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Über die Kristallkugeln und ihren „fehlenden“ Glanz

Das Objekt der Begierde: Die Skiweltcup-Kugel

Das Objekt der Begierde: Die Skiweltcup-Kugel

Jasná – Am Montag belegte die Schweizerin Lara Gut im Riesentorlauf im slowakischen Jasná den vierten Rang. Diese 50 Zähler genügten ihr, um an der verletzten Lindsey Vonn vorbei zu ziehen und sich den ersten Platz im Gesamtweltcup zu sichern. Doch glänzt die große Kristallkugel wirklich so hell, wenn sie sie beim Saisonkehraus im heimischen St. Moritz in die Höhe stemmen wird?

Nun gut, die großen Konkurrentinnen sind nicht mehr dabei. Anna Fenninger zerfetzte sich das Knie noch vor Saisonbeginn, Tina Maze aus Slowenien setzte ein Jahr aus, Mikaela Shiffrin verpasste trotz ihrer Dominanz im Slalom die halben Rennen, und Lindsey Vonn musste vor Kurzem wegen einer Knieverletzung die Segel streichen. Kritiker behaupten, dass es dann nicht mehr schwer ist, als Erste das Skijahr zu beenden.

Noch stehen sechs Rennen an. Heute übernahm Gut sozusagen kampflos die Spitzenposition in der Gesamtwertung. Lindsey Vonn muss tatenlos zusehen, auch wenn sie drei Rennen mehr gewonnen hat als die Schweizerin. Und die Eidgenossin wird die erste ihres Landes sein, die seit 1995 ganz oben stehen wird. Der Blick in die Annalen zeigt, dass Vreni Schneider die Letzte aus dem Swiss-Ski-Team war.

Marcel Hirscher gewann zum fünften Mal in Folge die große Kristallkugel. Er hat in den technischen Disziplinen, selbst, wenn es für die kleine Kugel im Slalomweltcup nicht reichte, Großes geleistet. Auch im Super-G verblüffte er alle und vor allem sich selbst. Trotzdem profitierte er vom Kitzbühel-Sturz seines ärgsten Widersachers Aksel Lund Svindal, dessen Vorsprung immer mehr schmolz. Die Konstanz, die Hirscher in Slalom und Riesentorlauf an den Tag legt, hat Hirscher geholfen. Ohne Zweifel.

Svindal, der die Speedbewerbe zu Beginn der Saison nach Belieben dominierte, kann am Ende mit leeren Händen dastehen. Beim Saisonfinale könnten ihn die Konkurrenten überholen. So wie es eben Lara Gut heute gemacht hat. Lindsey Vonn und Aksel Lund Svindal werden also wieder im nächsten Jahr angreifen. Die Schweizerin muss sich keineswegs als Zufallssiegerin sehen, aber im kommenden WM-Winter können wir uns wieder auf heiße Ski-Tänze gefasst machen. Das ist klar.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: www.faz.net

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