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Thomas Dreßens Abfahrtserfolg in „Kitz“ kommt einer Sensation gleich

Thomas Dreßen gewinnt Hahnenkammabfahrt 2018 auf der Streif

Thomas Dreßen gewinnt Hahnenkammabfahrt 2018 auf der Streif

Kitzbühel – Seit 39 Jahren warteten die Deutschen auf einen Abfahrtssieg in Kitzbühel. Heute hat die lange Durststrecke ein Ende gefunden. So siegte Thomas Dreßen in einer Zeit von 1.56,15 Minuten vor dem schweizerischen Wengen-Triumphator Beat Feuz (+0,20) und Hannes Reichelt (+0,41) aus Österreich.

Dreßen konnte sein Glück nicht fassen und sprach im ORF-Interview: „Für mich ist das selber eine Überraschung, dass es so gut gelaufen ist. Ich habe mich in den Trainings schwer getan – vor allem im Steilhang. Heute habe ich den erstmals gut erwischt. Als ich dann im Ziel den Einser gesehen habe, habe ich es nicht glauben können. Ich habe geglaubt, die wollen mich verarschen! Ich habe probiert, das umzusetzen, was mir die Trainer gesagt haben. Wenn man jede Fahrt hernimmt, bin ich da die ganze Strecke heute zum vierten Mal runtergefahren. Ich muss mich fast bei Hannes Reichelt bedanken, dass er die Nummer 1 genommen hat – sonst hätte ich die nehmen müssen!“

Feuz erzählte: „Es ist schön auf dem Stockerl zu stehen. Im ersten Training war ich überfordert mit den Schlägen, den Sprüngen – auch rausgenommen. Im zweiten Training etwas probiert, das hat nicht funktioniert – aber heute hat es gepasst!“

Reichelt bilanzierte: „Ich finde einige Passagen, wo man Zeit findet. Oben sind einige schneller als ich – da habe ich verloren. Und der lange Schwung auf der Hausbergkante, da habe ich ein bisschen den Außenski verloren und sicher zwei Zehntel liegen gelassen. Ein Dank an meinem Servicemann, denn, wenn schon ich nicht alles gut gemacht habe, hat er alles richtig gemacht.“

Auf Platz vier fuhr der Oberösterreicher Vincent Kriechmayr. Er schrammte nur um eine halbe Zehntelsekunde am Podium vorbei. Seine Meinung: „Wie ich es vorher schon gesagt habe: Das Rennen wird in der Traverse entschieden. Die habe ich noch nie gut erwischt – auch heute nicht. Da hilft es auch nichts, dass ich dazwischen weit vorne war. Dass ich die Traverse nicht erwischt habe, habe ich unterm Fahren gemerkt. Da geht dir das Tempo ab. Aber Rang 4 ist trotzdem ein gutes Ergebnis!“

Ein Ausrufezeichen setzte der mit der hohen Nummer 25 ins Rennen gegangene Swiss-Ski-Athlet Marc Gisin (+0,68) auf Position fünf. Sehr gut präsentierte auch Dreßens DSV-Teamkollege Andreas Sander (+0,74); er schwang als Sechster ab. Aksel Lund Svindal (+1,12) – er gewann den gestrigen Super-G – belegte hinter dem Franzosen Brice Roger (7.; +0,93) den acht Platz. Hinter dem Norweger klassierte sich der Südtiroler Peter Fill (+1,26) auf Rang neun. Kjetil Jansrud, ein weiterer „schneller Elch“ positionierte sich mit einem Rückstand von 1,30 Sekunden auf Dreßen auf Platz zehn.

Dominik Paris (+1,64) aus dem Ultental komplettierte die besten Zwölf. Dem auf Rang 14 platzierten Eidgenossen Mauro Caviezel fehlten lediglich neun Hundertstelsekunden auf Position zehn. Der Deutsche Pepi Ferstl (+2,49) und Christian Walder (+2,53) aus Österreich fuhren unter die besten 25 und können sich über eine Handvoll Weltcupzähler freuen.

Überschattet wurde der heutige Ritt auf der „Streif“ von den schweren Stürzen von Christof Innerhofer aus Südtirol und Johan Clarey aus Frankreich. Beide waren phasenweise pfeilschnell unterwegs und hätten wohl einen Podestplatz erreichen können. Doch Gott sei Dank haben sie sich nicht verletzt, sodass sie bei der nächsten Abfahrt – und die findet nächsten Samstag in Garmisch-Partenkirchen statt – starten werden. Dessen ungeachtet wird die Ski-Destination in Bayern wohl Kopf stehen, wenn Dreßen eine ähnlich gute Fahrt wie heute in Kitzbühel gelingen wird.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Offizieller FIS Endstand: Abfahrt der Herren in Kitzbühel

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