29 Oktober 2021

Vor 20 Jahren verunglückte Super-G Weltmeisterin Régine Cavganoud tödlich

© Gerwig Löffelholz / Vor 20 Jahren starb Régine Cavagnoud
© Gerwig Löffelholz / Vor 20 Jahren starb Régine Cavagnoud

Thônes – 20 Jahre sind in eine lange Zeit, doch vergessen wollen wir in Tagen wie diesen keineswegs die charismatische Skirennläuferin Régine Cavagnoud, die ihr Leben auf eine sehr tragische Weise verlor. Die Super-G-Weltmeisterin des Jahres 2001 stieß bei einem Trainingsunfall mit dem DSV-Trainer Markus Anwander mit den Köpfen zusammen. Während der Deutsche sich von seiner Verletzung erholen konnte, musste die damals 31-Jährige zwei Tage später ihr Leben lassen. Ihre Kopf- und Oberkörperverletzungen waren zu schwer.

Cavagnoud, wenige Tage vor dem verhängnisvollen Unfall Dritte beim Riesenslalom von Sölden, war zuversichtlich in die Olympiasaison 2001/2022 gestartet. Mit gutem Recht: So wurde die Angehörige der Equipe Tricolore im gleichen Jahr in St. Anton Super-G-Weltmeisterin und wusste sowohl in dieser Disziplin als auch im Riesentorlauf und in der Abfahrt zu überzeugen und hätte, hätte es diesen fatalen Zwischenfall am Pitztaler Gletscher nicht gegeben, wohl zu den Medaillenanwärterinnen in Salt Lake City gehört. Doch das Leben findet bekanntlich nicht in der Möglichkeitsform statt.

Im Laufe ihrer durchaus erfolgreichen Karriere gewann sie sieben nationale Meistertitel. Überdies stand Cavagnoud bei acht Weltcuprennen auf der höchsten Stufe des Podests. Neben dem erwähnten Erfolg in den Tiroler Alpen sicherte sie sich auch die kleine Kristallkugel im Super-G. Tragisch ist die Komponente, dass die beiden Errungenschaften just mit ihrem Todesjahr in einem Atemzug genannt werden müssen.

Die Französin weilt nicht mehr unter uns; die Erinnerung an eine stets lächelnde, faire und verantwortungsbewusste Athletin wollen wir mit dieser kleinen Erinnerung hoch halten. Ihr allzu früher Tod hat eine große, niemals zu schließende Lücke im Skirennsport hinterlassen. Wir wollen ihr für die schönen und emotionsgeladenen Momente danken, die sie uns geschenkt hat, wo auch immer sie nun ist und uns zuschaut.

Der Herren Ski Weltcup Kalender der Saison 2021/22  

Der Damen Ski Weltcup Kalender der Saison 2021/22  

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

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