8 Juli 2020

Weißensee: ÖSV Techniker zeigen beim Klippenspringen Mut

Marco Schwarz beim Kraft- und Ausdauertraining am Weißensee
Marco Schwarz beim Kraft- und Ausdauertraining am Weißensee

Weißensee – Die ÖSV-Techniker haben am Dienstag ein besonderes Training abgespult. Marco Schwarz, Adrian Pertl, Manuel Feller, Christian Hirschbühl und Fabio Gstrein sprangen von knapp 16 Metern Höhe eine Klippe hinunter und landeten im kühlen Nass des Weißensees in Kärnten. Der See liegt auf beinahe 1000 Höhenmetern und ist auf diese Weise der höchstgelegene der großen Badeseen im südlichen Bundesland Österreichs. Der größte Teil des Sees gehört zur gleichnamigen Gemeinde, das relativ kleine, östliche Ufer zur Gemeinde Stockenboi.

Die Vorbereitung der rot-weiß-roten Ski Weltcup Asse verläuft nach Plan. Nach den Schneeeinheiten konzentriert man sich beim ÖSV auf das Kraft- und Ausdauertraining. Marco Schwarz fühlt sich topfit und hatte viel Spaß beim „Klippenspringen“: „Wenn das Adrenalin dazukommt, dann macht das noch mehr Spaß. Bei diesem Sprung von 16 Metern habe ich mich überwinden müssen. Sonst geht es mir auch sehr gut. Das Krafttraining ist voll im Gange, die Muskeln wachsen, von daher bin ich sehr zufrieden.“

Cool präsentierte sich seine Kärntner Landsmannes Adrian Pertl: „Im Land der Seen springt man doch öfter von solchen Klippen. Trotzdem war es auch für mich das erste Mal, von so einer Höhe. Am Anfang habe ich mich überwinden müssen, dann hat es aber riesen Spaß gemacht. Ich fühle mich sehr gut. Das Kraft- und Konditionstraining läuft noch ein Monat und dann freue ich mich wieder auf das Schneetraining.“

Der Tiroler Manuel Feller, der im letzten Winter mit den Nachwehen eines Bandscheibenvorfalls zu kämpfen hatte, hat mit einigen Begleiterscheinungen zu kämpfen. Schenkt man dem 27-Jährigen Glauben, so benötigt er noch rund eineinhalb Monate, um komplett fit zu sein. „Klippenspringen macht immer Spaß, auch wenn ich es schon länger nicht mehr gemacht habe. Zu Beginn war ein mulmiges Gefühl dabei, aber wir haben uns herangetastet und dann war es echt cool.“

Fabio Gstrein: „Ein mulmiges Gefühl war dabei, weil so oft habe ich das auch noch nicht gemacht. Sonst geht es mir auch sehr gut. Das Training läuft und ich bin voll motiviert.“

Christian Hirschbühl: „Wenn man oben steht, ist man ein wenig unsicher. Der erste Sprung gibt dir einen richtigen Kick und dann war es ein lässiges Erlebnis. Ich fühle mich sehr wohl, bin derzeit voll im Training und freue mich schon jetzt auf das Schneetraining in Saas Fee.“

Das ÖSV-Technikerteam wird noch bis übermorgen Donnerstag in Kärnten verweilen. Das Trainingsprogramm ist abwechslungsreich bunt. Neben einigen Einheiten mit dem Bergrad stehen auch einige Tennisspiele auf dem Plan. Am 11. August werden das Mountainbike und das Tennisracket wohl in den Keller gestellt; denn wenn alles in Ordnung ist, wird das nächste Schneetraining auf dem Programm stehen. Ort des Geschehens ist die eidgenössische Ski-Destination Saas-Fee. Bis dahin gibt es für Christian Hirschbühl und Co. noch gar einiges zu tun.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quellen: sport.orf.at, eigene Recherchen

Verwandte Artikel:

Corinne Suter entscheidet 1. Abfahrtstraining in Garmisch-Partenkirchen für sich
Corinne Suter entscheidet 1. Abfahrtstraining in Garmisch-Partenkirchen für sich

