3 August 2022

Trotz Energiekrise: Skirennen in Sölden und Schladming nicht in Gefahr

Trotz Energiekrise: Skirennen in Sölden und Schladming nicht in Gefahr
Trotz Energiekrise: Skirennen in Sölden und Schladming nicht in Gefahr

Sölden/Schladming – Die Corona-Sache ist noch nicht ausgestanden; schon stehen mit dem Ukrainekonflikt und der Energiekrise zwei weitere Hiobsbotschaften ins Haus, die vor einigen Jahren unvorstellbar schienen. Die Zukunft schaut nicht so rosig aus, und die schmelzenden Gletscher tun ihr Übriges. Die Ötztaler beispielsweise sind zwar stolz auf ihren Gletscher, trotzdem kann ihnen die Produktion des weißen Goldes in der kalten Jahreszeit teuer zu stehen kommen.

In zweieinhalb Monaten will man in Sölden mit dem zur Tradition gewordenen Riesenslalom auf dem Rettenbachferner in den WM-Winter 2022/23 starten. Trotzdem ist man sich im Klaren, dass die gegenwärtige Energiekrise auch Top-Ressorts zusetzen kann. Wer Schnee herstellt und Lifte betreibt, weiß, dass es hierfür Strom benötigt. Auch wenn das Saison Opening sehr viel teurer wird, ist das Rennen im Ötztal keineswegs gefährdet.

Auch beim Nachtslalom in Schladming müssen die Veranstalter tiefer in die Tasche greifen. Zwischen Logistik, Aufbau und Security gibt es keinen Bereich, den die Teuerungswelle nicht betrifft. Skifans können dessen ungeachtet aufatmen; dem Event auf der berühmt-berüchtigten Planai steht nichts im Wege. Die Organisatoren glauben nicht, dass es aufgrund der Aufforderung zum Energiesparen und des Flutlichts nicht zu einer moralischen Debatte kommen wird. Dann könnte man auch keine Fußballspiele abends oder ein Open-Air-Konzert oder Ähnliches austragen.

Ohne Zweifel steht man vor Herausforderungen. Diesen muss man sich erfolgreich in den Weg stellen und an fairen und vor allem umsetzbaren Lösungen arbeiten. Dass der Sport darunter leidet, muss nicht sein. Das hätte er sich hinsichtlich seines Status als essentieller Wirtschaftsfaktor und den vielen Anhängern auf keinen Fall verdient. Das muss in aller Deutlichkeit auch einmal gesagt werden.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: krone.at (Auszug)

Der Herren Ski Weltcup Kalender der Saison 2022/23  

Der Damen Ski Weltcup Kalender der Saison 2022/23  




Verwandte Artikel:

Stefano Gross im Skiweltcup.TV-Interview: „Ich freue mich, wenn mich die Jungen im Team als Vorbild sehen!“ (Foto: © Archivio FISI/ Pentaphoto/ Pier Marco Tacca)
Stefano Gross im Skiweltcup.TV-Interview: „Ich freue mich, wenn mich die Jungen im Team als Vorbild sehen!“ (Foto: © Archivio FISI/ Pentaphoto/ Pier Marco Tacca)

Pozza di Fassa – Der italienische Ski Weltcup Rennläufer Stefano Gross, der im September 36 Jahre alt wird, ist ein routinierter Athlet. Er kann gemeinsam mit Giuliano Razzoli zu den Führungspersönlichkeiten im azurblauen Slalomteam gezählt werden. Er berichtet im Skiweltcup.TV-Interview über den Slalom als seine Lieblingsdisziplin, Marcel Hirschers Skifirma „Van Deer“, Henrik Kristoffersen und vieles… Stefano Gross im Skiweltcup.TV-Interview: „Ich freue mich, wenn mich die Jungen im Team als Vorbild sehen!“ weiterlesen

Martina Peterlini ist nach einer langen Leidenszeit wieder da (Foto: © Archivio FISI/ Pentaphoto/ Alessandro Trovati)
Martina Peterlini ist nach einer langen Leidenszeit wieder da (Foto: © Archivio FISI/ Pentaphoto/ Alessandro Trovati)

Rovereto – Martina Peterlini, die beste italienische Slalomläuferin der Gegenwart, kann aufatmen. Acht Monate nach ihrer schweren Knieverletzung hat sie wieder ihre Skier angezogen. Sie schielt auf den Saisonauftakt in Levi und möchte in Finnland – das Rennen geht in etwas mehr als drei Monaten über die Bühne – positiv auffallen und vorne mitmischen. Vor… Martina Peterlini ist nach einer langen Leidenszeit wieder da weiterlesen

Akira Sasaki denkt mit fast 41 Lenzen an die Olympischen Spiele 2026 (© Kraft Foods / Akira Sasaki)
Akira Sasaki denkt mit fast 41 Lenzen an die Olympischen Spiele 2026 (© Kraft Foods / Akira Sasaki)

Bariloche – Nach einer achtjährigen Abwesenheit kehrte der japanische Skirennläufer Akira Sasaki auf die Piste zurück. So belegte er im Rahmen der argentinischen Ski-Meisterschaften am Cerro Catedral den ersten Platz im Torlauf. Zudem träumt der Athlet aus Fernost von einer Olympiateilnahme im fernen Jahr 2026. Wie wir wissen, finden die Spiele im Zeichen der fünf… Akira Sasaki denkt mit fast 41 Lenzen an die Olympischen Spiele 2026 weiterlesen

Hahnenkamm News: Gondel-Verleihung für zwei Abfahrts-Helden (Foto: © HKR Kitzbühel)
Hahnenkamm News: Gondel-Verleihung für zwei Abfahrts-Helden (Foto: © HKR Kitzbühel)

Mit der Widmung einer Gondel der Hahnenkammbahn wurden Aleksander Aamodt Kilde (29) und Fritz Strobl (49) am Samstag, dem 13. August, in Kitzbühel für ihre Triumphe auf der Streif neuerlich geehrt. Natürlich bekam jeder seine eigene verliehen. Sport verbindet Generationen – so auch am Samstag in Kitzbühel. Mit Aleksander Aamodt Kilde (29) und Fritz Strobl (49) wurden zwei Abfahrtssieger gefeiert,… Hahnenkamm News: Gondel-Verleihung für zwei Abfahrts-Helden weiterlesen

Cornelia Hütter taucht in den Gletscherbach von Saas-Fee (Foto: © Cornelia Hütter / Instagram)
Cornelia Hütter taucht in den Gletscherbach von Saas-Fee (Foto: © Cornelia Hütter / Instagram)

Saas-Fee – Die österreichischen Speeddamen Stephanie Venier, Cornelia Hütter, Tamara Tippler, Mirjam Puchner und Christine Scheyer trainieren gegenwärtig noch am Gletscher von Saas-Fee. Hütter wagte sogar den Sprung in den Gletscherbach; beinahe kann man von uneingeschränkter Tiefenentspannung sprechen. Das Trainingslager in der Schweiz geht in Kürze zu Ende. Die zwei Mannschaftskolleginnen Ramona Siebenhofer und Nadine… Cornelia Hütter taucht in den Gletscherbach von Saas-Fee weiterlesen