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Swiss Ski: Mit unterschiedlicher Ausgangslage in den Olympia-Winter

© facebook / Swiss-Ski.ch

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Die alpinen Männer- und Frauenteams von Swiss-Ski starten grundsätzlich zuversichtlich, jedoch mit sehr unterschiedlichen Ausgangslagen in die bevorstehende Olympiasaison. Während das Frauenteam von Hans Flatscher die ansteigende Erfolgskurve fortsetzen will, muss das Männerteam des neuen Cheftrainers Walter Hlebayna die Saison mit bescheidenen Zielsetzungen angehen. 

Die ungenügende Ausbeute im letzten Winter der Swiss-Ski-Männer hat ungeachtet der Vorbereitung im Sommer auch direkte Auswirkungen auf die kommende Saison. In den meisten Disziplinen sind die Schweizer Athleten in den Startlisten nach hinten gerutscht, was in den meisten Fällen kein Vorteil ist. Dieses Handicap gilt es zunächst wieder aufzuholen. In der besten Startgruppe rangieren derzeit einzig Carlo Janka (Super-Kombination) und der rekonvaleszente Beat Feuz, der jedoch frühestens bei den Speedrennen in Lake Louise Ende November in den Weltcup zurückkehrt.

Neben Feuz und Janka sind derzeit nur noch Patrick Küng (DH,SG), Didier Défago (DH, SG, GS) und Markus Vogel (SL) in den Top-30 rangiert. Einzig in der Super-Kombination sind mit Janka, Feuz, Sandro Viletta, Silvan Zurbriggen und Marc Berthod fünf Schweizer in den besten 20 klassiert.

Entsprechend formuliert Cheftrainer Walter Hlebayna die Ziele pragmatisch: „Wir müssen uns schrittweise an die Weltspitze zurück kämpfen. Das erste Saisondrittel wird darauf ausgerichtet sein, ausgehend von den Startpositionen, mit Platzierungen in den Punkterängen regelmässig zu punkten, um dadurch wieder in eine bessere Ausgangssituation zu bekommen.“

Die Situation in den technischen Disziplinen mit nur zwei Fahrern in den Top-30 ist schwierig, jedoch steht dahinter eine kompakte junge Mannschaft (Startpositionen 35 bis 60), die versuchen wird, von hinten anzugreifen. Am Anfang wären für diese Fahrer Ergebnisse in den ersten 30 bereits ein Erfolg. Hlebayna zum weiteren Saisonverlauf: „Später in der Saison wollen wir uns, zumindest in den Speeddisziplinen, wieder an den Top 10 und dem Podest orientieren.“

Bei den Frauen ist die Ausgangslage ungleich besser. Cheftrainer Hans Flatscher äussert sich zur Zielsetzung des Frauen-Teams für die kommende Weltcupsaison: „Unsere Erwartungen sind sicher etwas höher gesteckt als letztes Jahr. Wir konnten in allen Disziplinen vorwärts machen und verfügen über ein gesundes Kader mit wenigen Verletzten. Ziel wird es sicher sein die sechs Weltcup-Podestplätze der letzten Saison zu übertreffen und im Februar mit einer starken Mannschaft mit Potenzial für Medaillen nach Sotschi zu reisen.“

Vorbereitungen im Sommer

Die Vorbereitungen in den Sommermonaten sind gut verlaufen, das Wetter und die Schneeverhältnisse haben auf den Schweizer Gletschern in Saas-Fee und Zermatt für gute Bedingungen gesorgt, welche von allen Teams gut genutzt werden konnten.

Die Technikerinnen konnten zusätzlich in Neuseeland trotz teilweisem Wetter-Pech von ihrem rund vierwöchigen Trainingsaufenthalt profitieren. Die Weltcupgruppen 1 und 2 haben im argentinischen Ushuaia Technik, im chilenischen La Parva Speed trainiert. Nach einem Warmwetter-Einbruch wurden die Athletinnen bei teils schwierigen Verhältnissen intensiv gefordert. „Die Pisten waren teilweise sehr schwierig – dadurch kamen die Athletinnen manchmal an ihre Grenzen. Doch solche Verhältnisse sind es auch, die wir gesucht haben, um das Limit noch weiter zu pushen“, so Hans Flatscher.

Sämtliche Weltcupgruppen der Männer absolvierten neben zahlreichen Schneekursen auf den Walliser Gletschern ein Trainingslager in Südamerika. Alle Athleten starteten zunächst mit einem Technikblock in Ushuaia (ARG), die Speedfahrer zogen anschliessend für das spezifische Training weiter nach Chillan (CHI), wo sie auch zu Testzwecken einige FIS-Rennen absolvierten.

Veränderungen in der Trainingsstruktur

Um die Abfahrts-Gruppe der Frauen breiter abzustützen, wurde sie zweigeteilt und mit dem ehemaligen Herren-Abfahrtstrainer Roland Platzer als Gruppentrainer verstärkt. Die beiden Gruppen – WC 1 als „reine“ Speed-Gruppe mit Fränzi Aufdenblatten, Andrea Dettling, Nadja Kamer, Marianne Kaufmann-Abderhalden und Mirena Küng und WC 2 mit den Kombiniererinnen Dominique Gisin, Lara Gut, Joana Hählen und Fabienne Suter – trainieren eng zusammen.

In der Betreuung der Gruppen musste Hans Flatscher gezwungenermassen eine Anpassung vornehmen, nachdem Gruppentrainer Daniele Petrini aus gesundheitlichen Gründen im Sommertraining nicht dabei sein konnte und auch bis auf Weiteres ausfällt. Die beiden Gruppen werden nun von Roland Platzer geführt, wobei auch Hans Flatscher selber gewisse Aufgaben übernimmt. Zur Unterstützung wurde zudem der Europacuptrainer Ivano Nesa beigezogen.

