Home » Alle News

Teil 2 – Zermatt als Sommer-Skidestination: „Die Nachfrage nach Trainingsmöglichkeiten hat zugenommen“

© Swiss Alpin Ski Team / Zermatt Matterhorn

© Swiss Alpin Ski Team / Zermatt Matterhorn

Die Kader von Swiss-Ski bereiten sich auf Schweizer Gletschern auf den kommenden Winter vor. Zum Beispiel in Zermatt.

Swiss-Ski: Markus Hasler, obwohl Zermatt sich in das Sommerkleid gehüllt hat, ist das Thema Schnee bei Ihnen allgegenwärtig: Zermatt ist eine von vier Schweizer Destinationen, in denen während des ganzen Jahres Ski gefahren werden kann. Haben Sie nie genug vom „Winter“?

Für die Zermatt Bergbahnen ist der 365 Tage-Skibetrieb ein wichtiger Kommunikationsfaktor. Da der „Winter“ während den Sommermonaten eher weit oben stattfindet, kann jeder wählen, ob er im Sommer bleiben will (sofern er dann auch stattfindet) oder ob er dem Winter einen Besuch abstatten möchte. Persönlich schätze ich den Schnee auch im Sommer.

Ich nehme an, die meisten Touristen kommen primär zum Wandern nach Zermatt. Können Sie uns sagen, wie viel Prozent der Feriengäste für’s sommerliche Skivergnügen zu Ihnen kommen?  (Abgesehen von den in- und ausländischen Skiteams)

Wir haben pro Sommersaison (Juni bis Mitte Oktober) im Gletschergebiet durchschnittlich zw. 100‘000 und 120‘000 Erstzutritte von Skifahrern. Eine Abgrenzung zwischen Feriengästen und Skiteams ist nicht exakt vorzunehmen. Jedoch kann man davon ausgehen, dass ca. 2/3 Feriengäste sind. Vor allem hat sich der Anteil von skifahrenden Gästen aus Cervinia (angrenzendes italienisches Skigebiet) seit dem letzten Sommer um 17% gesteigert.

Wie viele resp. welche  Nationen trainieren während des Sommers auf Ihrem Gletscher? Und wie muss man sich die Organisationen der verschiedenen Pisten/Bahnen vorstellen, damit alle aneinander vorbeikommen?

Die Gletscher in den Alpen sind auf dem Rückzug. Dies führt dazu, dass die Nachfrage nach Trainingsmöglichkeiten zugenommen hat. Neben den Kadern von Swiss Ski trainieren Nationen aus ganz Europa und Übersee auf dem Gletscher in Zermatt. Eigentlich müssten wir unser Pistenangebot ausbauen, um der Nachfrage gerecht werden zu können.

Die Teams müssen Ihre Anfragen für Trainingspisten im Rahmen eines Reservationsprozesses im Mai deponieren. Nach erfolgter Planung und Absprache werden jedem Team die Pisten zugeteilt.

Die Athleten und Betreuer übernachten während ihren Trainingswochen in einem der örtlichen Hotels. Ist das während der Hochsaison nicht eine gewisse „Konkurrenz“ für die Touristen?

Im Gegenteil – für viele Logiebetriebe ist die Beherbergung von Skiteams eine willkommene Ergänzung zum üblichen Sommergeschäft. Dies ist möglich, da im Sommer der Tages-Ausflugstourismus für die Destination Zermatt eine gewisse Bedeutung hat und somit die Auslastung im Bettenbereich etwas tiefer als im Winter ist. Die vorhandenen Kapazitäten werden also besser ausgelastet.

Der Schweizerische Skiverband darf von grosszügigen Angeboten und einem grossen Engagement Ihrerseits profitieren. Inwiefern profitiert im Gegenzug Zermatt von der Anwesenheit der Swiss-Ski Kader?

In Zusammenarbeit mit Swiss Ski konnten die Zermatt Bergbahnen von Beiträgen des Bundes betreffend Sportstättenbau profitieren. Dadurch wurde die Verbesserung der Pisteninfrastruktur (Erweiterung Pistentunnel) ermöglicht. Weiter ist es für uns von grossem Wert, wenn die Athleten im Rahmen von Medienkontakten kommunizieren, wo sie die Grundlagen für ihre Erfolge im Winter gelegt haben. Lara Gut und Fränzi Aufdenblatten zum Beispiel tun resp. taten dies exemplarisch.

