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Super-G Weltmeister Hannes Reichelt blickt in die Zukunft

Hannes Reichelt (AUT)

Hannes Reichelt (AUT)

Wengen – Hannes Reichelt ist immer noch topmotiviert, wenn es um die schnellen Disziplinen Abfahrt und Super-G geht. Der 35-jährige ÖSV-Routinier übersiedelt mit seinen Abfahrtskollegen nach Wengen. Dort steht am Samstag die Lauberhornabfahrt, ein Klassiker, auf dem Programm. In einem Interview spricht der Salzburger, dass die Abfahrt in Santa Caterina Valfurva durchaus grenzwertig war. Alle Athleten waren froh, den Silvester gesund erleben zu dürfen. Hannes Trinkl, zu früheren Zeiten auch ÖSV-Speedspezialist, hat als Abfahrtsweltcupdirektor auch geschwitzt, zumal ihm die Sicherheit der Läufer wichtig ist.

Reichelt hat dem Riesenslalom Lebewohl gesagt. Er ist zwar zufrieden, wenn er 15. oder 16. wird, aber es steht in keinem Verhältnis zu den tagelangen Qualen, die auf ihn warten. Der amtierende Super-G-Weltmeister sagt, dass die aktuellen Riesenslalom-Skier von vielen nicht geliebt werden. Es mag sein, dass die Knieverletzungen zurückgegangen sind, aber Rücken- und Bandscheibenprobleme sind mehr geworden. Und in Bezug auf die Bandscheiben hat Reichelt eine eigene traurige Geschichte mit sich zu schleppen. Diese gesundheitliche Einschränkung ließ ihn als frischgebackener Kitz-Sieger 2014 nicht an den Olympischen Winterspielen in Sotschi teilnehmen. Ärzte sagten ihm in der Zwischenzeit mehrere Male, dass die Bandscheiben während seines Husarenrittes auf der „Streif“ angeschlagen waren. Man kann sich nicht ausdenken, was alles passieren hätte können.

Wie sieht Hannes Reichelt seine Zukunft? Er möchte nach dem Ende seiner sportlichen Laufbahn in Innsbruck Wirtschaft studieren. Das ist ein verständlicher Plan, denn die Freundin des Salzburgers ist dort als Ärztin tätig. Kurios ist es, dass Aksel Lund Svindal den Wohnsitz in Innsbruck hat, aber dort noch nie Reichelt über den Weg gelaufen ist. Außerdem hat der 35-jährige ÖSV-Routinier ein Hobby, so ist er Pilot und darf einmotorige Maschinen fliegen.

Für Reichelt ist es etwas eigenartig, wenn die Eidgenossen vor dem Rennen in Wengen in Österreich trainieren. Und das auf der Planai. Umgekehrt wäre es unvorstellbar, dass die rot-weiß-roten Asse in die Schweiz zum Training aufbrechen, wenn Kitzbühel auf dem Kalender steht. Apropos Kitz: Reichelt betont, dass der Grat zwischen Risiko und Sicherheit sehr schmal ist. Und auf den Airbag und die Verletzung von Teamkollege Matthias Mayer angesprochen, sagt Reichelt, dass er weiterhin mit der Schutzvorrichtung fahren wird. Aber das muss sich jeder mit sich ausmachen.

In seiner Jugend war Reichelt auch mal bei einem Sichtungslehrgang für Skispringer dabei. Dennoch wurde er alpiner Skirennläufer. Denn die können essen, was sie wollen.

Bericht für skiweltcup.tv: www.kurier.at (Auszug)

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