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Susanne Weinbuchner im Skiweltcup.TV Interview: „Zum Saisonbeginn in Sölden möchte ich wieder fit sein“

© HEAD  /  Susanne Weinbuchner

© HEAD / Susanne Weinbuchner

Rimslrain – Im Alter von 16 Jahren bestritt die junge und sympathische DSV-Athletin Susanne Weinbuchner ihre ersten FIS-Rennen. In ihrer Jugend erreichte sie relativ schnell nennenswerte und zählbare Erfolge in den FIS-Rennen. Über den Europacup gelangte sie in den B-Kader des Deutschen Skiverbandes. Als bisheriges Karrierehighlight kann der zwölfte Rang am Rettenbachferner in Sölden gesehen werden. Bei ihrem Debüt im Weltcup in der Saison 2012/13 gelang ihr diese ausgezeichnete Platzierung. Im Europacup gelang ihr im gleichen Jahr mit Platz zwei in Zinal einige Monate später der erste Stockerlplatz. Leider kam die für den Skiclub Lenggries startende, 21-jährige Skirennläuferin bei einem Rennen böse zu Sturz und zog sich einen Riss des vorderen Kreuzbandes zu.

Im Interview mit skiweltcup.tv spricht Susanne Weinbuchner über ihren grandiosen Auftritt in Sölden im letzten Winter, ihre gute Beziehung zu Teamkollegin Veronika Staber, die Gleichberechtigung im Skirennsport, ihren vierbeinigen Freund als optimalen Trainingspartner, den Traum von Olympia und inwiefern Sölden wieder ein wichtiger Gradmesser für den Verlauf ihrer noch jungen Karriere sein wird.

skiweltcup.tv: Susanne, die Saison 2012/13 begann in Sölden mit einem zwölften Platz und der drittbesten Laufzeit im zweiten Lauf  mehr als verheißungsvoll. Hat dir das Ergebnis die Lockerheit genommen, um auch bei den anderen Rennen ein bisschen befreiter aufzufahren?

Susanne Weinbuchner: In Sölden hat einfach alles gepasst. Die perfekten Pistenverhältnisse haben es mir ermöglicht, mit der hohen Startnummer 58 auch bei schlechter Sicht noch eine gute Zeit zu fahren. Im zweiten Durchgang hatte ich dann mit Startnummer 2 beste Bedingungen, um voll anzugreifen, und diese Verhältnisse habe ich genutzt. Frei von jeglichem Erwartungsdruck konnte ich zeigen, was möglich ist.

Bei den folgenden Weltcupstarts war es jedoch aufgrund der Pistenverhältnisse und des Wetters mit meinen hohen Startnummern schwer, sich für den Finallauf zu qualifizieren. In St. Moritz war ich noch mal ganz knapp dran, zumal ich im unteren Teil sogar die 13. Zeit gefahren und lediglich um ein paar Hundertstelsekunden am 30. Platz vorbeigeschrammt bin.

Über die Europacuprennen arbeitete ich mich im Laufe des Winters kontinuierlich nach vorne und wäre beim letzten Weltcuprennen in Ofterschwang mit einer Startnummer knapp +ber 30 an den Start gegangen. Leider kam dann zwei Tage vorher die Verletzung dazwischen.

© HEAD  /  Susanne Weinbuchner

© HEAD / Susanne Weinbuchner

skiweltcup.tv: Im Europacup hast du im Jänner dieses Jahres beim Riesentorlauf von Zinal mit dem zweiten Rang erneut deine Klasse aufblitzen lassen. Werden wir dich im kommenden Winter eher im Welt- oder im Europacup sehen?

Susanne Weinbuchner: Im vergangenen Winter bin ich regelmäßig um die vorderen Plätze im RTL-Europacup mitgefahren. Durch meine Verletzung bin ich in der Europacup-RTL-Wertung von Platz drei, der einen Fixplatz im Weltcup für die kommende Saison bedeutet hätte, noch abgerutscht.

Der Saisonauftakt in Sölden ist der Zeitpunkt, an dem ich wieder fit sein möchte. Nach einer solch schweren Verletzung darf man allerdings auch nicht zu viel erwarten und braucht Geduld. Unnötigen Druck möchte ich mir nicht aufbauen. Wenn es bis dahin Sinn macht und ich schmerzfrei und zu 100 Prozent angreifen kann, werde ich allerdings am Start sein. Der Aufbau wird wohl über den Europacup erfolgen, um Rennpraxis und Sicherheit zu bekommen.

skiweltcup.tv: Beim Heim-Europacupslalom in Lenggries hast du dir am linken Knie einen Riss des vorderen Kreuzbandes zugezogen. Wie geht es dir heute und wie kommst du mit der Reha zurecht, bzw. wann wirst du wieder auf Skiern stehen können?

