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Ted Ligety zeigt sich verärgert über die FIS

© Gerwig Löffelholz / Ted Ligety

© Gerwig Löffelholz / Ted Ligety

Der US Amerikaner Ted Ligety und die Verantwortlichen der FIS werden wohl nicht mehr die besten Freunde. Auf seiner Homepage machte sich der Riesenslalom Weltmeister die Mühe und bloggte sich seinen Ärger von der Seele. An zahlreichen Beispielen zeigt er auf, dass sich durch das Verhalten der FIS die Fronten immer stärker verhärten.

„Die Tyrannei der FIS dauert schon zu lange an. Es scheint so, als würde die FIS den Skisport ruinieren wollen. Die FIS ist eine Diktatur! Die FIS will die absolute Kontrolle.“ Mit diesen Worten beginnt der Amerikaner seinen sehr umfangreich gehaltenen Blog.

„Die FIS hat eine Studie herausgebracht, in der alle Verletzungen von 2006 – 2011 aufgelistet sind. Der Zeitrahmen gibt keine Auskunft über irgendeinen Zusammenhang zwischen den Verletzungen und der technischen Entwicklung der Ski. Der Zeitrahmen müsste viel weiter ausgeweitet werden, sprich wir bräuchten auch Daten aus den 80ern. Die Studie besagt, dass sich 36 Abfahrer, 9 im Super-G, 16 im Riesenslalom und 11 im Slalom „schwere“ Verletzungen zugezogen hatten. (Pause: 28 Tage oder länger). Es wurde nicht erwähnt, dass die Disziplin Riesenslalom die meisten Teilnehmer zu verzeichnen hat. Angefangen mit Slalomläufern bis hin zu den Abfahrern – Alle trainieren Riesenslalom. Wenn man nun die Anzahl der Abfahrtsdurchgänge mit der Anzahl der Riesenslalomdurchgänge vergleicht muss man kein Rechenkünstler sein um zu erkennen, dass eigentlich die Verletzungen pro Rennen in der Abfahrt deutlich höher sind als im Riesenslalom“, erklärt Ligety die Thematik anhand eines Beispiels.

Er erwähnt auch, dass es im alpinen Schiweltcup noch nie vorkam, dass fast alle einer Meinung waren. „41 der 50 Top-Skiläufer haben eine Petition gegen die neuen Regeln unterschrieben, in Sölden trafen sich 15 der 20 Top-Riesenslalomläufer um darüber zu diskutieren. Das Österreichische Skiteam war jedoch nicht anwesend, nicht zuletzt sind die 2 Befürworter der Regeln (Benjamin Raich und Hannes Reichelt) auch vom ÖSV.“

Am Ende weist Ligety auch noch darauf hin, dass die FIS auch in anderen Bereichen aktiv wurde. „Langezeit gab es die Regel, dass das Logo auf dem Band der Schibrille nicht größer als 15 cm² sein darf. Die Regel wurde bis jetzt ignoriert, denn man kann ein 15 cm² großes Logo bei einem Vorbeifahrenden nicht lesen. Es hat sich deshalb nie durchgesetzt. In diesem Herbst hat die FIS aus heiterem Himmel beschlossen, diese Regel durchzusetzen – scheinbar ohne Grund. Zunächst soll der Athlet verwarnt werden. Bei einer „Wiederholungstat“ darf man beim nächsten Rennen nicht starten. Die meisten Logos sind zurzeit 40 – 50 cm² groß. Es macht keinen Sinn, einen Skirennläufer zu sponsern wenn das Logo zu klein ist um es zu erkennen. Zusätzlich wurden die Firmen nicht früh genug informiert um marketingpolitische Maßnahmen zu ergreifen. Sie konnten auch nicht überlegen, ob sie in Zukunft ihr Budget besser in andere Bereiche investieren“ zeigt sich der Amerikaner sehr enttäuscht.

Den gesamten Blog in deutscher Übersetzung finden Sie auf der Seite von Emanuel Testen – Bitte hier klicken.

Emanuel Testen für Skiweltcup.TV 

 

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