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Skiweltcup.TV kurz nachgefragt: Heute mit Marina Wallner

Skiweltcup.TV kurz nachgefragt: Heute mit Marina Wallner (Foto: © Marina Wallner / instagram)

Skiweltcup.TV kurz nachgefragt: Heute mit Marina Wallner (Foto: © Marina Wallner / instagram)

Inzell – Der letzte Winter war für die deutsche Slalomspezialistin Marina Wallner alles andere als leicht. Nach einer Verletzung wollte sie eine gute Comeback-Saison 2019/20 bestreiten. Beim Auftaktrennen auf der Black Levi in Finnland lief noch alles nach Plan, ehe die anderen Rennen nicht nach Wunsch verliefen. Ferner erkrankte die bayerische Frohnatur am Pfeifferschen Drüsenfieber.

Es liegt auf der Hand, dass sie nun primär ganz gesund werden möchte. Alles andere, wie auch ein Skitraining mit dem alten, neuen Material, muss noch etwas warten. Trotzdem ist die 25-Jährige, als Juniorin dreimal WM-Dritte, zuversichtlich. Bleibt zu hoffen, dass ihr Optimismus auch positive Ergebnisse in der neuen Saison mit sich bringen wird.

Marina, du bist eine sehr bodenständige und sympathische Skirennläuferin, die in den technischen Disziplinen für Furore sorgen kann. Wie würdest du deinen abgelaufenen Winter 2019/20 beschreiben. Welches Rennen hat dir am besten gefallen, und bei welchem Rennen würdest du am liebsten den Mantel des Schweigens darüber hüllen?

Nach meinem Kreuzbandriss bestritt ich im vergangenen Winter eine Comeback-Saison. Die Vorbereitung war gut, und der Start in Levi war auch ordentlich. Ab Killington riss dann aber der Faden, und in der Folge konnte ich nicht mehr das zeigen, was ich draufhabe. In der Rückschau war es insgesamt eine der schwierigsten Saisonen meiner Karriere, in der ich viel zu kämpfen hatte. Zu allem Überfluss wurde im Februar auch noch das Pfeiffersche Drüsenfieber diagnostiziert. Die körperlichen Symptome machten mir schon zuvor zu schaffen.

Marina Wallner: In der Rückschau war es insgesamt eine der schwierigsten Saisonen meiner Karriere, in der ich viel zu kämpfen hatte. (Foto: © Marina Wallner / instagram)

Marina Wallner: In der Rückschau war es insgesamt eine der schwierigsten Saisonen meiner Karriere, in der ich viel zu kämpfen hatte. (Foto: © Marina Wallner / instagram)

Vor kurzem haben wir vernommen, dass du das Material gewechselt hast. Was erwartest du dir von deinem neuen Ausrüster? Konntest du, auch wenn coronabedingt die üblichen Setups nach jeder Saison ins Wasser fielen, schon das neue Material testen? Warum ist neben einer intakten Gesundheit und einer Prise Schnelligkeit auch das blinde Vertrauen das A und O hinsichtlich einer erfolgreichen Athletin à la Marina Wallner?

In Folge der vergangenen Saison habe ich mich dann zum Materialwechsel entschieden. Die zweijährige Zusammenarbeit mit Atomic war wirklich gut. Ich denke aber, dass ich den Wechselimpuls brauchte. Jetzt bin ich wieder bei Fischer und sehr glücklich das Material zu fahren, das ich mein ganzes bisheriges Skifahrerleben gefahren bin.

Dieser Sommer wird rein von den Trainingseinheiten etwas anders verlaufen als normal. Das von vielen Nationen geliebte Überseetraining in Chile und Argentinien findet nicht statt. Somit werden die heimischen oder europäischen Gletscher zur Vorbereitung hinsichtlich des neuen Winters aufgesucht. Was können wir über deine Trainingseinheiten, Standorte und allgemein über deine Gedanken hinsichtlich der etwas anderen Planung in Erfahrung bringen?

Zuallererst hoffe ich, gesund zu bleiben. Denn ein funktionierender Körper ist die Basis für ein erfolgreiches Skifahren. Aktuell schränkt mich das Drüsenfieber zwar noch ein bisschen ein, aber es wird langsam besser. Daher war ich auch noch nicht auf der weißen Grundlage, sondern lege den Fokus auf die körperliche Fitness. Die Schneevorbereitung ist in naher Zukunft geplant.

Vor nunmehr sechs Jahren hast du im Rahmen der Junioren-Weltmeisterschaft im slowakischen Jasná mit dem Gewinn dreier Bronzemedaillen mehr als nur dein Talent eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Im Weltcup bist du bislang fünfmal unter die besten Zehn gefahren. Was muss in deinen Augen alles passieren, damit der bevorstehende Ski Winter erfolgreich wird und dass du konstant gute Resultate erzielst und möglicherweise sogar schon am Podest schnuppern kannst oder auf selbiges kletterst?

Da ich mich die letzten Jahre immer in Europa vorbereitet habe, sehe ich kein Problem darin, wenn die Überseetrainingslager ausfallen sollten. Wir konnten uns – wie gesagt – in Vergangenheit auf den Schweizer Gletschern gut vorbereiten. Wichtiger ist es, dass es bis dahin gesundheitlich bei mir weiter bergauf geht und ich schnell wieder Vertrauen in mein neues, altes Material bekomme und meine Fähigkeiten darauf ausspielen kann.

Marina Wallner: „Zuallererst hoffe ich, gesund zu bleiben.“ (Foto: © Deutscher Skiverband)

Marina Wallner: „Zuallererst hoffe ich, gesund zu bleiben.“ (Foto: © Deutscher Skiverband)

Bericht und Interview: Andreas Raffeiner

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