28 Januar 2021

Ski WM 2021: Plötzlich kann es auch für Daniel Yule eng werden

Ski WM 2021: Plötzlich kann es auch für Daniel Yule eng werden
Ski WM 2021: Plötzlich kann es auch für Daniel Yule eng werden

Chamonix – Im Vorjahr war der schweizerische Slalomspezialist Daniel Yule einer der Hauptprotagonisten im Ski Weltcup. Heuer schaut alles ganz anders. Nur selten konnte der Mann aus dem Kanton Wallis seine fahrerische Klasse unter Beweis stellen. Im Swiss-Ski-Team hat er nur noch die fünfte Position inne. Und es wird verdammt eng, wenn es um die WM-Tickets geht.

Der 27-Jährige war jahrelang eine sichere Bank, so schied er zwischen März und Februar 2020 nur einmal aus. Aber nun schlich sich der Schlendrian ein. In den letzten drei Entscheidungen schied er gleich zweimal aus. In Flachau kam er beim ersten Auftritt sogar nur vier Tore weit. Beim Nachttorlauf auf der Planai zeigte er sich enorm verbessert, bei der letzten Zwischenzeit lag er einen Wimpernschlag von zwei mickrigen Hundertstelsekunden hinter dem führenden Manuel Feller aus Österreich, ehe ein Einfädler sämtliche Chancen zunichtemachte.

Es kann sein, dass Yule in Cortina d’Ampezzo zum Zuschauen verdammt wird. Ramon Zenhäusern ist seit dem Erfolg auf der Gran Risa im Südtiroler Gadertal gesetzt; der junge Loic Meillard zeigte mehrfach sein Können und auch Luca Aerni kam nach einer Talsohle wieder in Schwung. Der vierte Starter könnte durchaus Tanguy Nef sein. Yule muss Gas geben, zwei siebte Plätze sind vermutlich zu wenig, um in die norditalienische Provinz Belluno zu reisen. Es sei denn, er wächst in Chamonix über sich hinaus. Zwei Chancen gibt es, und nicht nur er hofft, dass diese wahrgenommen werden.

Daniel Yule besticht durch einen hohen Grundspeed. Und auch wenn er nicht mehr so spielerisch unterwegs wie im letzten Jahr ist, muss er in Frankreich fehlerfrei fahren. Dann kann sich alles zu seinen Gunsten entscheiden, positiv werden. Es gibt sogar Stimmen, die dem Walliser mit schottischen Ahnen den dritten Swiss-Ski-Startplatz für Cortina zuschreiben. Aerni und Nef dürfen in Chamonix nicht siegen; und alles könnte darauf hinauslaufen, dass sich die zwei zuletzt angeführten Athleten um das letzte Ticket streiten, oder sportlich ausgedrückt: duellieren. Die Entscheidung, die keineswegs leicht ist, liegt bei den Trainern. Es ist nicht abzusehen, dass diese sich vom ORF-Experten Thomas Sykora beeinflussen lassen. Dieser sprach davon, dass Yule und kein anderer im eidgenössischen Kollektiv eine bessere WM-Mentalität mitbringt.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: blick.ch

Verwandte Artikel:

Manuel Feller will auch beim Sommertraining seinen Spaß haben
Manuel Feller will auch beim Sommertraining seinen Spaß haben

Innsbruck – Am Sonntag fand in der Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck der Innsbruckathlon statt. Mit von der Partie war der österreichische Skirennläufer Manuel Feller, der sowohl im Slalom als auch im Riesentorlauf zu den Größen im Ski Weltcup gehört. Er freut sich immer auf das Event und berichtete in einem Interview, dass er schon beim Grazathlon… Manuel Feller will auch beim Sommertraining seinen Spaß haben weiterlesen

Manuel Gamper will mit Sara Hector und Anna Swenn-Larsson hoch hinaus (Foto: © Skidor.com)
Manuel Gamper will mit Sara Hector und Anna Swenn-Larsson hoch hinaus (Foto: © Skidor.com)

Stockholm/Ulten – Es ist beinahe zur liebgewonnenen Tradition geworden, dass Skitrainer in Schweden ihre Zelte aufschlagen. Christian Thoma hat ein Jahrzehnt im hohen Norden Europas gearbeitet und die Frauen zu Erfolgen geführt. Auf den Vinschger folgt Manuel Gamper. Der Ultner, der neben seinen Engagements in den USA und Norwegen sowohl in der Schweiz als auch… Manuel Gamper will mit Sara Hector und Anna Swenn-Larsson hoch hinaus weiterlesen

Dominik Paris geht als Erfolgsgarant für Italien in die Ski Weltcup Saison 2022/23.
Dominik Paris geht als Erfolgsgarant für Italien in die Ski Weltcup Saison 2022/23.

Mailand – Lorenzo Galli steht vor einer besonderen Herausforderung. Er führt die italienische Abfahrer-Elite in den bevorstehenden WM-Winter. Dabei kann er sich auf ein starkes Kollektiv freuen, egal ob Athleten und Trainern, mit denen er bereits zusammen gearbeitet hat. Er will erfolgsorientiert arbeiten, obgleich die persönlichen Zielsetzungen der Athleten unterschiedlich sind. Nicolo Molteni hat zum… Dominik Paris geht als Erfolgsgarant für Italien in die Ski Weltcup Saison 2022/23. weiterlesen

Neue Herausforderung für Ex-Stuhec-Coach Stefan Abplanalp (Foto: © SRF/Oscar Alessio)
Neue Herausforderung für Ex-Stuhec-Coach Stefan Abplanalp (Foto: © SRF/Oscar Alessio)

Bern – Stefan Abplanalp, der frühere Trainer der slowenischen Skirennläuferin Ilka Stuhec, wird ab der kommenden WM-Saison 2022/23 im Wechsel mit der einstigen liechtensteinischen Skirennläuferin Tina Weirather die Damenrennen kommentieren. Neben Abplanalp und Weirather gehören auch Marc Berthod und Didier Plaschy zum Expertenteam des Schweizer Fernsehens. Der 48-Jährige war zwischen 2004 und 2012 für die… Neue Herausforderung für Ex-Stuhec-Coach Stefan Abplanalp weiterlesen

Sind die Olympischen Winterspiele in Italien in Gefahr?
Sind die Olympischen Winterspiele in Italien in Gefahr?

Mailand/Cortina d’Ampezzo – Die Olympischen Winterspiele 2026 finden in Mailand und Cortina d’Ampezzo statt. Die Organisatoren haben einen Brief an Ministerpräsident Mario Draghi geschrieben und ihre Bedenken geäußert. Ferner bitten sie um ein dringendes Treffen. Es geht um die Finanzierung der Spiele. Die Sammlung privater Patenschaften, für die sich Vincenzo Novari, Vorsitzender der Milano-Cortina 2026-Stiftung… Sind die Olympischen Winterspiele in Italien in Gefahr? weiterlesen