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Südtiroler Trainer sind in der ganzen Welt verstreut und stehen hoch im Kurs

© facebook privat / Franz Gamper

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Bozen – Das 7.400 km² große und etwas mehr als 510.000 Seelen zählende Land Südtirol hat in seiner Geschichte viele große Skirennläuferinnen und -läufer hervorgebracht. Auch sieht man abseits der Piste die Begeisterung von zahlreichen Schlachtenbummlern, wenn man die Rennen in Gröden auf der berühmten Saslong und in Alta Badia/Hochabtei auf der selektiven Gran Risa näher betrachtet.

Doch auch viele Trainer aus Südtirol geben ihr Fachwissen im In- und Ausland weiter. Ihre Skisprache hat schon vielen Athletinnen und Athleten Erfolg beschert. Im azurblauen Team arbeitet Raimund Plancker, der im Männerteam für den Riesenslalom tätig ist. Plancker kommt aus St. Christina in Gröden, dem gleichen Ort wie die Speedspezialistin Verena Stuffer. 2014 war für den einstigen Super-G-Weltmeister Patrick Staudacher ein Lehrjahr; heuer ist er bei den italienischen Herren als Trainer im Speedbereich nicht wegzudenken. Michael „Much“ Mair aus Dietenheim arbeitet im gleichen Bereich, jedoch bei den Damen.

Wenn wir an Aksel Lund Svindal, den erfolgreichsten Norweger der Gegenwart, denken, erkennen wir unmissverständlich die Handschrift des Ultner Trainerfuchses Franz Gamper. Er betreut seit 2006/07 die Wikinger und zitterte nach dem verletzungsbedingten Ausfall Svindals im letzten Jahr bis zum Schluss mit Kjetil Jansrud, der mit dem Österreicher Marcel Hirscher lange einen fairen Wettstreit im Kampf um die große Kristallkugel ausfocht. Roland Platzer aus St. Valentin auf der Haide arbeitet mit den Schweizerinnen, er hat die (zugegeben) schwere Aufgabe, nach einer Rücktrittswelle, das eidgenössische Speedteam der Frauen neu zu formieren und zu neuen Erfolgen zu führen. Ihm steht Franz Gampers Sohn Manuel zur Seite. Luis Prenn aus Innichen betreut die Swiss-Ski-Frauen, jedoch im Slalom und Riesentorlauf und hier unter anderem eine topmotivierte Wendy Holdener.

Kommen wir in den Vinschgau. Aus dem Westen Südtirols stammen Heinzpeter Platter und Christian Thoma. Ersterer stammt aus Mals und ist Herrenchefcoach in Schweden, letzterer kommt aus dem Marmordorf Laas und heuert bei den Damen im Drei-Kronen-Team an. Bleiben noch David Fill aus Seis am Schlern und Hans-Daniel und Martin Fahrner. Fill zeichnet sich für das russische Speedteam der Männer verantwortlich. Vater und Sohn Fahrner arbeiten mit den Tschechen und hier beispielsweise mit Ondrej Bank.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

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