22 September 2022

Thomas Trinker freut sich auf den ersten Winter als ÖSV-Damencheftrainer

Thomas Trinker freut sich auf den ersten Winter als ÖSV-Damencheftrainer (Foto: ÖSV)
Thomas Trinker freut sich auf den ersten Winter als ÖSV-Damencheftrainer (Foto: ÖSV)

Sölden – In gut einem Monat beginnt in Sölden die alpine Skiweltcupsaison 2022/23. Beim ÖSV gibt es sowohl bei den Damen (Thomas Trinker) als auch bei den Herren (Marko Pfeifer) neue Cheftrainer. Trinker, ein Steirer, freut sich, die schöne Aufgabe zu übernehmen und hofft, dass er diese Möglichkeit auch zur Zufriedenheit nutzen kann. Er weiß, dass die Verantwortung groß ist, zumal er bislang nur fünf bis zehn Frauen, jetzt aber nahezu 50 Damen betreut. Der Trainerstab ist groß, und es war ihm wichtig, die vorhandenen Strukturen auszuarbeiten.

Trinker kennt einen Großteil der Weltcup-Athletinnen aus deren Zeit im Europacup. Auch wenn von außen das Gefühl besteht, es sei umgekrempelt worden, hat man nur einige Bausteine verschoben. Wenn man immer das Gleiche macht, besteht die Gefahr, dass man etwas abstumpft. So ist es keinesfalls verkehrt, neue Impulse und Denkanstöße ins Spiel zu bringen. So will der neue Chefcoach die einzelnen Athletinnen nach vorne bringen, sie entwickeln um mit ihnen an einer neuen Strategie zu feilen, die individuell abgestimmt wird.

Der 47-Jährige besticht durch eine eigene Trainerphilosophie, die überzeugend ist und die es gilt, zusammen mit allen im Kollektiv umzusetzen. So sind Psyche, Physis und Persönlichkeit, aber auch die Skitechnik von besonderer Bedeutung. Jede Athletin muss ihren persönlichen Stil behalten; in der Technik sieht es anders aus. Auch das Feilen an einer Zielsetzung und der Wunsch, die Besten zu sein, soll die ÖSV Damen anspornen an ihre Grenzen zu gehen. So ist es wichtig, den jungen Damen auch viele Weltcuperfahrungswerte weiterzugeben, sodass niemand in Panik verfällt, wenn die routinierten und erfahrenen Ski Weltcup Rennläuferinnen ihre Laufbahn beenden.

Im Speedbereich – so erzählt Thomas Trinker – sei man gut unterwegs; auch die Europacup-Damen wittern Morgenluft. Im Slalom gibt es einige Probleme, zumal auch Katharina Gallhuber verletzt ist. Man möchte auf keinen Fall den Anschluss verlieren und gut mithalten. Des Weiteren sieht der Steirer einige Athletinnen, die auch um die große Kugel mitkämpfen können, auch wenn er jetzt explizit keine Namen nennt. Es ist bedeutsam, das eigene Potenzial zu erkennen und auch auszuschöpfen. So könnte Katharina Liensberger, die ihren Fokus noch auf die technischen Disziplinen legt, gemeint sein. Sie will auch eines Tages im Super-G Fuß fassen. Von ihrer mentalen Stärke und vom eisernen Willen her, ist sie auf jeden Fall zu höheren Aufgaben berufen.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: laola1.at

Der Herren Ski Weltcup Kalender der Saison 2022/23  

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