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Vincent Kriechmayr holt sich die goldene Super-G-Gams von Kitz 2021

Die goldene Gams im Super-G geht an Vincent Kriechmayr

Die goldene Gams im Super-G geht an Vincent Kriechmayr

Kitzbühel – Am heutigen Mittwoch wurde im Rahmen des verlängerten Hahnenkammwochenendes in Kitzbühel ein Super-G der Herren ausgetragen. Der Österreicher Vincent Kriechmayr, der in den Abfahrten hinter seinen eigenen Erwartungen zurückblieb, gewann am Ende in einer Zeit von 1.12,58 Minuten sowohl das Rennen als auch eine goldene Gams. Zudem zog der Oberösterreicher in der Disziplinenwertung an den verletzten Aleksander Aamodt Kilde aus Norwegen und Mauro Caviezel aus der Schweiz vorbei, sodass er sich das rote Trikot des Führenden überziehen konnte.

Marco Odermatt aus der Schweiz lag als Zweiter nur 0,12 Sekunden zurück. Matthias Mayer (+0,55) aus Österreich klassierte sich als Dritter zum dritten Mal innerhalb von vier Tagen auf dem Podest – eine bärenstarke Leistung.

 

Vincent Kriechmayr: „Es war auf alle Fälle eine gute Fahrt. Es war nicht fehlerfrei, aber ich war ziemlich am Limit. Ich habe den Ski kompromisslos runtergelassen. Lieber draußen stehen als mit einer oder zwei Sekunden Rückstand unten stehen. Am Hausberg hat es mich rausgedrückt, aber da ist es heute schwer zu fahren. In der Traverse sind vielleicht noch zwei Zehntel drinnen, aber ich bin trotzdem gut drüber gekommen. Die Nummer 5 war sicher kein Nachteil. Die Erleichterung ist schon groß. Ich war so am Limit, mir sind bei den kleinen Wellen immer wieder die Skispitzen gekommen. Ich hab mir nur gedacht: Drück in runter, egal ob du draußen liegst. Also damit meine ich ausscheiden, ein Sturz ist nie gut.“

Marco Odermatt: „Es ist ein genialer Tag! Ich muss sagen, ich hatte heute sicherlich auch etwas Glück mit dem Licht. Die Fahrt war am Limit. Im Super-G findet man 12 Hundertstel immer. Ich will wegen diesem Rückstand überhaupt nicht jammern. Leider konnte ich am Freitag mit Startnummer 31 nach dem Abbruch nicht mehr ins Rennen gehen. Vielleicht hätte ich da einige Punkte mehr mitnehmen können.“

Matthias Mayer: „Oben bin ich gut ins Rennen gekommen. Bei der dritten Kurve habe ich gemerkt, dass es extrem eisig ist und es mehr Schläge hat. Man muss gefühlvoll fahren. Bis zum Oberhausberg ist mir das gelungen. Ich habe gedacht, dass ich da noch viel mehr verliere, da ich gute fünf Meter unter der Ideallinie war musste ich bergauf fahren. Unten war ich dann wieder recht schnell unterwegs. Der Grundspeed ist aber auf jeden Fall da, sonst könnte ich nicht ganz vorne mitfahren. “

 

Daten und Fakten zum 3. Ski Weltcup-Super-G
der Herren in Kitzbühel 2020/21

FIS-Startliste – Super-G der Herren in Kitzbühel
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Apropos bärenstark: So oder so ähnlich kann man die Fahrt des Südtiroler Routiniers Christof Innerhofer bezeichnen, der schon gestern als Vierter auf sich aufmerksam machte. Dem Pusterer fehlten heute nur lausige vier Hundertstelsekunden, um vom Podestfoto der besten Drei zu lachen.

 

Christof Innerhofer: „Es ist ein Super-G, wo man viel Courage haben muss. Man muss die drei, vier Schlüsselpassagen gut treffen. Die zwei vierten Plätze sind nach meiner Corona-Infektion sicherlich eine Überraschung. Aber als Athlet muss man immer an sich glauben. Jedes Rennen fängt bei null an. Man sieht, dass der Kopf viel ausmacht. Mit dem Kopf kann man viel wettmachen, was vielleicht weniger Benzin in den Hax’n ist.“

 

Christian Walder (+0,70) aus Österreich komplettierte als Fünfter das sehr gute ÖSV-Teamresultat. Der Freund von Conny Hütter verwies den Kanadier James Crawford (+1,11), der mit der vergleichsweise hohen Startnummer 28 die Top-10 noch etwas ärgerte, auf Rang sechs. Eine Überraschung war auch der ÖSV-Starter Stefan Babinsky, der vier Athleten hinter dem Mann mit dem Ahornblatt in der Landesflagge, an den Start ging. Mit 1,19 Sekunden Rückstand auf Kriechmayr knallte er die siebtbeste Zeit in den Schnee.

Gut präsentierten sich wieder die DSV-Herren, so Andreas Sander, der sich mit dem eidgenössischen Jungspund Loic Meillard (+je 1,41) den achten Platz teilte. Auf Position zehn schwang Romed Baumann ab, der auf seinen einstigen Mannschaftskollegen Kriechmayr 1,52 Sekunden einbüßte. Pepi Ferstl aus Deutschland verpasste als Zwölfter nur um acht Hundertstelsekunden den Sprung unter die Top-10. Daniel Hemetsberger (+1,75) vom ÖSV-Team reihte sich als 15. vor dem DSV-Mann Dominik Schwaiger (16.; +1,78) ein. Nicht so gut unterwegs waren Max Franz (+2,02) aus Österreich und der Swiss-Ski-Athlet Gino Caviezel (+2,04); die beiden Athleten belegten die Plätze 19 und 21.

 

Max Franz: „Zufrieden kann ich heute nicht sein. Der Lärchenschuss war einfach nicht gut. Es verzeiht dort keinen Fehler. Ich musste brutal abstechen, und danach geht es dann flach weiter. Es war ein Kurzschluss von mir, ich war einfach zu früh.“

 

Eine durchwachsene Vorstellung bot Dominik Paris (+2,18) aus Südtirol, der sich als 24. Nur über wenige Weltcupzähler freuen konnte. Punkte müsste es auch für den Eidgenossen Stefan Rogentin (+2,25) und den routinierten Österreicher Hannes Reichelt (+2,30) geben; das Duo schwang auf den Positionen 27 und 28 ab. Darüber hinaus sind auch einige Athleten ausgefallen. Der bekannteste Name war jener des Swiss-Ski-Mannes Beat Feuz, der beide Abfahrten für sich entschied. Der nächste Super-G der Herren, es ist der letzte vor der Ski-WM in Cortina d‘Ampezzo, findet am 5. Februar in Garmisch-Partenkirchen statt.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Zwischenstand nach 45 Rennläufern

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