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Vorschau auf Val d’Isere: Wer soll Marcel Hirscher schlagen?

© Ch. Einecke (CEPIX) / Marcel Hirscher

© Ch. Einecke (CEPIX) / Marcel Hirscher

Der alpine Weltcup- Zirkus kehrt zurück nach Europa. In Val d‘ Isere stehen für die Herren am Samstag ein Riesenslalom und der erste Slalom der Saison am Sonntag auf dem Programm.

Im Riesenslalom gilt Marcel Hirscher als Top- Favorit. Nach seinem Sieg in Beaver Creek wird der Österreicher in Val d’Isere mit dem roten Trikot als Führender der Disziplinenwertung an den Start gehen. Außerdem ist Hirscher in Val d’Isere Titelverteidiger und würde gerne seinen Sieg aus dem Jahr 2013 wiederholen. Ted Ligety möchte wieder in die Erfolgsspur zurückfinden und seinen Ausscheider im 1. Lauf beim Heimrennen in Beaver Creek schnellst möglichst vergessen machen. Auch Alexis Pinturault (Start entscheidet sich kurzfristig) und Thomas Fanara konnten im 2. Riesenslalom der Saison keine Punkte sammeln. Deshalb sind die beiden heiß darauf vor Heimpublikum zu zeigen was sie können. Vielleicht schaffen es die beiden Franzosen ihre guten Platzierungen aus dem Jahr 2013 zu wiederholen. Damals wurde Thomas Fanara Zweiter und Alexis Pinturault erreichte Platz 4.

Wegen den Folgen seines Sturz beim Weltcup-Riesenslalom in Beaver Creek muss Alexis Pinturault auf einen Start beim Heimrennen verzichten. Die Verletzung am rechten Unterschenkel und auch immer wieder auftretende Kopfschmerzen verhindern eine Teilnahme.   

Dritter in diesem Rennen wurde Stefan Luitz. Den Allgäuer muss man auch heuer wieder auf der Rechnung haben. Zum einen weil ihm die Piste „La face de Bellevarde“ zu liegen scheint, denn auch 2012 stand Luitz in Val d’Isere als Zweiter auf dem Podest und zum anderen hat er in Beaver Creek mit seinen Zwischenzeiten gezeigt, dass er an einem guten Tag in der Lage ist die Besten anzugreifen. Einzig einem Fahrfehler im 2. Durchgang war es geschuldet, dass es am Ende nur zu Platz 23 reichte. Bester Deutscher in Übersee war Felix Neureuther mit Platz 5. Wenn er dieses Ergebnis in Frankreich wiederholen könnte, dürfte der 31- Jährige zufrieden sein. Weitere Kandiaten für die vorderen Plätze sind der Zweite und der Dritte von Beaver Creek, der Franzose Victor Muffat- Jandet und der Norweger Henrik Kristoffersen.

Mit großer Spannung wird der erste Showdown im Slalom am Sonntag erwartet. Nach dem das Rennen in Levi (FIN) dem Wetter zum Opfer gefallen ist, brennen die Slalom-Asse darauf in ihrer Paradedisziplin an den Start gehen zu dürfen. Aufgrund seiner aktuell überragenden Form mit 2 Siegen in Beaver Creek wird Marcel Hirscher auch im Slalom als Favorit an den Start gehen. Sein größter Rivale dürfte auch in diesem Jahr Felix Neureuther sein. Nach dem zweiten Rang in der Slalom-Wertung in der Vorsaison will der Garmischer in dieser Saison endlich die kleine Kristallkugel. Ein weiterer Podest-Kandidat für den Deutschen Skiverband ist Fritz Dopfer. Wenn Dopfer 2 Top-Läufe erwischt, kann er ganz nach vorne fahren, aber auch sonst sollte ein Top 10- Resultat machbar sein. Auf ein paar Plätze weiter vorne dürfte Henrik Kristoffersen schielen. Als Vierter der Slalom-Wertung in der letzten Saison, zählt der Norweger automatisch zum Favoritenkreis und mit Rang 3 im Riesenslalom von Beaver Creek hat er bewiesen, dass er schon zu Saisonbeginn topfit ist. In dieser Saison noch gar nicht am Start war Alexander Khoroshilov. Der reine Slalom-Spezialist reist daher mit vollen Kraftreserven nach Val d’Isere, wo es 2013 nur zu Platz 27 reichte. Doch seit dem hat sich der Russe enorm weiterentwickelt und in der Saison 2014/2015 drei Podestplätze eingefahren. Am Ende wurde er hinter Marcel Hirscher und Felix Neureuther Dritter in der Slalom-Wertung. Auch die Italiener haben mit Giuliano Razzoli und Stefano Gross zwei Kandidaten für eine vordere Platzierung in ihren Reihen. Für eine Überraschung könnte André Myhrer sorgen. Nachdem es in der letzten Saison nur zu Gesamtrang 12 im Slalom reichte, scheint der Schwede aktuell wieder besser in Form zu sein. Nach Rang 4 im Riesenslalom von Beaver Creek würde er sicherlich gerne nachlegen und auch im Slalom wieder um das Podest mitkämpfen.

Bericht für Skiweltcup.TV: Jonas Klinke

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