Nehmen die übrigen Feriengäste die Anwesenheit so vieler in- und ausländischer Skistars überhaupt wahr? Werden Stars wie Svindal, Kostelic und Co. in den Strassen von Zermatt überhaupt erkannt?

Die Stars schätzen es, so nehme ich es wenigsten war, eine gewisse Anonymität zu haben und sich auf ihre Trainingsarbeit konzentrieren zu können. Sicher wird die/der eine oder andere auf der Strasse erkannt. Ein Didier Cuche zum Beispiel konnte sich mit seinem markanten Gesicht und der grossen allgemeinen Medienpräsenz nur schlecht verstecken.

Was für eine Beziehung haben Sie persönlich zum Skisport? Und finden auch Sie im Winter Zeit, einige Schwünge auf den eigenen Pisten zu ziehen?

Skisport ist eine persönliche Passion. Von einem Verantwortlichen eines Skigebietes ist die Präsenz ohne Zweifel auch dort gefragt, wo die Musik spielt.D.h. ich bin auch immer wieder auf den Pisten anzutreffen. Nur so ist es möglich, das Produkt Schneesport beurteilen zu können und Massnahmen zur Weiterentwicklung und Verbesserung des Angebotes definieren zu können.
2 Tage pro Woche (im Rahmen eine 7-Tage-Woche) muss, oder je nach Blickwinkel, darf ich mir dafür „freischaufeln“!

Wie verfolgen Sie den Weg der verschiedenen Athleten/innen?

Da ich im Sommer wahrnehme, wer und welche Teams bei uns trainieren, verfolge ich deren Weg in den Medien und Resultatlisten.

Haben Sie einen Favoriten resp. eine Favoritin, der Sie am meisten die Daumen drücken?

Ich freue mich für jede Athletin und jeden Athleten, die oder der gute Resultate bringt. Betrachte ich den grossen Aufwand und persönlichen Verzicht, den die Athletinnen und Athleten auf ihrem Weg zum möglichen Erfolg in Kauf nehmen müssen, gilt mein Daumendrücken für alle.

Was wünschen Sie den Athleten/innen und was dem Schweizerischen Skiverband für die Zukunft? Und was Ihrer Feriendestination?

Sicher wünsche ich allen Athletinnen und Athleten eine unfallfreie Saison und viel Erfolg. Basierend auf der Arbeit des Schweizerischen Skiverbandes der letzten Jahre stellen sich nach einem Tief wieder Erfolge ein. Erfolgreiche Athletinnen und Athleten und attraktive Schneesportanlässe sind bestes Marketing für unser Kerngeschäft. Spielen noch das Wetter und Frau Holle mit, so geht’s aufwärts mit den Wintersportdestinationen, auch mit Zermatt.

Quelle:  www.Swiss-Ski.ch
Autor: dpr

 

Alle News zum Ski Weltcup 2014 finden Sie in unserer NEUEN FACEBOOK SEITE

 

FIS Ski Weltcup Rennkalender der Herren – Die Termine der Saison 2014/15
FIS Ski Weltcup Rennkalender der Damen – Die Termine der Saison 2014/15
FIS Europacup Kalender der Damen Saison 2014/15
FIS Europacup Kalender der Herren Saison 2014/15


In eigener Sache: Wir suchen immer Skifans die uns mit Skiweltcup News und Nachrichten aus Italien, Deutschland, Österreich und der Schweiz versorgen. Wer Lust am Schreiben hat oder über „Insider News“ verfügt, einfach bei uns melden: news@skiweltcup.tv
Du möchtest in Sachen Skiweltcup immer auf dem Laufenden sein? Dann trage deine E-Mailadresse unten ein. Bestätige deine Anmeldung (Mail) und schon kommen alle aktuellen Nachrichten direkt in dein E-Mail Postfach.

 

 

Das TV-Sport Netzwerk: Ihr Partner in Sachen Sport
www.TV-Sport.de
www.Liveticker.TV
www.Skiweltcup.TV
www.Biathlonweltcup.TV

 

Für Werbe und Kooperationsanfragen stehen wir immer gerne für Sie zur Verfügung.
Ansprechpartner: Karl “Charly” Seidl
Telefon: 0049 (0)9471 / 1664
Mobil: 0049 (0)1575 / 4 791 287
E-Mail: info@skiweltcup.TV

Alle News zum Ski Weltcup in dein Postfach
Gib deine E-Mailadresse ein und Du bekommst
täglich alle News direkt in dein E-Mailfach:

Delivered by FeedBurner

Anmerkungen werden geschlossen.