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Viktoria Rebensburg im Skweltcup.TV-Interview: „Der Riesenslalom steht absolut an erster Stelle“

Viktoria Rebensburg im Skweltcup.TV-Interview: „Der Riesenslalom steht absolut an erster Stelle“ (Foto: Walter Schmid / Skiweltcup.TV)

Viktoria Rebensburg im Skweltcup.TV-Interview: „Der Riesenslalom steht absolut an erster Stelle“ (Foto: Walter Schmid / Skiweltcup.TV)

Uderns – Im Rahmen des DSV-Medientags im Zillertal, genauer gesagt in Uderns, standen viele deutsche Ski-Asse für ein Interview zur Verfügung. Auch Viktoria Rebensburg, die sympathische Frohnatur aus Bayern, erzählte uns ein wenig über die vergangene Saison, ihre gegenwärtige Fitness und ihren Plan bis zum Weltcupauftakt in Sölden.

Skiweltcup.TV: Mit einer Verletzung gestartet, in St. Moritz knapp am Podest vorbei geschrammt, in der Gesamtwertung auf Platz 9, und im Riesenslalom Weltcup auf Rang 7. Mit welchen Gedanken blickst du zurück auf die letze Saison?

Viktoria Rebensburg: Grundsätzlich war es einfach eine schwierige Saison. Die Probleme sind schon im Sommer losgegangen, als ich einige Trainingseinheiten auslassen musste. Auch das Schneetraining in Südamerika musste ich vorzeitig abbrechen. Zu dieser Zeit hat mich der Rücken ausgebremst.

Anfang Oktober kam dann noch die Verletzung (Schienbeinkopfbruch am rechten Knie, Anm. d. Red.) dazu. Dadurch war es sehr schwierig, den richtigen Rhythmus zu finden. Wenn man seine Trainingseinheiten in der Vorbereitung ohne Probleme absolvieren kann, hat man mehr Selbstvertrauen und kann auf einem höheren Niveau Ski fahren.

Es waren auch gute Rennen dabei, aber ich hatte nicht die Konstanz, die man sich durch eine gute Trainingsleistung erarbeiten kann. So war es eine Saison mit Höhen und Tiefen. Wir haben die nötigen Rückschlüsse gezogen, und jetzt freue ich mich auf die neue Saison.

Wie ist die Vorbereitung in diesem Sommer abgelaufen, und wie fit bist du bis zum heutigen Tag?

Wir sind im April, Mai nach Norwegen geflogen. In dieser Art habe ich zum ersten Mal meine Vorbereitung gestartet, und es war wirklich eine sehr coole Erfahrung. Wir haben zusammen mit den Norwegerinnen in Kvitfjell und Røldal trainiert. Ich habe hier, besonders im Speedbereich, einen guten Schritt nach vorne gemacht. Das hat sich auch bei den letzten Speed-Trainingseinheiten bemerkbar gemacht.

Im Sommer standen auch viele intensive Konditionstrainingseinheiten auf dem Programm, welche ich ohne Probleme absolviert habe. Ende Juli ging es wieder auf Ski, wobei wir dann im August etwas Pech mit dem Wetter hatten. Dadurch, und aufgrund einer kurzen Erkrankung, habe ich einige Riesenslalomtage verpasst. Darum habe ich auf die Reise nach Chile verzichtet und mein Training in Europa durchgezogen.

Gerade die letzten Wochen konnten wir in Saas Fee super trainieren. Von fünfzehn Tagen bin ich zwölf Tage bei besten Bedingungen Ski gefahren, und in dieser Zeit haben wir sehr intensiv am Riesenslalom gearbeitet.

Viktoria Rebensburg (Foto: Walter Schmid / Skiweltcup.TV)

Viktoria Rebensburg (Foto: Walter Schmid / Skiweltcup.TV)

Welche Vorteile ergeben sich für dich, durch die Zusammenarbeit mit dem norwegischen und schwedischen Team?

Ich denke, dies ist für alle Beteiligten eine sehr gute Sache. Die Kooperation ist auch menschlich interessant, da viele verschiedene Charaktere dabei sind. Auf der Speedseite arbeiten viele erfahrene Trainer, wo jeder von jedem profitieren kann.

Wie laufen die nächsten Wochen bis zum Saison-Opening in Sölden ab?

Wir gehen jetzt noch für sechs Tage nach Saas Fee. Die Tage vor Sölden sind wir dann, je nach Wetterbedingungen im Pitztal oder auf dem Mölltaler Gletscher unterwegs. Der Oktober ist für mich noch einmal ein wichtiger Trainingsmonat. Hier versucht man sich auf Bedingungen, die ähnlich wie in Sölden sind, einzustellen und viele Trainingskilometer zu sammeln. Das ist nicht immer einfach, zumal Sölden ein sehr schwieriger Hang ist. Es werden noch sehr intensive Wochen, auf die ich mich schon sehr freue.

Du bist nicht nur die erfolgreichste DSV Rennläuferin sondern, auch die Erfahrenste. Wie wichtig ist diese Erfahrung insbesondere in den Speed-Disziplinen?

Grundsätzlich braucht man in den Speed-Disziplinen viel Erfahrung, um erfolgreich zu sein. Je mehr Abfahrten und Super-G man auf verschiedenen Weltcuppisten gefahren ist, umso sicherer fühlt man sich.

Steht der Riesenslalom für dich also auch in der kommenden Saison an erster Stelle?

Der Riesenslalom steht absolut an erster Stelle. Darum haben wir auch gesagt, dass wir in Europa bleiben, um in dieser Disziplin einen guten Grundstock zulegen. Das haben wir auch in den letzten Wochen umgesetzt.

Alle reden zurzeit von Medaillen bei Olympia, kaum jemand von Kugeln. Du wirst die kleine Riesenslalomkugel sicher im Auge haben. Ist die große Kugel ganz außer Reichweite?

Grundsätzlich denke ich nicht an Medaillen oder Kugeln, und an die Große gleich dreimal nicht. Es muss einfach so viel zusammenpassen, damit man den Gesamtweltcup gewinnen kann. Ich denke definitiv, dass die Voraussetzungen bei mir da sind. Aber man braucht dazu von Ende Oktober bis Ende März das nötige Glück. Darum ist es für mich vorrangig wichtig, im Riesenslalom meine Leistung zu bringen, um da um die kleine Kugel mitzukämpfen. Aber auch in den Speeddisziplinen möchte ich vorne dabei sein. Das ist sowohl eine Challenge als auch eine coole Sache.

© Kraft Foods / Viktoria Rebensburg

© Kraft Foods / Viktoria Rebensburg

 

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