbüßte. In unmittelbarer Schlagdistanz befindet sich die Schweizerin Lara Gut-Behrami (+0,08), die sich zum einen in einer bärenstarken Verfassung befindet und ebenfalls eine WM-Goldmedaille (Super-G) und eine -Bronzemedaille (Abfahrt) gewonnen hat. Die offizielle FIS Startliste und Startnummern, sowie den FIS Liveticker für den WM Riesenslalom der Damen in Cortina d’Ampezzo um 13.30 Uhr, finden Sie gleich nach Eintreffen, in unserem Menü oben!

 

Nina O Brien: „Ich weiß nicht, wie ich es soweit nach vorne geschafft habe. Ich hatte ein gutes Gefühl auf den Ski, und auch gewusst, dass ich einen guten Speed habe. Aber so eine gute Platzierung habe ich nicht erwartet. Jetzt muss ich im Finale noch einmal alles geben, und zeigen dass ich noch einmal einen guten Lauf ins Ziel bring.“

 

Daten und Fakten zum Ski Weltmeisterschaft 2021
WM Riesenslalom der Damen in Cortina d‘Ampezzo

Offizielle FIS-Startliste 1. Durchgang – Start 10.00 Uhr
Offizieller FIS-Liveticker der Damen 1. Durchgang
Offizieller FIS Zwischenstand nach dem 1. Durchgang
Offizielle FIS-Starliste 2. Durchgang – Start 13.30 Uhr
Offizieller FIS-Liveticker der Damen 2. Durchgang
Offizieller FIS-Endstand WM Riesenslalom in Cortina d‘Ampezzo

Gesamtweltcupstand der Damen 2020/21
Weltcupstand Riesenslalom der Damen 2020/21

Nationencup: Damenwertung
Nationencup: Gesamtwertung

Alle Daten werden sofort nach Eintreffen aktualisiert

 

Sehr gut präsentiert sich auch die Österreicherin Katharina Liensberger (+0,26), die gegenwärtig Vierte ist und mit dem Erfolg im Parallelrennen sich ebenfalls als frischgebackene Weltmeisterin Chancen auf die nächste Goldene ausrechnen darf. Michelle Gisin (+0,34), ihres Zeichens eine Teamkollegin von Gut-Behrami und als offensive Allrounderin mit einer feinen Klinge bekannt, klassiert sich derzeit auf Platz fünf. Die Neuseeländerin Alice Robinson, nach einem Traumwinter 2019/20 in diesem Jahr ein bisschen zaghaft und verbissen unterwegs, scheint wieder in Form zu kommen. Momentan reiht sie sich auf Position sechs ein; ihr Rückstand auf Shiffrin beträgt 51 Hundertstelsekunden.

 

Katharina Liensberger: „Ich habe mich schon vor dem Renne gut gefühlt. Der Speed ist da, und ich habe gewusst, es ist ein Lauf zum Angreifen, und das habe ich gemacht. Die letzte Kuppe wäre vielleicht noch besser gegangen, aber das nehme ich mir für den 2. Durchgang vor. Es hat Riesen-Spaß gemacht, hier zu fahren.“

 

Auf Rang sieben finden wir die junge Polin Maryna Gasienica-Daniel (+0,57), die einen guten ersten Durchgang zeigt und mit einer ähnlich forschen Fahrt im Finale noch gefährlich sein kann. Die besten Zehn wurden von der immer strahlenden und mit einem zufriedenen Lachen ausgestatteten Wikingerin Ragnhild Mowinckel (8.; +0,75), der zweifachen Riesentorlauf-Weltmeisterin Tessa Worley (9.; +0,92) und der jungen und gleichermaßen talentierten Meta Hrovat (10.; +1,12) aus Slowenien komplettiert. Die Slowakin Petra Vlhová (+1,17), immerhin nach dem Riesenslalom-Erfolg in Åre vor zwei Jahren Titelverteidigerin, hat sich mehr ausgerechnet. Das gilt auch für die Swiss-Ski-Lady Wendy Holdener (+1,25); für sie laufen die diesjährigen Welttitelkämpfe alles andere als nach Plan. Sie ist sicher enttäuscht, wenn man den bisherigen 13. Rang als Gradmesser hernimmt. Sie wird nun versuchen, die ganze Konzentration auf den Torlauf auszurichten.

