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Val d’Isére könnte abgesagten Riesentorlauf von Sölden übernehmen

FIS-Renndirektor Markus Waldner bedankte sich für die phantastische Arbeit des Pisten- und Organisationsteam.

FIS-Renndirektor Markus Waldner bedankte sich für die phantastische Arbeit des Pisten- und Organisationsteam.

Im Interview mit ORF-Moderator Rainer Pariasek erläuterte FIS Renndirektor Markus Waldner die Gründe für die Absage des Herren Riesenslalom Auftakt-Rennen in Sölden. Dabei bedankte er sich auch bei den Organisatoren, die eine phantastische Arbeit auf dem Rettenbachgletscher geleistet haben. Abschließend nahm der Südtiroler auch Stellung wo der Skiweltcup Riesentorlauf nachgetragen werden könnte.

Was können sie uns über die frühe Absage des heutigen Riesenslalom in Sölden sagen?

Markus Waldner: „Leider mussten wir das Rennen heute wieder absagen. Es schneit hier auf dem Gletscher unentwegt weiter. Wir waren bereits heute um 2 Uhr da, leider ist mehr Schnee gekommen als erwartet. Gestern waren 20 bis 30 Zentimeter angesagt, in der Zwischenzeit haben wir am Start über 50 Zentimeter. Es waren sechs Maschinen im Einsatz, und gegen 6 Uhr war die Strecke ziemlich sauber. Aber durch den starken Wind im oberen Teil hat es wieder Schneeverfrachtungen gegeben, und die Piste war wieder mit ca. 15 cm voll mit Schnee. Es war unmöglich den Schnee bis zu einer möglichen Startzeit aus der Strecke zu bringen. Auch die Wettervorhersagen sprechen von weiteren Schneefällen, bis zu weiteren 20 cm. Damit ist es für uns unmöglich ein faires, reguläres und vor allem sicheres Rennen durchzuführen.  Auch kommen immer wieder Nebelbänke in die Strecke, aber vor allem der Wind im oberen Teil macht uns große Probleme.“

Wie zufrieden sind sie mit der Arbeit der Organisatoren ?  

Markus Waldner: „Ein großes Kompliment an die Organisatoren und das gesamte Team um Isi Grüner und Rainer Gstrein, die eine phantastische Arbeit gemacht haben. Gestern haben wir ein tolles Rennen erlebt, auch wenn es im unterem Bereich schon etwas neblig war. Wir sind hier auf dem Gletscher, auf 3000 Meter oberhalb der Baumgrenze, da kann halt viel passieren. Letztendlich sind wir froh dass der Schnee gekommen ist, aber leider einen Tag zu früh.“

Erstmals kann auch ein Auftaktrennen nachgeholt werden! Gibt es bereits eine Neuansetzung?

Markus Waldner: Die Regel wurde beim FIS-Kongress angepasst, und alle großen Nationen haben zugestimmt. Das Rennen wird nachgeholt. Wir haben bereits heute Morgen Gespräche geführt, und sind in Verhandlungen. Klar ist, dass es nicht hier am Gletscher nachgetragen wird, der ÖSV hat es bereits an die FIS zurückgegeben. Das Rennen wird vor Weihnachten noch stattfinden, aber nicht in Amerika, weil wir in Beaver Creek bereits einen dreier Block haben. Also wird es in einer Station ausgetragen, wo wir bereits Rennen terminiert haben. Wir haben noch nicht die Unterschrift des Veranstalters, müssen noch die finanzielle Seite und TV-Rechte abklären. Bis morgen gibt es dann eine offizielle Kommunikation der FIS.

Zusatz der Skiweltcup.TV Redaktion: Da es in Europa in diesem Jahr nur noch zwei Destinationen gibt, wo der Herren Skiweltcup halt macht und ein Riesentorlauf Rennen möglich ist, in Alta Badia ein mehr als dichtes Programm wartet, wird der Riesenslalom höchstwahrscheinlich in Val d’Isére nachgetragen.

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