5 Oktober 2021

Vor 25 Jahren verunglückte ÖSV-Skirennläufer Richard Kröll tödlich

Trauriger Blick in die Chronik: Vor 20 Jahren starb ÖSV-Skirennläufer Richard Kröll (Foto: Atomic Autogrammkarte
Trauriger Blick in die Chronik: Vor 25 Jahren starb ÖSV-Skirennläufer Richard Kröll (Foto: Atomic Autogrammkarte)

Ginzling – Es gibt Nachrichten abseits der Skirennpiste, die einem so nahe gehen, als ob sie sich erst gestern sich zugetragen haben. Eine davon ist sicherlich die schreckliche Nachricht vom Unfalltod des allseits beliebten Skirennläufers Richard Kröll aus Österreich. Der Tiroler, der vor allem in den Disziplinen Riesentorlauf und Super-G erfolgreich war, starb heute vor 25 Jahren. Er wurde nur 28 Jahre alt.

„Richie“, wie Richard Kröll von allen liebevoll gerufen wurde, kam durch seinen Onkel zum alpinen Skisport. Bereits im Alter von 18 Jahren sicherte er sich einen ÖSV-Kaderplatz. Ein Jahr später jubelte über den Gewinn der Junioren-Weltmeisterschaftsgoldmedaille im Riesenslalom. Auch im Europacup blieb sein fahrerisches Talent nicht unentdeckt. Zehn Tage nach seinem 20. Geburtstag feierte er im Ski Weltcup sein Debüt; damals gab es nur für die ersten 15 des Klassements Punkte. Beim Riesentorlauf in Saalbach-Hinterglemm gab es einen Zähler; Kröll war am Ziel seiner Träume angekommen.

Zu Beginn des Jahres 1990 war er in den Riesentorläufen von Alta Badia/Hochabtei und von Veysonnaz erfolgreich. Sein dritter und letzter Weltcupsieg datiert aus dem März 1995, als er in Bormio den Super-G als letzter Starter sensationell für sich entschied. In der gleichen Disziplin gewann er zweimal den nationalen Meistertitel. Er hätte sicher mehr Siege feiern können, wenn er nicht verletzungsbedingt hie und da pausieren musste. Bei der Ski-WM in Morioka im fernen Jahr 1993, die durch die Wetterkapriolen traurige Berühmtheit erlangte, schwang er im Riesentorlauf als Elfter ab. Bei den Olympischen Winterspielen in Lillehammer im Folgejahr war er nicht mit von der Partie, weil teamintern die Konkurrenz zu groß war.

Da er sowohl im Super-G als auch im Riesentorlauf erfolgreich war, glaubten viele zu wissen, dass er eine schöne und gute Karriere erlebt hätte, wenn sein Leben nicht bei einem Verkehrsunfall allzu früh zu Ende gegangen wäre. Unmittelbar vor dem Saisonbeginn 1996/97 krachte er mit seinem Auto gegen einen entgegenkommenden Reisebus. Das Auto des Skirennläufers wurde komplett zerstört, Kröll wurde nur noch tot geborgen. Der Tiroler hinterließ seine Gattin und seine erst drei Jahre alte Tochter. Wir von skiweltcup.tv möchten mit den Zeilen an einen Athleten denken, dem es nicht vergönnt war, die Lorbeeren seines Erfolgs zu ernten und der durch seine einfache und bescheidene Art immer in unserem Herzen weilen wird.

Der Herren Ski Weltcup Kalender der Saison 2021/22  

Der Damen Ski Weltcup Kalender der Saison 2021/22  

Sterbebild Richard Kröll (© C. Schwemberger)
Sterbebild Richard Kröll (© C. Schwemberger)

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Verwandte Artikel:

Roland Leitinger und Co. wollen auch in den nächsten Riesenslaloms mit Konstanz punkten
Roland Leitinger und Co. wollen auch in den nächsten Riesenslaloms mit Konstanz punkten

Sölden – Der österreichische Skirennläufer Roland Leitinger ist mit dem zweiten Rang beim gestrigen Riesentorlauf in Sölden optimal in den Olympiawinter 2021/22 gestartet. Die Klatsche, die die ÖSV-Herren im Jahr zuvor auf dem Rettenbachferner erleben mussten, scheint vergessen. Nun will man im Riesenslalom konstant gute Leistungen abrufen. So kann man bei den nächsten Rennen durchaus… Roland Leitinger und Co. wollen auch in den nächsten Riesenslaloms mit Konstanz punkten weiterlesen

Mikaela Shiffrin kann, trotz Tränen, wieder lachen
Mikaela Shiffrin kann, trotz Tränen, wieder lachen

Sölden – Nach 24 harten Monaten freute sich die US-amerikanische Skirennläuferin Mikaela Shiffrin über ihren Sieg in Sölden. Der Triumph im Riesentorlauf ist gleichzeitig der 70. Erfolg bei einem Ski Weltcup Rennen. Die 26-Jährige dominierte das Geschehen und wirkte sichtlich gelöst. Im Zielraum wartete Mutter und Mentorin Eileen, aber auch Freund Aleksander Aamodt Kilde. Auch… Mikaela Shiffrin kann, trotz Tränen, wieder lachen weiterlesen

Lara Gut-Behrami schaut nach Ski Weltcup Auftakt optimistisch in die Zukunft
Lara Gut-Behrami schaut nach Ski Weltcup Auftakt optimistisch in die Zukunft

Sölden – Die eidgenössische Skirennläuferin Lara Gut-Behrami eröffnete ihren Ski Weltcup Winter 2021/22 beim Riesentorlauf in Sölden mit einem zweiten Platz. Sie kann zufrieden sein und schaut schon zuversichtlich auf die bevorstehenden Einsätze. Vor gut drei Jahren landete sie hinter der französischen Siegerin Tessa Worley mit dreieinhalb Sekunden Rückstand auf Position 14. Die Tessinerin hat… Lara Gut-Behrami schaut nach Ski Weltcup Auftakt optimistisch in die Zukunft weiterlesen

Manuel Feller startet mit starken Partnern in die Olympia-Saison
Manuel Feller startet mit starken Partnern in die Olympia-Saison

Manuel Feller hat zu Beginn der neuen Saison allen Grund zur Freude: Der Fieberbrunner Publikumsliebling eröffnete den Winter 2021/22 mit einem soliden 15. Platz in Sölden. Neben dieser Tatsache und dem Wissen, dass die Vorbereitungen körperlich und skitechnisch sehr gut waren, verlängerte Feller nun auch den Vertrag mit seinem Hauptsponsor, der Tiroler Hotelsoftware-Firma „Casablanca“, um… Manuel Feller startet mit starken Partnern in die Olympia-Saison weiterlesen

Livio Magoni möchte Meta Hrovat behutsam an die Spitze führen
Livio Magoni möchte Meta Hrovat behutsam an die Spitze führen

Sölden – Livio Magoni, der frühere Trainer von Petra Vlhová, startet nun mit der Skirennläuferin Meta Hrovat in ein neues Abenteuer. Nach der Trennung suchte der Italiener einen neuen Posten und heuerte im slowenischen Team an. Er will die vielversprechende, junge Athletin an die Spitze führen. Man möchte in Peking, wenn die Olympischen Winterspiele im… Livio Magoni möchte Meta Hrovat behutsam an die Spitze führen weiterlesen

Banner TV-Sport.de