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Triumph für Marco Odermatt beim Super-G von Saalbach-Hinterglemm

Marco Odermatt gewinnt Super-G von Saalbach-Hinterglemm

Marco Odermatt gewinnt Super-G von Saalbach-Hinterglemm

Saalbach-Hinterglemm – Am heutigen Sonntag wurde ein Super-G der Herren, der vorletzte des langen Ski-Winters 2020/21, im österreichischen Saalbach-Hinterglemm ausgetragen. Dabei gewann der Schweizer Marco Odermatt in einer Zeit von 1.23,59 Minuten. Der Franzose Matthieu Faivre (+0,62), der mit der Startnummer 16 ins Rennen ging, verblüffte mit Platz zwei. Der österreichische Weltmeister Vincent Kriechmayr (+0,81), gestern Sieger in der Abfahrt, musste sich als Dritter mit der niedrigsten Stufe des Podests begnügen.

 

Marco Odermatt: „Die Chancen auf die kleine Super-G Kugel sind natürlich sehr klein. Wenn mir aber Anfang der Saison wer gesagt hätte, dass ich auch um diese Kugel mitfahren kann, dann hätte ich das sofort genommen. Für mich ist es schon jetzt eine unglaubliche Saison. Unten war ich voll am Limit. Oben dachte ich mir, dass es ganz okay war. Ich wollte unten das letzte Hemd riskieren und das ist gelungen.“

Vincent Kriechmayr: „Bei meiner Fahrt war oben mit ein kleiner Fehler und unten ein bisserl eingeschliffen. Verdient hat uns der Marco die Grenzen aufgezeigt. Natürlich hätte ich die Kugel schon gerne gewonnen. Ich bin aber zufrieden mit dem dritten Platz. Es war keine perfekte Fahrt, die ersten zwei waren heute einfach besser. Beim letzten Rennen wird es wieder Vollgas geben und nicht so einbremsen, wie heute. Ich hätte gerne die Kugel schon fixiert, bin aber mit den beiden Tagen hier superhappy.“

 

Daten und Fakten zur Ski Weltcup Saison 2020/21
Der Super-G der Herren in Saalbach-Hinterglemm

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Gesamtweltcupstand der Herren 2020/21
Weltcupstand Super-G der Herren 2020/21

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Für die Überraschung des Tages sorgte ohne Zweifel der Tiroler Raphael Haaser (+0,83), der mit der sehr hohen Nummer 33 lange auf einem Podestrang lag und sich am Ende auf Platz vier schob. Ähnliches kann man auch von „Maskenmann“ Justin Murisier (+0,98) behaupten, der sieben Athleten hinter dem ÖSV-Mann an den Start ging und sehr guter Fünfter wurde. Sein Landsmann Beat Feuz (+1,17) belegte den sechsten Rang.

 

Raphael Haaser: „Es ist mir heute alles aufgegangen. Es war oben ein echt guter Lauf. Dann hat es mich ein paar Mal verjagt, aber ich habe es geschafft, dass ich den Schwung nicht abstechen musste. Es war sicherlich ein Vorteil, dass man sich die schwierigen Passagen anschauen konnte. Die Piste ist top.“

 

Der Kärntner Matthias Mayer (+1,28) war als Siebter elf Hundertstelsekunden langsamer als der „Kugelblitz“, der in dieser Saison zum vierten Mal in Folge die kleine Abfahrtskristallkugel gewinnen kann. Der Deutsche Andreas Sander (+1,54) riss als Achter vergleichsweise viel Zeit auf den überlegen und entfesselt fahrenden Odermatt auf. Ausgezeichnet war die Leistung des US-Boys Bryce Bennett, der mit der Startnummer 38 ins Rennen ging. Sein Rückstand von 1,56 Sekunden auf den siegreichen Eidgenossen brachte ihm Platz neun.

 

Matthias Mayer: „Der Fehler oben war natürlich nicht optimal. Ich hab die Kurve davor nicht ideal erwischt , und habe versucht den Schwung zu retten damit ich das Tempo mitnehme. Es hat wilder ausgesehen, als es eigentlich war. Im Mittelteil war es vielleicht ein bisschen verhalten, da habe ich versucht, wieder reinzufinden. Unten bin ich mit meiner Fahrt schon zufrieden.“

 

Viertbester ÖSV-Athlet war Daniel Hemetsberger (+1,60), der mit der sehr hohen Startnummer 42 abschwang, auf Rang zehn. Pepi Ferstl (+2,02) vom DSV-Aufgebot war oben pfeilschnell unterwegs, büßte danach aber immer mehr an Zeit an und schwang hinter Hemetsbergers Landsmann Daniel Danklmaier (+1,69) und dem Südtiroler Riccardo Tonetti (+1,73) auf Position 13 ab. Der ehrgeizige Swiss-Ski-Mann Stefan Rogentin (+2,18) wurde 17. Der Österreicher Christian Walder, seines Zeichens Freund der langsam wieder Selbstbewusstsein tankenden Conny Hütter, beendete seinen Arbeitstag auf der „Schneekristall“-Piste auf Position 20. Sein Rückstand auf Odermatt war mit zweieinhalb Sekunden jedoch sehr groß.

Walders Mannschaftskollege Stefan Babinsky reihte sich auf Rang 21 ein und war nur eine kleine Hundertstelsekunde langsamer. Vizeweltmeister Romed Baumann (+3,18) aus Deutschland hatte heute nichts mit der Entscheidung zu tun und beendete seinen Arbeitstag auf Platz 29. Mit einem Rückstand von 3,34 Sekunden landete der Südtiroler Dominik Paris, in Cortina d’Ampezzo als Super-G Weltmeister entthront, im weit abgeschlagenen Feld. Ein Platz außerhalb Punkteränge war auch für ihn ein Indiz, dass seine Fahrt nicht das Gelbe vom Ei und eine zum Vergessen war.

Das heutige Rennen war sehr ausfallsreich. So schieden von den den 54 an den Start gegangenen Athleten gleich 16 aus. Es erwischte unter anderem Paris‘ Landsmann Christof Innerhofer und Max Franz aus Österreich. Der letzte Super-G des Winters findet in elf Tagen in der Lenzerheide statt. Die größten Chancen auf den Gewinn der kleinen Kristallkugel hat Kriechmayr. Er liegt in der Disziplinenwertung weit voran, doch er hätte gerne schon heute die begehrte Trophäe mathematisch abgesichert.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

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