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Victor Muffat-Jeandet kommt mit jedem im Ski Weltcup gut aus

Victor Muffat-Jeandet kommt mit jedem im Ski Weltcup gut aus. (Foto: © Samo Vidic/Red Bull Content Pool)

Victor Muffat-Jeandet kommt mit jedem im Ski Weltcup gut aus. (Foto: © Samo Vidic/Red Bull Content Pool)

Annecy – Der französische Skirennläufer Victor Muffat-Jeandet schaut auf ein Jahr zurück, das ihm im Ski Weltcup zwei Podestplätze bescherte. Der Allrounder der Equipe Tricolore gab an, 50 Tage in Quarantäne gewesen zu sein. Die Corona-Pandemie und die schwere Zeit zu bewältigen ist nicht einfach, aber nützlich, um sich neuen Themen zu widmen. So lernt der Angehörige der Grand Nation Deutsch und arbeitet an seiner Fitness auf dem Hometrainer.

Normalerweise brechen die Franzosen im Spätsommer nach Ushuaia zum Schneetraining auf. Er ist dieses Trainingslager gewohnt, aber es wird schwer, dieses in diesem Jahr in die Realität umzusetzen. So wird man wohl auf den europäischen oder einheimischen Gletschern arbeiten. Im Juni kann das in Val d’Isère der Fall sein. Das Problem, wie von seinem Landsmann Johan Clarey angesprochen, wird sein, dass einige Nationen bereits vorher trainieren können. So arbeiten die Österreicher bereits in dieser Woche die Trainingsarbeit wieder aufgenommen. Die ungleiche Handhabung mit der Pandemie gestattet eben unterschiedliche Bestimmungen, und so werden wohl einige Athletinnen und Athleten mehr trainieren als andere.

Nochmals zur alten Saison. Muffat-Jeandet gibt sich die Note „fast befriedigend“. Der Franzose hatte zu Beginn Probleme, dann sehr gute Rennen. Im Riesentorlauf hat er gute Leistungen abrufen können und sich ein gewisses Level angeeignet. Normalerweise ist er am Ende des Winters stark, aber aufgrund der Corona-Geschichte hat man sehr viele Rennen verloren. Im Kampf um die große Kristallkugel, in dem sein Mannschaftskollege Alexis Pinturault nur um 54 Zähler das Nachsehen hatte, hatte jedoch der Norweger Aleksander Aamodt Kilde das Privileg, der Hauptdarsteller einer unglaublichen Saison zu werden.

Nach dem Super-G im oberösterreichischen Hinterstoder vertrat Muffat-Jeandet die Meinung, dass es Pinturault schaffen konnte. Es wäre jedoch ein Leichtes zu sagen, dass der Mann aus Courchevel gewonnen hätte, wenn man noch einige Rennen ausgetragen hätte. Pintu machte auch viele Fehler und ließ im Torlauf wichtige Zähler liegen.

So ist Luc Alphand der bislang letzte Franzose, der am Ende einer langen Saison den Gesamtweltcup für sich entscheiden konnte. Muffat-Jeandet berichtete, dass er mit den Büchern und Videos aufgewachsen sei und dass ein Autogramm sein ganzer Stolz war.

Bei der Wahl zum besten Skifahrer aller Zeiten landet Marcel Hirscher auf Platz eins, auch wenn die Vergleiche zwischen den unterschiedlichen Epochen immer schwer ist. Doch der Salzburger hat etwas Unglaubliches in Bezug auf Leistung und Kontinuität geleistet. Für die Eleganz nominierte der Angehörige der Equipe Tricolore Mikaela Shiffrin.

Der Slowene Zan Kranjec ist technisch am besten, und Muffat-Jeandets Teamkollege Mathieu Faivre erhält den Preis für Sensibilität. Mental am stärksten wäre Henrik Kristoffersen und Hirscher ein Kandidat für das Fair Play.

Aggressiv war eindeutig Hermann Maier, Alexis Pinturault ist instinktiv unterwegs und rein von der Machtdemonstration kommen dem Franzosen der Wikinger Kilde und der Südtiroler Dominik Paris in den Sinn.

Überraschend oder auch nicht ist der Fall, dass er keinen Athlet als arrogant oder unnahbar einstuft. Das hat einen einfachen Grund: Der Mann der Grand Nation verfügt glücklicherweise über ein gutes Verhältnis zu allen.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: neveitalia.it

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