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Skiweltcup.TV kurz nachgefragt: Heute mit Stephanie „Stephi“ Brunner

Skiweltcup.TV kurz nachgefragt: Heute mit Stephanie „Stephi“ Brunner (© HEAD/ AGENCE ZOOM)

Skiweltcup.TV kurz nachgefragt: Heute mit Stephanie „Stephi“ Brunner (© HEAD/ AGENCE ZOOM)

Innsbruck – Die 26-jährige ÖSV-Skirennläuferin Stephanie „Stephi“ Brunner wurde in den letzten anderthalb Jahren dreimal von der arglistigen Verletzungshexe heimgesucht. Dreimal riss sich die Tirolerin das Kreuzband.

Die in Innsbruck lebende Zillertalerin schaut auf diese schwere Zeit auf. Außerdem äußert sie ihre Gedanken zur gegenwärtigen Corona-Pandemie, die gegenwärtigen Reha-Maßnahmen, ihr denkbares Ski Weltcup Comeback und ihre Zuversicht im Hinblick auf den bevorstehenden WM-Winter 2020/21.

Stephi, binnen 17 Monaten hast du dir dreimal das Kreuzband gerissen. Hast du dir je die Frage gestellt „Warum gerade ich?“ oder sind solche trübe Gedanken in Zeiten des Coronavirus bloß Makulatur? Was können wir generell über deinen Genesungsverlauf in Erfahrung bringen? 

Natürlich ist die Frage nach der Diagnose aufgetaucht, aber auch schnell wieder verflogen. Denn auf diese Frage würde ich nie eine Antwort bekommen. (lacht)

Aufgeben ist für mich keine Option, da ich weiß, dass ich noch Potenzial nach oben habe, und solange es körperlich möglich ist, meinen Sport auszuüben, werde ich das auch weiterhin versuchen. Die Reha verlief bis jetzt komplikationslos, und ich konnte schon sehr gute Fortschritte machen.

© Ch. Einecke (CEPIX) / Stephanie Brunner

© Ch. Einecke (CEPIX) / Stephanie Brunner

Apropos Coronavirus: Wie hältst du dich fit, auf welche Einheiten „in den eigenen vier Wänden“ zählst du und welche Lehren kann die Gesellschaft aus dieser Pandemie ziehen? Glaubst du, dass der Alltag wieder der gleiche sein wird oder werden wir demütiger, dankbarer und entschleunigter und auch etwas solidarischer und hilfsbereiter, nicht mehr nach der Maxime „schneller, höher, weiter“ leben?

Mein Alltag hat sich eigentlich nicht verändern, da ich sehr gut zuhause ausgerüstet bin und so ohne Einschränkungen mein Aufbautraining weiterführen kann.

Das andere ist eine gute Frage, die wir jetzt alle noch nicht beantworten können. Wir werden es nach der Pandemie sehen, wie sich das alles entwickelt. In dieser Zeit ist für mich das Wichtigste, dass wir alle positiv nach vorne blicken und die Maßnahmen so gut es geht einhalten.

Des Weiteren hoffe ich, dass die Pandemie bald ein Ende nimmt und wir danach so gut es geht, wieder in unseren Alltag zurückkehren können.

Wie werden die nächsten Monate aussehen? Kannst du schon etwas in die Zukunft blicken, was die Rückkehr auf Skiern betrifft? Oder denkst du momentan von Tag zu Tag, Woche zu Woche und hoffst, langsam in den sportlichen Alltag zurückzukehren und nach vorne zu schauen?

Es stehen noch einige Einheiten in der Kraftkammer an und dann noch einige Tests für mein Knie. Wenn diese positiv ausfallen, wäre es im August geplant, zurück auf Schnee zu gehen.

Stephi Brunner schaut mit einem zufriedenen Lächeln auf den WM-Winter 2020/21 zurück, wenn …

… ich die Saison gesund beenden kann. (lacht)

Stephanie Brunner: „Ich hoffe dass die Pandemie bald ein Ende nimmt und wir danach so gut es geht, wieder in unseren Alltag zurückkehren können.“ (Foto: Tux.at)

Stephanie Brunner: „Ich hoffe dass die Pandemie bald ein Ende nimmt und wir danach so gut es geht, wieder in unseren Alltag zurückkehren können.“ (Foto: Tux.at)

Bericht und Interview für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

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