 

Petra Vlhova: „Ich habe mich heute nicht wohlgefühlt. Im Vergleich zu meinem Gefühl, während des Laufs, wo ich wirklich viele Fehler gemacht habe, ist es okay. Es ist wie es ist, im Finale werde ich noch einmal alles versuchen. Aber die Medaillen sind weit weg.“

 

Die rot-weiß-rote Speedspezialistin Ramona Siebenhofer (14.; +1,31) kann möglicherweise mit einem einstelligen Platz spekulieren, wenn die Gegnerinnen zum Teil mit machen und zum anderen ihr ein Traumlauf im Finaldurchgang gelingt. Noch unzufriedener ist gewiss die Italienerin Marta Bassino (+1,54), die aktuell auf Platz 15 gereiht ist und die nach vier Saisonsiegen in dieser Disziplin von einigen Medien als die WM-Goldfavoritin Nummer 1 hochstilisiert wurde. Auf Rang 16 sehen wir mit Stephanie Brunner die drittbeste Österreicherin. Ihr Rückstand von 1,95 Sekunden auf Shiffrin ist eine halbe Ewigkeit, ein Platz unter den besten Fünf wohl außer Reichweite. Die DSV-Vertreterin Andrea Filser (+3,08) möchte im zweiten Durchgang etwas aufholen; momentan reiht sie sich auf Position 23 ein.

 

Ramona Siebenhofer: „Natürlich frage ich mich auch, warum ich es nicht durchziehen konnte. Unten ist es offener gesetzt, das habe ich etwas falsch eingeschätzt, und bin da zu rund gefahren. Das muss ich im zweiten Lauf besser machen. Ich denke, im Mittelteil, wo es zu Beginn noch sehr glatt war, kommen jetzt mehr Spuren rein und es geht besser zu fahren.“

Marta Bassino: „Ich habe leider einige Fehler gemacht. Aber so ist es. Ich habe versucht, mein Bestes zu geben, aber es funktioniert nicht immer. Ich werde einfach versuchen, den zweiten Lauf zu genießen.“

 

Brunners Landsfrau Franziska Gritsch – auch sie ist eine Tirolerin – ist im ersten Lauf ausgeschieden. Von den Hausherrinnen ist mit Federica Brignone eine weitere Skirennläuferin mit Medaillenambitionen in den heutigen Riesenslalom gegangen, doch ein Ausfall, gepaart mit bitteren Tränen, ließen die Hoffnungen wie eine Seifenblase jäh zerplatzen.

 

Federica Brignone: „Es gibt kein Glück oder Pech im Sport. Du musst einfach versuchen das Beste zu geben. Ich habe schon die gesamte Saison über Probleme. Hier habe ich probiert, gut Ski zu fahren, aber es hat nicht funktioniert. So ist es im Sport, es geht nicht immer nur einfach. Du musst solche Phasen als Chance sehen und daraus lernen. Natürlich habe ich mir von dieser WM viel mehr erhofft, aber es ist einfach nicht passiert.“

Franziska Gritsch: „Ich bin zu direkt geworden, habe noch versucht, mich zu retten. Und dann bin ich umgefallen, und habe mich niederlegt, das geht in dem Bereich nicht. Ich habe heute versucht, wieder locker draufloszufahren. Aber langsam wird es für mich auch frustrierend. Ich weiß nicht, im Rennen will es sich bei mir einfach nicht ausgehen. Es hilft eh nix: Im Leben geht auch nicht immer alles gerade, das lernt man im Sportlerleben besonders.“

 

Anders als im Ski Weltcup sind im Final-Durchgang 60 Läuferinnen am Start. Die Top 30 starten, wie gewohnt, in gestürzter Reihenfolge. Danach dürfen die Läuferinnen der Ränge 31 bis 60 ihren WM-Riesenslalom fahren.

 

FIS ALPINE SKI-WELTMEISTERSCHAFTEN 2021
in CORTINA D’AMPEZZO (ITA)

– Mi., 10.02.2021, keine WM-Rennen / Veranstaltung
– Do., 11.02.2021, 10:45 Uhr: Super-G Damen
– Do., 11.02.2021, 13:00 Uhr: Super-G Herren
– Sa., 13.02.2021, 11:00 Uhr: Abfahrt Damen
– So., 14.02.2021, 11:00 Uhr: Abfahrt Herren
– Mo., 15.02.2021, 09:45/14:10 Uhr: Kombination Damen
– Mo., 15.02.2021, 11:15/15:20 Uhr: Kombination Herren
– Di., 16.02.2021, 14:00 Uhr: Parallelslalom Damen/Herren
– Mi., 17.02.2021, 12:15 Uhr: Mixed Team Parallelslalom
– Do., 18.02.2021, 10:00/13:30 Uhr: Riesenslalom Damen
– Fr., 19.02.2021, 10:00/13:30 Uhr: Riesenslalom Herren
– Sa., 20.02.2021, 10:00/13:30 Uhr: Slalom Damen
– So., 21.02.2021, 10:00/13:30 Uhr: Slalom Herren

 

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

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