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UPDATE: Ski Weltcup Saison 2020/21 fordert flexiblen Rennkalender.

Ski Weltcup Saison und Ski-WM 2021 fordern situationsabhängige Weichenstellung.

Ski Weltcup Saison und Ski-WM 2021 fordern situationsabhängige Weichenstellung.

UPDATE:  Wie verschiedene Medien berichten, steht der 1. Juli 2020 als Deadline für die Vertragsabschlüsse mit den Veranstaltern der Ski Weltcup Saison 2020/21. Jetzt, wo die Corona-Pandemie auf einigen Erdteilen noch nicht einmal den Höhepunkt erreicht hat, und niemand eine zweite Welle ausschließen kann, bräuchte man bei der FIS einen Hellseher, mit einer großen Kristallkugel.

Wer will am 1. Juli 2020 die Entscheidung fällen, dass der normale FIS-Rennkalender bestand hält, Rennen nur in Europa stattfinden werden, oder wie Variante drei in Aussicht stellt, nur Teilnehmer aus Europa in Europa an den Start gehen werden.

Wir können alle nur hoffen, dass sich die Situation, so wie in Österreich und Deutschland, weltweite entwickelt und vor allem stabil bleibt. Aber kein Veranstalter ist in der kommenden Saison, mit dem Wissen von heute, „Hundertprozent“ sicher vor dem Virus.

Für kein Land auf der Welt kann die FIS am 1. Juli 2020 grünes Licht für die Rennen geben. Wenn sich Situationen vor Ort verschlechtern, werden die nationalen Behörden und die Gesundheitsämter einschreiten und Rennen, berechtigter Weise, verhindern.

Wahrscheinlich wird sich auch keine Versicherung finden, und wenn doch nur zu enorm hohen Preisen der Police, die eine Veranstaltung gegen den Corona-Virus versichert. Auch das Problem mit der Reisebeschränkung einzelner Staaten wird man nicht am 1. Juli 2020 lösen können.

In der vor uns liegenden Ski Weltcup Saison wird einiges anders sein. Hier ist das Verhandlungsgeschick der FIS gefordert, die in ihren Reihen sicher die richtigen Experten haben, die flexible Vorverträge mit den einzelnen Destinationen abschließen können, um auch kurzfristig auf die aktuelle Corona Situation zu reagieren. Neben den Vorverträgen ist es wichtig verschiedene Szenarien im Blick zu haben. Bereits in der letzten Saison hatte FIS-Renndirektor Markus Waldner immer einen Plan A, Plan B und Plan C in der Hinterhand. Im WM-Winter 2020/21 werden sicher noch wesentlich mehr Pläne, mit einigen Ersatzorten dazukommen.

In der extrem schwierigen, kommenden Ski Weltcup Saison, werden wir dann nicht nur auf eine positive Schneekontrolle hoffen, sondern auch auf das grüne Licht der Corona-Entscheidung vor Ort.

Kein Ski-Fan will aber, dass der internationale Skiverband am 1. Juli 2020 die Ski Weltcup Saison 2020/21 und die SKI-WM in Cortina d’Ampezzo vorzeitig abgesagt, und sich nicht der schwierigen Herausforderung stellt.

Wir hoffen alle, dass in 158 Tagen die Ski Weltcup Saison 2020/21 auf dem Rettenbachferner hoch ober Sölden eröffnet wird, und am 21. März 2021 seinen feierlichen Abschluss in Lenzerheide findet.

 

Cortina d’Ampezzo – Der Frühling des Jahres 2020 ist noch nicht einmal zu Ende, und schon jetzt hat man die Durchführung der alpinen Ski-Weltmeisterschaften in Cortina d’Ampezzo im Auge. Diese sollen, wenn alles nach Plan verläuft, vom 8 bis zum 21. Februar 2021 über die Bühne gehen. Da die gegenwärtige Corona-Pandemie die Sportwelt gehörig durcheinandergewirbelt hat, werden unterschiedliche Szenarien für die Großveranstaltung in den Alpen diskutiert.

Kaum vorstellbar, das bereits im Sommer eine Vorentscheidung fallen könnte, ob es eine normale Ski-WM wird oder ob sie sogar abgesagt wird. Vor Kurzem wurde vor Ort schon eine erste Krisensitzung abgehalten. Die derzeitige Entwicklung der Pandemie, und die voraussichtlich baldige Öffnung der Grenzen in Europa, stimmen die Verantwortlichen positiv.

Für die Austragung der WM-Rennen spricht auch, dass es sich um keinen Kontaktsport handelt, und die Rennen in der freien Natur ausgetragen werden. Um die Gesundheit der Skifans nicht zu gefährden, könnten auch Geisterrennen ausgetragen werden. Man muss auf alle Szenarien vorbereitet sein. Auch die Frage, ob Journalisten – und wenn ja, wie viele, dabei sein dürfen, muss einer Antwort zugeführt werden. Für diese Entscheidungen sollte man sich aber die nötige Zeit nehmen.

Ob die Aussage von Marco Büchel („Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir Rennen fahren.“) zielführend ist, bleibt dahingestellt. Auch den Gedanke, dass man die Ski-Festspiele in den bellunesischen Dolomiten auf 2022 verschiebt, in das selbe Jahr wo die Olympischen Winterspiele in Peking stattfinden, sollte man zum heutigen Zeitpunkt noch nicht diskutieren.

Auch wenn sich jeder Funktionär, Veranstalter und vor allem auch die Athleten/innen eine Planungssicherheit wünschen, kann man zwar einen Fahrplan festlegen, die Weichen müssen jedoch, abhängig von der Situation, kurzfristig gestellt werden.

Auf alle Fälle wird die Ski-Saison 2020/21 eine große Herausforderung werden. Sie kann nach dem gegenwärtigen Status quo wie eine Gleichung mit Tausenden von Unbekannten umschrieben werden.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quellen: krone.at, neveitalia.it

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