3 September 2018

Sofia Goggia arbeitet in Valle Nevado an ihren nächsten Zielen.

© Archivo FISI / Sofia Goggia arbeitet in Valle Nevado an ihren nächsten Zielen. (Foto:Pentaphoto/Alessandro Trovati)
© Archivo FISI / Sofia Goggia arbeitet in Valle Nevado an ihren nächsten Zielen. (Foto:Pentaphoto/Alessandro Trovati)

Die italienische Abfahrts-Olympiasiegerin Sofia Goggia ist eine der größten Herausforderinnen der US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin im Kampf um die große Skiweltcup-Kugel. Die 25-Jährige aus Bergamo könnte sich vorstellen noch weitere 8 Jahre im Skizirkus tätig zu sein. Auch das größte Ziel einer Skifahrerin scheint alles andere als unerreichbar zu sein: „Der Gesamtweltcup“. Noch nie von einer Italienerin gewonnen und auch erst drei Italiener konnten diese Trophäe mit nach Hause nehmen (Alberto Tomba und Piero Gros je einmal und Gustav Thöni viermal).

Goggia bereitet sich seit einigen Tagen im chilenischen Valle Nevado auf die WM-Saison 2018/19 vor. Zunächst war geplant, dass sie gemeinsam mit Federica Brignone die erste Trainingseinheit in Südamerika absolviert. Die 28-jährige Italienerin musste die Überseereise jedoch absagen, da sie sich am 10. August beim Riesentorlauftraining auf dem Plateau Rosa in Zermatt, bei einem Sturz eine Knieverletzung zuzog. Die zunächst befürchtete Kreuzbandverletzung konnte zum Glück ausgeschlossen werden. Die Carabinieri aus La Salle zog sich eine Dehnung des Seitenbandes im linken Knie und eine Knochenprellung zu.

Brignone wird ihre Vorbereitung in Italien auf den heimischen Gletschern, zusammen mit Elena Fanchini, Verena Gasslitter und Laura Pirovano fortsetzen.  Nationaltrainer Gianluca Rulfi hätte es zwar begrüßt, wenn Brignone die Trainingseinheiten in Valle Nevado absolvieren hätte können, stellt aber die Gesundheit und Fitness seiner Athletin in den Vordergrund: „Die Entscheidung ob eine Reise nach Chile einen Sinn macht, lag in den Händen der Ärzte. Die Gesundheit von Federica hat immer Vorrang.“

Nach einer Eingewöhnungszeit und freiem Skifahren hat Sofia Goggia die intensive Arbeit auf den Skiern aufgenommen, um beim Skiweltcup-Opening in Sölden in Top-Form an den Start zu gehen. Goggia ist von den abwechslungsreichen Möglichkeiten in Valle Nevado begeistert, da man hier vom Speed- bis zum Slalom alle Disziplinen trainieren kann.

Auch Gianluca Rulfi schlägt in dieselbe Kerbe: „Die Trainingseinheiten hängen immer von der Beschaffenheit des Schnees ab. In diesem Skigebiet können wir mit unserer Arbeit sehr gut variieren. Neben dem Speedtraining wird auch der Riesentorlauf nicht zu kurz kommen.“

Ab dem 16. September wird Goggia nach Argentinien reisen und zur Riesenslalommannschaft mit Karoline Pichler, Marta Bassino, Francesca Marsaglia, Elena Curtoni, Nicol Delago, Nadia Fanchini und Johanna Schnarf stoßen. Die Italienischen Riesentorläuferinnen werden bereits am Donnerstag in Richtung Ushuaia abheben.

Archivo FISI: Sofia Goggia bleibt in Kontakt mit der Heimat (Foto: Pier Marco Tacca/Pentaphoto)
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