14 Mai 2020

Vorsichtig optimistischer Peter Schröcksnadel blickt in die Zukunft

Vorsichtig optimistischer Peter Schröcksnadel blickt in die Zukunft
Vorsichtig optimistischer Peter Schröcksnadel blickt in die Zukunft

Innsbruck – Der letzte Winter wurde vor dem Saisonkehraus in Cortina d’Ampezzo abgebrochen. Sowohl der Beginn der neuen Saison in Sölden als auch die für Februar 2021 angesetzte Ski-WM sind nicht zu 100 Prozent sicher. Auch weiß man nicht, ob die traditionellen Speedrennen in Nordamerika durchgeführt werden können.

ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel befürchtet, dass die Menschheit den Coronavirus nie mehr ganz loswerden wird. Des Weiteren fände es der ÖSV-Präsident nach eigenen Angaben für weniger tragisch, wenn man Geister-Rennen ausgetragen würde, zumal Ski fahren kein Kontakt- dafür aber ein Fernsehsport sei.

Aber natürlich sieht er auch die Probleme die auf die FIS zukommen können. Ski fahren ist im Unterschied zum Fußball eine internationale und keine nationale Sache. Und man muss in Betracht ziehen, ob die Ski-Stars anreisen dürfen. Man muss abwarten, wie sich das Ganze entwickelt. Auch auf die Frage, falls sich eine Skirennläuferin oder ein Skirennläufer am Veranstaltungsort infiziert, muss einer Antwort zugeführt werden.

Aufgrund der momentanen, unübersichtlichen Lage bleibt der Tiroler noch für ein Jahr im Amt. Vor der bevorstehenden Saison bietet der ÖSV allen Athletinnen und Athleten unentgeltliche Grippeimpfungen an. Da die rot-weiß-roten Ski-Asse bereits wieder auf den heimischen Gletschern trainieren konnte, blickt der Tiroler mit einem Funken vorsichtigen Optimismus in die Zukunft.

Auf die Trennung von Speedtrainer Roland Assinger angesprochen, meinte der hohe Sportfunktionär, dass der Kärntner einige Bonuspunkte wollte und das keinesfalls umsetzbar gewesen sei. In Bezug auf Assingers Nachfolger Florian Scheiber meinte Schröcksnadel, dass der junge Trainer, der das Vertrauen des Präsidenten genieße und mit den ihm zugetragenen Aufgaben wachsen werde.

Zudem erwartete sich der 78-Jährige viel von Mike Pircher und Ferdinand Hirscher. Das Duo, das Marcel Hirscher zum Superstar geformt hatte, soll das Riesentorlaufteam der Herren wieder zu Erfolgen führen. Vereinzelt gute Athleten á la Roland Leitinger bilden in den Augen Schröcksnadels dessen ungeachtet noch keine Mannschaft.  Rein sportlich sollte es das Ziel sein, die an die Schweiz abgetretene Vormachtstellung in der Nationenwertung im nächsten Winter wieder zurückzuholen.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quellen: sport.orf.at, krone.at (Auszug)

Verwandte Artikel:

Ilka Stuhec freut sich über gute Trainingsbedingungen in Ushuaia (Foto: © SloSki Alpine team / Facebook)
Ilka Stuhec freut sich über gute Trainingsbedingungen in Ushuaia (Foto: © SloSki Alpine team / Facebook)

Ushuaia – Die slowenischen Technikerinnen und Techniker und Speedkönigin Ilka Stuhec sind vor sieben Tagen zur Saisonvorbereitung nach Argentinien gereist. Auch die Speed-Herren folgen. Doch die Reise steht unter keinem guten Stern. Einer von den Athleten steht unter dem Verdacht, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben. Wer der Betroffene ist, wurde nicht verraten. Nur… Ilka Stuhec freut sich über gute Trainingsbedingungen in Ushuaia weiterlesen

Swiss-Ski News: Selina Egloff legt eine Pause ein (Foto: © Swiss-Ski.ch)
Swiss-Ski News: Selina Egloff legt eine Pause ein (Foto: © Swiss-Ski.ch)

Selina Egloff hat sich in Absprache mit ihrem Betreuerteam dazu entschieden, eine längere Pause einzulegen. Die B-Kader-Athletin, welche im Ski Weltcup bereits fünf Mal am Start stand, fühlt, dass sich ihr Energietank durch den Spitzensport stark geleert hat. «Ich werde eine Pause einlegen und voraussichtlich diese Saison keine Rennen fahren. Es ist mir wichtig, genügend… Swiss-Ski News: Selina Egloff legt eine Pause ein weiterlesen

Stefano Gross im Skiweltcup.TV-Interview: „Ich freue mich, wenn mich die Jungen im Team als Vorbild sehen!“ (Foto: © Archivio FISI/ Pentaphoto/ Pier Marco Tacca)
Stefano Gross im Skiweltcup.TV-Interview: „Ich freue mich, wenn mich die Jungen im Team als Vorbild sehen!“ (Foto: © Archivio FISI/ Pentaphoto/ Pier Marco Tacca)

Pozza di Fassa – Der italienische Ski Weltcup Rennläufer Stefano Gross, der im September 36 Jahre alt wird, ist ein routinierter Athlet. Er kann gemeinsam mit Giuliano Razzoli zu den Führungspersönlichkeiten im azurblauen Slalomteam gezählt werden. Er berichtet im Skiweltcup.TV-Interview über den Slalom als seine Lieblingsdisziplin, Marcel Hirschers Skifirma „Van Deer“, Henrik Kristoffersen und vieles… Stefano Gross im Skiweltcup.TV-Interview: „Ich freue mich, wenn mich die Jungen im Team als Vorbild sehen!“ weiterlesen

Martina Peterlini ist nach einer langen Leidenszeit wieder da (Foto: © Archivio FISI/ Pentaphoto/ Alessandro Trovati)
Martina Peterlini ist nach einer langen Leidenszeit wieder da (Foto: © Archivio FISI/ Pentaphoto/ Alessandro Trovati)

Rovereto – Martina Peterlini, die beste italienische Slalomläuferin der Gegenwart, kann aufatmen. Acht Monate nach ihrer schweren Knieverletzung hat sie wieder ihre Skier angezogen. Sie schielt auf den Saisonauftakt in Levi und möchte in Finnland – das Rennen geht in etwas mehr als drei Monaten über die Bühne – positiv auffallen und vorne mitmischen. Vor… Martina Peterlini ist nach einer langen Leidenszeit wieder da weiterlesen

Akira Sasaki denkt mit fast 41 Lenzen an die Olympischen Spiele 2026 (© Kraft Foods / Akira Sasaki)
Akira Sasaki denkt mit fast 41 Lenzen an die Olympischen Spiele 2026 (© Kraft Foods / Akira Sasaki)

Bariloche – Nach einer achtjährigen Abwesenheit kehrte der japanische Skirennläufer Akira Sasaki auf die Piste zurück. So belegte er im Rahmen der argentinischen Ski-Meisterschaften am Cerro Catedral den ersten Platz im Torlauf. Zudem träumt der Athlet aus Fernost von einer Olympiateilnahme im fernen Jahr 2026. Wie wir wissen, finden die Spiele im Zeichen der fünf… Akira Sasaki denkt mit fast 41 Lenzen an die Olympischen Spiele 2026 weiterlesen