Home » Alle News, Damen News

Sport- und Musikikone Elisabeth „Lizz“ Görgl wird 35, wir gratulieren

© Gerwig Löffelholz / Elisabeth „Lizz“ Görgl

© Gerwig Löffelholz / Elisabeth „Lizz“ Görgl

La Thuile – Wenn wir heute in unsere Chronik schauen, erkennen wir, dass die erfolgreiche österreichische Skirennfahrerin Elisabeth Görgl ihren 35. Geburtstag feiert. Die am 20. Februar 1981 in Bruck an der Mur geborene Athletin konnte als Allrounderin in allen Disziplinen aufs Podest fahren. Die Doppelweltmeisterin von 2011 hat die sportliche Gene von ihrer Mutter Traudl Hecher geerbt, und auch ihr Bruder Stephan war im Weltcup unterwegs.

Im Alter von fast 16 Jahren bestritt die Absolventin des Skigymnasiums in Stams ihre ersten FIS-Rennen. Im Januar 1998 erlitt die junge Sportlerin ihren zweiten Kreuzbandriss. Wer dachte, dass dieser schwere Schlag die aufstrebende Athletin zurückwerfen wurde, wurde bald eines Besseren belehrt. So gewann sie im Dezember 1998 ein FIS-Rennen und sicherte sich im Folgejahr bei der Junioren-WM in Pra Loup den dritten Platz im Torlauf.

Nach dem Europacupdebüt 1999 konnte sie erstmals 2000 im Weltcup mitfahren. Auf kontinentaler Ebene sicherte sie sich drei Podestplätze. Ein weiterer Kreuzbandriss unterbrach die weiteren Ambitionen um ein Weiteres. Ab dem Winter 2001/02 ging es wieder aufwärts. So gewann sie im Ski-Winter 2002/03 die Europacupwertung deutlich. Sie siegte in neun Rennen und stand in vier verschiedenen Disziplinen auf dem obersten Podest. Im Januar 2003 stieg sie beim zweiten Rang in Bormio erstmals auf ein Weltcup-Podium. Bei der Qualifikation zur WM 2003 hatte sie aber das Nachsehen.

Im nächsten Winter feierte sie weitere Podestplätze. Außerdem begann sie sich immer mehr zur Allrounderin zu entwickeln, auch wenn die Ergebnisse vorerst ausblieben. Im Slalom ließ sie nach und begann im Super-G zu punkten. In der Olympiasaison 2005/06 belegte sie zwei dritte Ränge in der Abfahrt, beim Saisonhöhepunkt in Turin schied sie jedoch aus. Im Folgejahr gewann sie die Riesentorläufe in Maribor/Marburg und Bormio und belegte in der Super-G und Riesentorlauf-Disziplinenwertung den zweiten Rang. In der Summe reichte es für Platz vier im Gesamtweltcup.

Bei der WM 2009 belegte Görgl den dritten Platz in der Super-Kombi und verpasste knapp weiteres Edelmetall in der Abfahrt. Bei den Olympischen Winterspielen 2010 im kanadischen Vancouver freute sie sich über die Bronzemedaille in der Abfahrt und im Riesenslalom und zog mit ihrer Mutter gleich. Letztere gewann als 16-Jährige 1960 die erste ihrer beiden olympischen Bronzemedaillen.

2011 war das Jahr der Elisabeth Görgl. Zuerst sang sie bei der WM-Eröffnungsfeier das Lied „You’re the hero“, ehe sie mit den Goldmedaillen in den beiden Speeddisziplinen selbst zur Heldin avancierte. In der Gesamtwertung wurde die Steirerin, die in Tirol lebt, Vierte. Im Januar 2012 gewann die Allrounderin in Bad Kleinkirchheim ihre erste Weltcupabfahrt. Vor einem Jahr siegte sie ebenfalls auf österreichischem Boden, dieses Mal in Zauchensee. Durch ihren siebten Weltcupsieg, eingefahren beim Super-G in Val d’Isère kurz vor Weihnachten 2014, trug sie sich in das Rekordbuch ein, so ist sie mit 33 Jahren und zehn Monaten die älteste Siegerin eines Weltcuprennens überhaupt.

Abgerundet wird ihr Profil durch fünf Staatsmeistertitel, dem Sieg bei den Militär- und Polizeimeisterschaften im Riesentorlauf 2004, einem Erfolg im Nor-Am-Cup und sieben Triumphen bei FIS-Rennen. Wir von skiweltcup.tv wünschen Görgl alles Gute zum Geburtstag und alles Gute, sei es sportlich wie privat, für den weiteren Lebensweg.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Alle News zum Ski Weltcup in dein Postfach
Gib deine E-Mailadresse ein und Du bekommst
täglich alle News direkt in dein E-Mailfach:

Delivered by FeedBurner

Anmerkungen werden geschlossen.