Susanne Weinbuchner: Die Zeit nach meiner Operation ist bis jetzt perfekt verlaufen, und darüber bin natürlich sehr froh. Ich arbeite mit einem hervorragenden Betreuerteam zusammen, welches mich auf meinem Weg zurück optimal unterstützt und begleitet. Mittlerweile ist die Reha weitgehend abgeschlossen, und ich habe bereits mit einem leichten Aufbautraining begonnen. Auch Radfahren ist schon wieder im Trainingsplan enthalten. Nach den üblichen sechs Monaten hoffe ich Anfang September wieder auf den Skiern zu stehen. Die erste Halbzeit somit habe ich schon hinter mir, und die Zeit verging wie im Flug.

skiweltcup.tv: Mit 21 Jahren stehst du noch vor der großen Karriere. Mit wem verstehst du dich teamintern am besten, und wer ist dein großes Vorbild?

Susanne Weinbuchner: Es ist sehr wichtig, dass im Team ein gutes Klima herrscht. Das ist Voraussetzung, um gute Leistungen zu  zeigen. In den Hotels verbringe ich die Zeit mit Veronika Staber, ebenfalls eine Technikspezialistin. Wir verstehen uns auch privat sehr gut, und so kommt auch der Spaß abseits der Piste nicht zu kurz. Wir freuen uns miteinander über den Erfolg der anderen und bauen uns auch gegenseitig auf, wenn es mal nicht so läuft. Skitechnisch sind Tina Maze und Ted Ligety aktuell das Maß aller Dinge.

© Gerwig Löffelholz  / Susanne Weinbuchner

© Gerwig Löffelholz / Susanne Weinbuchner

skiweltcup.tv: Die Disziplinen Riesentorlauf und Slalom sind deine Paradedisziplinen. Hast du ein bisschen Angst, dich an steile Hänge heranzutasten, oder was spricht gegen die schnellen Disziplinen Super-G und Abfahrt?

Susanne Weinbuchner: Der Riesenslalom ist die Grunddisziplin des Skifahrens und somit die Basis für einen schnellen Schwung auch in den anderen Disziplinen. Daher ist es mein Ziel, mich sowohl im Riesentorlauf als auch im Slalom im Weltcup zu etablieren. Wenn die technischen Disziplinen passen, werde ich überlegen, ob ich auch im Super-G an den Start gehe. Im Training fahre ich immer wieder mal Super-G, da man sich dabei an höhere Geschwindigkeiten gewöhnt, die wiederum unheimlich viel für den Riesenslalom bringt.

skiweltcup.tv: In der vergangenen Saison sorgte die US-Amerikanerin Lindsey Vonn mit der Aussage, sie wolle in Lake Louise bei den Herren mit an den Start gehen, für Aufsehen. Welche Absicht steckt deiner Meinung dahinter, oder soll sich jeder „nach seiner Decke strecken?“

Susanne Weinbuchner: Lindsey Vonn ist die überragende Läuferin in den Speeddisziplinen. Sie hat auch schon so viel erreicht, dass sie einfach neue Herausforderungen gesucht hat. Lake Louise ist ja bekanntlich ihr „zweites“ Wohnzimmer. Sie fühlt sich auf dieser Strecke wohl, kennt jede Welle, und hat es sich durchaus zugetraut, sich dort mit den Männern zu messen. Wenn man aber diese Idee weiterdenkt, müsste man allerdings den Herren, die vielleicht seit Jahren um bessere Platzierungen im Weltcup kämpfen, das gleiche Recht einräumen. Sie könnten dann ihre Erfolge bei den Damenrennen feiern.

skiweltcup.tv: Nun zu Susanne Weinbuchner privat: Hast du Haustiere und ausgefallene Hobbys, über die uns ein bisschen berichten möchtest?

Susanne Weinbuchner: Die knapp bemessene Zeit, die mir neben Training und Lehrgänge bleibt, genieße ich daheim in der Natur, den Bergen oder an einem unserer wunderschönen Seen, um abzuschalten und den Kopf wieder frei zu bekommen. Besonders gerne bin ich mit dem Rennrad oder dem Mountainbike in den Bergen unterwegs. Zum Laufen oder auf Bergtouren nehme ich meist unseren Hund mit, der ebenfalls sehr fit ist und durch sein Tempo auch das Letzte aus mir herausholt, so dass ich teilweise schon zu kämpfen habe, ihm nachzukommen!

© HEAD / Susanne Weinbuchner

© HEAD / Susanne Weinbuchner

skiweltcup.tv: Susanne, mit welchen Hoffnungen gehst du in die im Oktober bevorstehende Olympiasaison 2013/14? Könnte sich, wenn alles gut geht, ein Ticket ausgehen oder kommen die Spiele mit den fünf Ringen noch einen Tick zu früh?

Susanne Weinbuchner: Eigentlich ist es jetzt noch viel zu früh, um über Olympia zu spekulieren.

Zunächst gilt es für mich, gesund und topfit in die Saison zu starten. Die ersten Weltcup- und Europacuprennen werden zeigen, wie schnell ich wieder an das Leistungsniveau vom letzten Winter anknüpfen kann. Natürlich ist Olympia das Highlight in diesem Jahr. Wenn ich wieder voll angreifen kann, ist alles möglich; ein Olympiaticket wäre dann natürlich der Traum schlechthin.

Interview für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner  

 

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