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Skirennläufer Christof Innerhofer liebt die Bodenständigkeit

Skirennläufer Christof Innerhofer liebt die Bodenständigkeit

Skirennläufer Christof Innerhofer liebt die Bodenständigkeit

Gais – Christof Innerhofer hat drei WM- und zwei Olympiamedaillen geholt. Er ist einer der erfolgreichsten Skirennläufer Südtirols. Ein bodenständiger Charakter, der gerne die Ruhe sucht und seit seiner Kamikaze-Fahrt in Santa Caterina Valfurva wohl kaum findet. Wenn man seinen Internetauftritt sieht, steht unter seinen Hobbys Pilze sammeln, Radfahren, Fischen, Börse und Aktien.

Das klingt vielleicht kitschig, aber bei jedem der Hobbys kann man Siege einfahren. Nicht nur beim ‚Schwammerl‘ suchen hat Innerhofer eine eigene Strategie, dabei ist er bodenständig und ehrlich geblieben. Seine Karriere wurde von Verletzungen unterbrochen, und hier zeigt sich, dass das Festhalten an einer stringenten und geradlinigen Linie von Erfolg gekrönt sein kann. Wegen seiner Modeltätigkeit wird er auch „David Beckham des Skifahrens“ genannt. Und wenn man ihn fragt, wie er sich fühle, lacht er und gibt sich als skifahrendes Model aus.

Innerhofer ist verwurzelt und hat ein hohes Faible für Werte. Familie und Heimat sind für ihn wichtig. Die Familie ist ein Rückgrat, auf das man sich verlassen kann, und der Berg ist der beste Ort, mit ihr gemeinsam etwas zu unternehmen. Als Kind war das Skifahren mit den seinen so etwas wie die Familienzeit gewesen. Und der Südtiroler freut sich, wenn viele vom Snowboard zu den zwei Brettern zurückkehren, auch wenn sich die Technik verändert habe.

Leider ist der Skisport sehr teuer geworden, der Klimawandel hat etwas dazu beigetragen, aber auch der Zwang zu Größe. Aber Innerhofer weiß, worauf es ankommt. Er schätzt seine Heimat, seine Identität und das Besondere, das es immer neu zu entdecken gilt. Trotzdem versucht er neutral zu bleiben, und politisieren kommt gar nicht in Frage. Manchmal muss man von zuhause aufbrechen, um zu sehen, was Heimat wirklich heißt. Das Zurückkehren ist dann das Schöne. Sozusagen kann man auch darüber hinaus sagen, dass Skifahren so etwas wie ein sozialer Kitt ist.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: derstandard.at (Auszug)

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