Bei den Männern gab es im Frühjahr diverse Veränderungen. Es sind nunmehr drei Weltcupgruppen mit je acht Athleten, welche von Walter Hubmann (neu), Jörg Roten (letztes Jahr Trainer der Future-Gruppe) und Steve Locher (wie bis anhin) geführt werden. Sepp Brunner, der die Gruppe mit den Kombinierern führte, wird neu als Individualtrainer eingesetzt und kümmert sich aktuell in erster Linie um die Trainingsgestaltung von Beat Feuz.

Die Verletzungen der letzten Saison

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Liste der verletzten Athleten bzw. der Rückkehrer relativ kurz. Bei den Frauen ist Denise Feierabend nach einem Recovery Year bei allen Trainings wieder voll mit dabei. Zur Zeit noch verletzt ist Wendy Holdener, die sich Mitte September bei einem Roller-Unfall einen Speichenbruch rechts mit Handgelenksbeteiligung zugezogen hat und zur Zeit noch auf das Stangentraining verzichten muss. Ein Start beim Slalom-Weltcupauftakt von Mitte November in Levi (FIN) ist daher zwar nicht gesichert, aber dennoch realistisch.
Noch nicht abzuschätzen ist der Zeitpunkt einer Rückkehr in den Weltcup von Mirena Küng. Die Speed-Spezialistin hat im Übersee-Training eine Luxation der rechten Schulter mit einer Schädigung des Nervengewebes erlitten. Die Genesung schreitet nur langsam vorwärts.

Bei den Männern kehrt Justin Murisier nach zwei verpassten Saisons zurück. Vor einem bzw. zwei Jahren zog sich der junge Walliser jeweils einen Kreuzbandriss zu und ist jetzt wieder bereit, Rennen zu bestreiten. Die Rückkehr von Beat Feuz ist derzeit offen. Angestrebt wird ein Start bei den Speedrennen in Kanada Ende November. Dieser Start hängt aber im Wesentlichen davon ab, wie Feuz in den kommenden Wochen trainieren und sein Knie belasten kann. Vitus Lüönd, der sich im Februar bei der WM in Schladming einen Kreuzbandriss zuzog, kann bereits seit August wieder auf den Skis trainieren. Wenn sein Knie die steigende Belastung im Training aushält, ist eine Rückkehr in den Weltcup in Lake Louise im Bereich des Möglichen.

Ausblick auf den Weltcupstart

Beim Auftakt im Weltcup mit den Riesenslaloms in Sölden verfügt das Schweizer Frauenteam über fünf Startplätze, das Männerteam über deren acht. Lara Gut und Dominique Gisin sind in Sölden die Fixstarterinnen, die drei anderen Plätze werden in der kommenden Woche im Rahmen einer Qualifikation vergeben. Bei den Männern lässt sich Walter Hlebayna noch nicht in die Karten blicken. „Wir werden sicher einige Plätze fix bestimmen und andere ausfahren lassen.“ Der Modus und Zeitpunkt sind derzeit noch offen. Sicher ist, dass Carlo Janka auf einen Start verzichten wird, da er in Sölden mit einer sehr hohen Startnummer antreten müsste und daher kaum Chancen auf eine Qualifikation für den zweiten Lauf hätte. Er fokussiert sich deshalb vorerst auf die Speedrennen und startet mit den Überseerennen in die Saison.

Olympische Spiele in Sotschi

Die Selektionsrichtlinien für die Olympischen Spiele in Sotschi sind sehr ähnlich wie vor vier Jahren in Vancouver. (Siehe auch: www.swiss-ski.ch/leistungssport/ski-alpin/selektionsrichtlinien.html) Eine Klassierung in den Top-7 oder zwei Klassierungen in den Top-15 werden von der sportlichen Seite her verlangt.

Viel mehr zu reden gibt derzeit allerdings das angepasste System für die Vergabe der Quotenplätze an die teilnehmenden Länder. Diese sind vereinfacht ausgedrückt so verändert worden, dass kleine Skinationen im Verhältnis mehr Athleten nach Sotschi schicken können als bei früheren Spielen – zu Lasten der Anzahl Sportler der grossen Nationen. Das trifft auch die Schweiz und kann im Extremfall dazu führen, dass Sportler nicht selektioniert werden können, obwohl sie die oben genannten sportlichen Kriterien erfüllt haben.
Es gibt zur Zeit Bemühungen von verschiedenen Seiten, diese Regelung in gewissen Punkten noch zu überarbeiten, da sie den sportlichen Wert der Wettkämpfe stark beeinflussen könnte.

Teamguide und biografische Angaben

Die gedruckte Version des Teamguides mit den biografischen Angaben und Palmares der Athleten ist bereits seit längerer Zeit Geschichte. Swiss-Ski verzichtet auch in Zukunft auf einen Teamguide in Papierform. Stattdessen wurden in den vergangenen Wochen viele Informationen zusammengetragen und die Datenbanken von Swiss-Ski und der FIS aktualisiert, ergänzt und vervollständigt.
Die Angaben zu allen Athleten finden Sie auf den Webseiten von Swiss-Ski und der FIS. Für die Seite der FIS gibt es zudem eine für Mobiltelefone optimierte Ansicht, die Sie unter http://mobile.fisski.com aufrufen können.

Quelle:  www.Swiss-Ski.com  

 

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