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Vincent Kriechmayr feiert Heimsieg beim Super-G von Hinterstoder

Vincent Kriechmayr feiert Heimsieg beim Super-G von Hinterstoder

Vincent Kriechmayr feiert Heimsieg beim Super-G von Hinterstoder

Der Oberösterreicher Vincent Kriechmayr nutzte seinen Heimvorteil auf der „Hannes Trinkl Weltcupstrecke“ und feierte in Hinterstoder, in einer Zeit von 1:33.08 Minuten, seinen sechsten Weltcupsieg, den vierten in einem Super-G. Mauro Caviezel musste sich, wie bereits in Saalbach-Hinterglemm knapp geschlagen geben, dem Schweizer fehlten zum Sieg fünf Hundertstelsekunden. Mit Matthias Mayer (+ 0.08) sicherte sich ein weiterer Österreicher, als Dritter, einen Podestplatz.

 

Vincent Kriechmayr: „Besser geht es einach nicht. Bei einem Heimrennen gewinnen ist schon etwas Besonderes. Ich war selten so nervös. Normal schlafe ich wie ein Baby, heute habe ich nicht gut geschlafen. Nicht weil ich den Druck von außen gespürt habe. Aber daheim will man natürlich zeigen was man kann. Hannes Trinkl hat einmal gesagt: Druck braucht man auch, weil es einen pusht. Das habe ich versucht umzusetzen. Ich wollte es vor allem genießen, weil so ein Heimrennen hat man nicht oft. Im Super-G-Weltcup liegen wir alle knapp zusammen. Ich glaube, das Weltcup-Finale wackelt ein bisschen, dann könnte Kvitfjell das letzte Rennen sein. Fünf Läufer so knapp zusammen, da wird es sicherlich spannend werden.“

Mauro Caviezel: Wenn man sich zwischen zwei Österreichern auf dem zweiten Platz einreiht, und auf dem Podest steht, ist das nicht schlecht. Der Rückstand ist knapp, aber da habe ich mich in dieser Saison schon daran gewöhnt. Manchmal ist es für dich, manchmal gegen dich. Ich mache mir nicht zu viele Gedanken um den Super-G Weltcup, aber natürlich wäre es schön, wenn ich vorne bleibe.

Matthias Mayer: Acht Hundertstel oder die drei Hundertstel auf den österreichischen Doppelsieg sucht man natürlich schon. Ich denke, es war die Ausfahrt aus dem Steilhang, da bin ich in die Schläge reingekommen. Aber es ist da runter ein wirklich schwieriger Hang. Gratulation an Vinc, er hat das mit Startnummer 1 richtig gut runtergezogen. Es waren schwierige Bedingungen. Gestern war es richtig kalt, da haben wir uns gefreut. Aber heute ist der Föhn gekommen. Zum Glück haben sie gut gearbeitet, sonst wäre das Rennen nicht möglich gewesen.

 

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Der Pechvogel des Tages heißt Alexander Aamodt Kilde, der nach 33 Fahrsekunden spektakulär zu Sturz kam, und hoffentlich unverletzt blieb. Der Norweger (336 Weltcuppunkte) musste durch das Missgeschick die Führung im Super-G Weltcup an Mauro Caviezel (365) abgeben und liegt nun hinter Vincent Kriechmayr (362) nur noch auf dem dritten Rang. Matthias Mayer liegt mit 41 Punkten Rückstand auf dem 4. Platz.

Im Gesamtweltcup hat Kilde wichtige Weltcuppunkte liegen gelassen. Der Norweger führt zwar noch mit 1022 Zähler, jedoch sind ihm Henrik Kristoffersen (957 / – 65) und vor allem Alexis Pinturault (948 / – 74) näher gekommen.

 

Aleksander Aamodt Kilde: „Ein bisschen schmerzt das Knie, aber ich hoffe dass es okay ist. Wenn man Risiko nimmt, kann so etwas passieren. Es ist natürlich schade, vor allem weil der Sturz auch etwas komisch war. So habe ich viele Punkte im Gesamt- und Super-G Weltcup verloren. Aber ich gebe weiter Gas und dann schauen wir weiter.“

Thomas Dreßen: Mir hat es beide Schultern ausgekugelt. Die Schmerzen sind schon groß. Es ist schade, ich wäre vor meinem Fanklub schon gerne ins Ziel gekommen. Jetzt fahre ich heim und werde morgen oder Montag abklären lassen ob etwas passiert ist. Meiner Meinung nach war die Spur zu schmal gesalzen. Auf der Spur selber war es okay. Wenn man so wie ich etwas neben die Spur kommt, sollte es nicht gleich den Ski fressen.  Es war vom Gefühl ähnlich wie letztes Jahr bei meinem Sturz in Beaver Creek. Es ist keine Kritik am Veranstalter, die machen alles, damit wir Rennen fahren können. Die FIS sollte sich schon mal hinsetzten und überlegen, wie man Rennen sicherer machen kann. Man redet immer von Ski und so weiter, aber wenn die Piste grenzwertig ist, dann weiß ich nicht, ob das Ganze so gescheit ist. Wir fahren alle gerne Rennen. Aber wenn es von der Sicherheit her grenzwertig ist und es dich schmeißt, nur weil du knapp neben die Spur kommst, das kann es wirklich nicht sein.

 

An der gleichen Stelle, wie der Wikinger, rutschte auch DSV-Rennläufer Thomas Dreßen aus dem Kurs, der sich beim letzten Super-G in Saalbach-Hinterglemm noch als Sieger feiern lassen konnte. Der Deutsche klagte im Zielraum über Schmerzen nach dem er sich beide Schultern nach vorne auskugelte. Er wird nun die Heimreise antreten und bei einer Untersuchung die Folgen abklären lassen. Ebenfalls Pech hatte Andreas Sander, der bei hohem Tempo an einem Riesentorlauf-Tor einfädelte und ebenfalls stürzte.

Zurück zum Super-G von Hinterstoder. Eine starke Leistung zeigte der Franzose Alexis Piturault (+ 0.24) der sich vor dem Schweizer Beat Feuz (5; + 0.93) und dem Norweger Kjetil Jansrud (6; + 1.15)  auf dem vierten Rang einreihte.

Hinter dem Franzosen Nils Allegre (7; + 1.58) reihten sich die beiden Italiener Mattia Casse (+ 1.65) und Emanuele Buzzi (+ 1.67) auf den Plätzen acht und neun ein.

Seine aufsteigende Form stellte Gino Caviezel (+ 1.94) unter Beweis. Der Schweizer konnte sich mit Rang zehn über seine beste Saison-Platzierung im Super-G freuen.

Innerhalb der Top 15 positionierten sich der Kärntner Max Franz (11; + 1.97), James Crawford (12; + 2.09) aus Kanada, DSV Rennläufer Josef Ferstl (13; + 2.16), Marco Odermatt (14.; + 2.34) aus der Schweiz und der US-Amerikaner Travis Ganong (15; + 2.41).

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