Garmisch-Partenkirchen – Die Startnummer 13 hat der Schweizerin Corinne Suter Glück gebracht; sie war im ersten Abfahrtsprobelauf in Garmisch-Partenkirchen in einer Zeit von 1.41,30 Minuten die Schnellste eines Feldes, in dem viele zahlreiche prominente Namen fehlen. Auf Rang zwei reihte sich die Deutsche Kira Weidle (+0,06) ein; Dritte wurde mit Jasmine Flury (+0,30) eine weitere… Corinne Suter entscheidet 1. Abfahrtstraining in Garmisch-Partenkirchen für sich weiterlesen

Der offizielle Ski Alpin Terminplan der Olympischen Winterspiele 2022
Der offizielle Ski Alpin Terminplan der Olympischen Winterspiele 2022

Peking – Langsam aber sicher wird es Zeit die Uhren umzustellen – auf Olympia-Zeit! In Peking gehen die Uhren anders, besser gesagt sind uns die Chinesen in Sachen Zeitunterschied 7 Stunden voraus. Nicht nur für unsere Skiweltcup-Redaktion eine Herausforderung, auch die Skifans müssen den Wecker mitten in der Nacht stellen, wenn sie bei den Entscheidungen… Der offizielle Ski Alpin Terminplan der Olympischen Winterspiele 2022 weiterlesen

Schulterbruch setzt Marie-Therese Sporer außer Gefecht
Schulterbruch setzt Marie-Therese Sporer außer Gefecht

Finkenberg – Die österreichische Skirennläuferin Marie-Therese Sporer kam bei einem Slalomtraining zu Sturz. Dabei renkte sie sich die Schulter aus, die weiteren Untersuchungen ergaben dass sie sich einen Schulterbruch zuzog. Die Tirolerin begab sich bereits unters Messer und wird ein paar Wochen pausieren müssen. Die ÖSV-Lady, 25 Jahre jung, wurde abseits des Sturzes nicht für… Schulterbruch setzt Marie-Therese Sporer außer Gefecht weiterlesen

Patrick Feurstein blickt voller Zuversicht auf die Ski-WM 2023 (Foto: © Mirja Geh)
Patrick Feurstein blickt voller Zuversicht auf die Ski-WM 2023 (Foto: © Mirja Geh)

Mellau – Zugegeben, im Stillen hoffte der österreichische Skirennläufer Patrick Feurstein, seines Zeichens sensationeller Vierter beim Riesentorlauf auf der Gran Risa in Alta Badia, auf ein Olympiaticket. Der Vorarlberger wurde jedoch nicht nominiert. Im zweiten Moment rutschten Max Franz und Stefan Brennsteiner noch ins Aufgebot. Feurstein weiß, dass wohl das fehlende zweite Top-Ergebnis ausschlaggebend war.… Patrick Feurstein blickt voller Zuversicht auf die Ski-WM 2023 weiterlesen

Olympia News Italien: Sofia Goggia Reha statt Fahnenträgerin - Tommaso Sala mit Olympiaticket - Mattia Casse nicht nominiert - Lara Della Mea kann Olympiatraum leben.
Olympia News Italien: Sofia Goggia Reha statt Fahnenträgerin - Tommaso Sala mit Olympiaticket - Mattia Casse nicht nominiert - Lara Della Mea kann Olympiatraum leben.

Peking – Die italienische Skirennläuferin Sofia Goggia, die nach einer Verletzung um ihren Olympiastart bangt und folglich ihre Anreise nach China verschiebt, wird bei der Eröffnungsfeier in Peking nicht die Tricolore tragen. Ihre Freundin und ebenfalls aus der Gegend um Bergamo stammende Michela Moioli, vor vier Jahren Snowboardcross-Olympiasiegerin in Südkorea, wird mit der grün-weiß-roten Fahne… Sofia Goggia Reha statt Fahnenträgerin – Tommaso Sala mit Olympiaticket – Mattia Casse nicht nominiert – Lara Della Mea ……. weiterlesen