4 Dezember 2021

Sofia Goggia ist auch in der 2. Ski Weltcup Abfahrt von Lake Louise eine Klasse für sich

Sofia Goggia auch in der zweiten Ski Weltcup Abfahrt von Lake Louise unschlagbar
Sofia Goggia auch in der zweiten Ski Weltcup Abfahrt von Lake Louise unschlagbar

Lake Louise – Heute wurde im kanadischen Lake Louise, idyllisch gelegen in den Rocky Mountains, die zweite Damenabfahrt in der Skiweltcupsaison 2021/22 ausgetragen. Dabei siegte, wie gestern, die Italienerin Sofia Goggia, wenngleich mit einem etwas geringeren Vorsprung auf die Konkurrenz. In einer Zeit von 1.28,42 Minuten verwies sie abermals die US-Amerikanerin Breezy Johnson (+0,84) auf Rang zwei. Die Schweizerin Corinne Suter (+0,98), ihres Zeichens amtierende Weltmeisterin, kletterte als Dritte auf die niedrigste Stufe des Podests.

 

Sofia Goggia: „Ich schaue nicht auf Rekorde, sondern Tag für Tag, Kurve für Kurve. Die Bedingungen waren heute schon schwieriger als gestern. Die Sicht war nicht so gut, und ich bin schon etwas kontrollierter gefahren. Am Ende es war ein sehr guter Lauf, trotz des Wetters bin ich gut gefahren und bin zufrieden mit meiner Leistung.“

 

Daten und Fakten – Damen Ski Weltcup

1. Abfahrt der Damen in Lake Louise

FIS-Startliste: 2. Abfahrt in Lake Louise
FIS-Liveticker: 2. Abfahrt in Lake Louise
FIS-Endstand: 2. Abfahrt in Lake Louise

FIS-Endstand: 1. Abfahrt in Lake Louise

FIS-Endstand: 1. Abfahrtstraining in Lake Louise

Gesamtweltcupstand der Damen 2021/22
Weltcupstand Abfahrt der Damen 2021/22

Nationencup: Damenwertung
Nationencup: Gesamtwertung

Alle Daten werden sofort nach Eintreffen aktualisiert

 

Eine sehr gute, wenn nicht ausgezeichnete Leistung zeigte die Steirerin Cornelia Hütter (+1,16), die in der jüngeren Vergangenheit immer wieder mit schweren Verletzungen kämpfte, nie aufgab und sich mit dem vierten Rang mehr als nur belohnte. Die junge Südtirolerin Nadia Delago (+1,34) schwang hinter der entfesselt fahrenden Christine Scheyer (5.; +1,33) vom Team Austria als Sechste ab und sorgte für das bislang beste Resultat ihrer noch jungen Karriere im Weltcup. Die Deutsche Kira Weidle (+1,44) buchte als Siebte in souveräner Manier ihr Olympiaticket für Peking. Zweitbeste Österreicherin wurde abermals Mirjam Puchner (+1,52), die 24 Stunden nach dem sehr guten dritten Rang heute Achte wurde und auch mit diesem Ergebnis durchaus zufrieden sein kann.

 

Cornelia Hütter: „Das Ziel war schon, dass ich mich auf gestern nochmal verbessere. Der Rückstand ist definitiv geringer und die Platzierung passt auch. Für mich war immer klar, wenn ich nochmal Rennen fahre, dann zu hundert Prozent. Das Leben schreibt einfach seine Geschichten, die letzten drei Jahre waren die Geschichten mehr negativ.“

Christine Scheyer: „Unterm Fahren habe ich mir gedacht, fahre einfach so wie du es kannst. Ich habe dann schon gemerkt, dass es sich gut anfühlt. Aber man weiß halt nicht, ob man schnell ist. Wir haben eine starke Mannschaft und pushen uns gegenseitig.“

Mirjam Puchner: „Ich hab mich die letzten Jahre bei schlechter Sicht immer wieder schwer getan. Aber ich merke, dass ich heute nicht so entschlossen war wie gestern. Aber wenn ich das Rennen als Achte beende, passt das Wochenende sehr gut. Man sieht, dass wir geschlossen näher ans Podest kommen. Das ist der Teamspirit, den wir in den letzten Jahren aufgebaut haben.“

 

Die Kanadierin Marie-Michèle Gagnon (+1,60) wurde bei ihrem Heimrennen Neunte und war in der Endabrechnung genau eine Zehntelsekunde schneller als die azurblaue Skirennläuferin Federica Brignone, die sich auf Platz zehn wiederfand. Die besten Zwölf wurden von Puchners Mannschaftskolleginnen Ramona Siebenhofer (11.; +1,74) und Tamara Tippler (12.; +2,01) abgerundet. Die Eidgenossin Joana Hählen (+2,14) wurde auf Rang 14 gereiht.

 

Ramona Siebenhofer: „Ich bin heute oben nicht so gut reingekommen. Der untere Abschnitt war dafür sehr gut. Schauen wir mal wo die Reise hingeht. Der Start in diesem Jahr ist um einiges besser gelungen als letzte Saison. Da bin ich in der Abfahrt doch hinterher gefahren. Ich darf nicht jammern, aber es soll schon weiter nach vor gehen.“

 

Ebenfalls für das Team Austria ist Ariane Rädler (+2,38) unterwegs. Die Vorarlbergerin beendete ihren Arbeitstag auf Position 19. Die Tirolerin Stephanie Venier (+2,48) schwang als 20. ab. Sie war um drei kleine Hundertstelsekunden schneller als Nicol Delago aus Südtirol, die sich auf dem 21. Platz einreihte. Die erkältete Swiss-Ski-Dame Lara Gut-Behrami (+2,59) hatte mit den besten 15 der Rangliste nichts zu tun und sammelte aufgrund ihres 23. Ranges  doch einige Weltcupzähler.

Die nächste Abfahrt der Frauen findet am 18. Dezember im französischen Val d’Isère statt. Die FIS hat heute aufgrund der positiven Schneekontrolle ihr grünes Licht in Bezug auf die Durchführung des Rennens bekanntgegeben. Für die heute wieder tapfer kämpfende Nicole Schmidhofer ist es die Rückkehr an einen Ort, den sie vor einem Jahr mit einer sehr schweren Knieverletzung verlassen hat. Hoffentlich kann sie mit der Piste ihren Frieden schließen und langsam, aber sicher ihre ersten Punkte sammeln. Ihre heute sehr stark fahrenden Teamkolleginnen werden sie nach bestem Wissen und Gewissen moralisch unterstützen.

Der Herren Ski Weltcup Kalender der Saison 2021/22  

Der Damen Ski Weltcup Kalender der Saison 2021/22  

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Rennbericht nach 34 Starterinnen erstellt

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