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Theaux gewinnt Abfahrt von Lenzerheide – Cuche küsst den Schnee und die Kugel

Spannender hätte das Abfahrtsfinale nicht sein können und die Hauptdarsteller Michael Walchhofer und Didier Cuche schenkten sich selber nichts, dem entfesselten Publikum in Lenzerheide jedoch alles: Showdown der Giganten. 

Extreme Schläge in der Piste und eine diffuse Sicht verlangten den Läufern gegen Ende des Rennens alles ab. Schon bei der Fahrt von Michael Walchhofer merkte man dessen Entschlossenheit und eine Überwindung, die man bei den Läufern vorher zum Teil vermisst hatte. Es ging um alles. Im Oberen Teil noch voll an den Spitzenzeiten dabei, verlor Walchhofer jedoch kontinuierlich und musste speziell im unteren Teil oft nachdrücken, schwang letztendlich mit 7 Zehntel Rückstand als Zehnter ab. Gleich danach Didier Cuche, zuletzt geprügelt von FIS und Medien hatte er die Abfahrtsweltcupführung in Kvitfiell aus der Hand gegeben. Schon vor dem heutigen Rennen, unabhängig von dessen  Ausgang verkündete er, seine Karriere in der nächsten Saison fortzusetzen. Wie um diese Entscheidung zu unterstreichen, sah man ihm vom Start weg seine absolute Entschlossenheit an. Im Gegensatz zu Walchhofer trotzte er den schwierigen Verhältnissen und wurde schneller und schneller und versäumte sogar das Podest nur knapp. Der vierte Platz reichte aber, um sich zum vierten Mal zum besten Abfahrer einer Saison zu küren. 

„Es war sozusagen ein Rennen im Rennen und es war schwierig. Ich habe gehört, dass das Publikum sehr laut ist und das hat mir Mut gegeben. Der Stellenwert dieser Kugel ist sicher sehr hoch, aber ich genieße das heute sicher fast noch mehr – nach der Geschichte letzte Woche und diesem Hoch und Tief jetzt. Ich habe erst sehr spät angefangen schnell zu sein und mal sehen, vielleicht geht es ja nächstes Jahr wieder“ schmunzelt Didier Cuche und verspricht auch für den morgigen Super-G vollen Angriff. 

Enttäuscht aber gefasst zollte der abtretende Walchhofer seinem Langzeitkonkurrenten Respekt und feierte unter Standing-Ovations des fairen Schweizer Publikums seinen Abschied von den Weltcupabfahrtsstrecken dieser Welt. „Natürlich hatte ich noch gehofft, dass auch der Cuche keine ideale Fahrt erwischt, weil es war schon sehr schwer. Ich hab mich unten ein bissl treiben lassn und bin in die Querschläge gekommen. Aber es hat halt nicht sollen sein. Es ist schade, aber die Enttäuschung hält sich in Grenzen“ so Michi Walchhofer 

Im Schatten des Kugelkampfes gewann der Franzose Adrien Theaux mit dem Minimalabstand vor dem Österreichischen Newscomer Joachim Puchner: „Das eine Hundertstel kann man überall finden, ich war einfach zu langsam – aber es ist ein Wahnsinn, das zweite Podium in einer Woche. Es ist alles ganz gewaltig heute!“. Auf Rang drei fuhr Aksel Svindal 15 Hundertstel dahinter und nur ebenso viel vor den ex aequo platzierten Cuche und Innerhofer.

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