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Tommy Biesemeyer und der steinige Weg zurück

© Gerwig Löffelholz / Thomas Biesemeyer (USA)

© Gerwig Löffelholz / Thomas Biesemeyer (USA)

Keene – Der US-amerikanische Speedspezialist Tommy Biesemeyer kämpft sich langsam, aber sicher zurück. Für jeden, der weiß, wie halsbrecherisch und schnell die Abfahrer sein können, ist ein langsamer Prozess der Rückkehr auch eine mentale Sache. Biesemeyer beißt die Zähne zusammen und bereitet sich gewissenhaft vor. Unterstützung erfährt er dabei unter anderem auch durch seinen Konditionstrainer Fober.

Der Skirennläufer spricht von einem guten Sommer. Jedoch weiß er auch, dass es nach einer Verletzung etwas schwieriger ist, wieder den Anschluss zu finden. Das ist sowohl im mentalen als auch im körperlichen Bereich so. Doch der US-Amerikaner fühlt, dass es seinem Knie auf dem Schnee wieder gut geht. Und er ist bereit, wieder an seine Leistungsgrenze zu gehen und aus dem Vollen zu schöpfen.

Biesemeyer arbeitet mit seinem Trainer Brunner und mit einem All-Star-Team, das auch aus dem Physiotherapeuten McCormick und der Teamkollegin Resi Stiegler besteht, zusammen. Der Rest der US-Athleten trainierte im September in Chile. Biesemeyer wählte die andere Richtung und startete in Richtung Saas Fee. Das erste Training auf der weißen Grundlage war positiv. Es war ein Schritt nach vorne für ihn. Brunner, der österreichische Trainer im Dienst des US-amerikanischen Skiteams, ist überzeugt von seinem Schützling, der als Teenager schon Europacuprennen gewonnen hatte. Leider warfen ihn immer wieder einige Verletzungen zurück, sodass es nicht einfach ist, immer mit der Situation klar zu kommen.

Brunner sieht in der Rückkehr einen guten Mix aus körperlicher und mentaler Stärke. Das ist wichtig. Man muss auch geduldig sein und hart arbeiten, wenn man sieht, dass die ganzen Teamkollegen und Konkurrenten Rennen fahren und man selber zuschauen muss. Aber wenn man Ziele hat, muss man diese sich setzen und anpeilen. Ist man verletzt, plant man neue Ziele, Woche für Woche, Monat für Monat, eben kleinere Ziele. Und das ist mehr als nur wichtig, sei es im Privatleben oder im Leben als Skirennläufer.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: alpine.usskiteam.com (Auszug)

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