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Ski WM 2021: Plötzlich kann es auch für Daniel Yule eng werden

Ski WM 2021: Plötzlich kann es auch für Daniel Yule eng werden

Ski WM 2021: Plötzlich kann es auch für Daniel Yule eng werden

Chamonix – Im Vorjahr war der schweizerische Slalomspezialist Daniel Yule einer der Hauptprotagonisten im Ski Weltcup. Heuer schaut alles ganz anders. Nur selten konnte der Mann aus dem Kanton Wallis seine fahrerische Klasse unter Beweis stellen. Im Swiss-Ski-Team hat er nur noch die fünfte Position inne. Und es wird verdammt eng, wenn es um die WM-Tickets geht.

Der 27-Jährige war jahrelang eine sichere Bank, so schied er zwischen März und Februar 2020 nur einmal aus. Aber nun schlich sich der Schlendrian ein. In den letzten drei Entscheidungen schied er gleich zweimal aus. In Flachau kam er beim ersten Auftritt sogar nur vier Tore weit. Beim Nachttorlauf auf der Planai zeigte er sich enorm verbessert, bei der letzten Zwischenzeit lag er einen Wimpernschlag von zwei mickrigen Hundertstelsekunden hinter dem führenden Manuel Feller aus Österreich, ehe ein Einfädler sämtliche Chancen zunichtemachte.

Es kann sein, dass Yule in Cortina d’Ampezzo zum Zuschauen verdammt wird. Ramon Zenhäusern ist seit dem Erfolg auf der Gran Risa im Südtiroler Gadertal gesetzt; der junge Loic Meillard zeigte mehrfach sein Können und auch Luca Aerni kam nach einer Talsohle wieder in Schwung. Der vierte Starter könnte durchaus Tanguy Nef sein. Yule muss Gas geben, zwei siebte Plätze sind vermutlich zu wenig, um in die norditalienische Provinz Belluno zu reisen. Es sei denn, er wächst in Chamonix über sich hinaus. Zwei Chancen gibt es, und nicht nur er hofft, dass diese wahrgenommen werden.

Daniel Yule besticht durch einen hohen Grundspeed. Und auch wenn er nicht mehr so spielerisch unterwegs wie im letzten Jahr ist, muss er in Frankreich fehlerfrei fahren. Dann kann sich alles zu seinen Gunsten entscheiden, positiv werden. Es gibt sogar Stimmen, die dem Walliser mit schottischen Ahnen den dritten Swiss-Ski-Startplatz für Cortina zuschreiben. Aerni und Nef dürfen in Chamonix nicht siegen; und alles könnte darauf hinauslaufen, dass sich die zwei zuletzt angeführten Athleten um das letzte Ticket streiten, oder sportlich ausgedrückt: duellieren. Die Entscheidung, die keineswegs leicht ist, liegt bei den Trainern. Es ist nicht abzusehen, dass diese sich vom ORF-Experten Thomas Sykora beeinflussen lassen. Dieser sprach davon, dass Yule und kein anderer im eidgenössischen Kollektiv eine bessere WM-Mentalität mitbringt.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: blick.ch

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