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Swiss-Ski-Boss Urs Lehmann sucht den Dialog mit dem Wengener OK

Swiss-Ski-Boss Urs Lehmann sucht den Dialog mit dem Wengener OK

Swiss-Ski-Boss Urs Lehmann sucht den Dialog mit dem Wengener OK

Wengen/Muri – Urs Lehmann, seines Zeichens Swiss-Ski-Präsident, wünscht sich eine Einigung mit dem Organisationskomitee von Wengen. Wie berichtet, fliegen zwischen den beiden Streitparteien die Fetzen. Der Sportfunktionär gibt an, dass den Rennen im Berner Oberland sowohl für den Ski Weltcup als auch für die Tourismusdestination Berner Oberland eine besondere Bedeutung zuteilkommt. Für alle sei Wengen wichtig, doch muss der Ort auch das Problem lösen.

Es geht im Streit um die finanziellen Forderungen des Wengener Organisationskomitee. Der Verband stellt sich hier quer, denn geht es nach den Veranstaltern, will man eine Million Franken gerichtlich einfordern. Das ist sehr viel Geld; Lehmann stellt klar, dass man das keineswegs zahlen will und kann. Um die Wogen zu glätten, wurde ein Drei-Punkte-Plan in einer heutigen Pressekonferenz präsentiert. Dabei geht es um eine bessere Vermarktung, die kommerzielle Defizite kompensieren könnte. Die technische Organisation sei eine der besten der Welt. Neben einer Defizitgarantie, Hand in Hand gehend mit einer Unterstützung der öffentlichen Hand, wurde auch die Unterstützung seitens Swiss-Ski angeschnitten. Sollten die ersten beiden Punkte gut verwaltet werden, würde es ein Fundament geben. Ein finanzieller Engpass, ausgelöst durch einen Ausfall eines Rennens, würde eine Unterstützung des Verbandes von höchstens 100.000 Franken mit sich ziehen.

Man will trotz des schwelenden Konflikts zusammen an einer Zielsetzung arbeiten. Dann würde die hohe Forderungssumme durch das Organisationskomitee in Wengen nicht mehr zum Tragen kommen. Der Verband würde so eine horrende Summe als fatal charakterisieren. In wenigen Tagen werden die weiteren Maßnahmen besprochen. Lehmann trifft sich mit den Verantwortlichen in Wengen, um noch zu einer Einigung zu kommen. Auch eine Stippvisite bei Bundesrätin Viola Amherd könnte für Klarheit sorgen. Die ranghohe Politikerin steht dem Eidgenössischen Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport vor. Es wäre wirklich schade, wenn die Klassiker am Lauberhorn tatsächlich von der Ski Weltcup Landkarte verschwinden würden.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quellen: blick.ch, srf.ch

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