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Wendy Holdener im Skiweltcup.TV Interview: „Ich möchte im Riesentorlauf einen Schritt nach vorne machen!“

© Gerwig Löffelholz  /  Wendy Holdener

© Gerwig Löffelholz / Wendy Holdener

Untereriberg – Wendy Holdener ist mit ihren 20 Jahren durchaus ein Rohdiamant im Schweizer Skiteam, der in den technischen Disziplinen Riesentorlauf und Slalom erfolgreich ist. Ihre ersten FIS-Einsätze bestritt die aus dem Kanton Schwyz stammende Holdener mit 15 Jahren. Im Jahr 2010 war sie die Beste in der FIS-Weltrangliste des Jahrgangs 1993. Erst vier Rennen im Europacup auf dem Buckel, feierte sie in Sölden im Oktober 2010 ihr Debüt im Weltcup. Damals wurde sie in der Endwertung 55.

In Aspen feierte sie einen Monat später im Slalom ein beeindruckendes Debüt und wurde sehr gute 18. Bei der Junioren-WM 2011 konnte sich die sympathische Eidgenossin auf heimischen Schnee in Crans-Montana über ein komplettes Medaillenset freuen; neben Gold in der Kombination gewann sie Silber in der Abfahrt und Bronze im Riesentorlauf. Bei der WM in Garmisch-Partenkirchen erreichte sie im Riesenslalom bei den Großen den 29. Schlussrang.

Im Laufe der Zeit erreichte sie auch im Weltcup immer mehr Top-Resultate. Bei der Junioren-WM 2013 wurde sie mit ihren Nationalmannschaftskolleginnen und -kollegen Zweite. Und im Slalom verbesserte sie sich bis auf den sechsten Rang in der Disziplinenwertung. Der größte Erfolg der erst 20-jährigen Athletin ist der zweite Platz beim Weltcup-Torlauf in Ofterschwang im März dieses Jahres.

Im Gespräch mit skiweltcup.tv erzählte die zweifache, stets gut gelaunte Schweizer Meisterin über ihre Hoffnungen in Bezug auf Olympia 2014, ihren Unfall nach dem Trainingslager, das Burnout des eidgenössischen Abfahrtstrainers und vieles mehr.

skiweltcup.tv: Wendy, die WM-Saison 2012/13 ist längst schon vorbei. Dessen ungeachtet kann man zurückdenken und ferner nach vorne schauen. Welche Lehren und Hoffnungen ziehst du aus dem letzten Jahr in Zusammenhang auf den bevorstehenden Olympiawinter 2013/14?

Wendy Holdener: Das ist schwer zu sagen. Meine letzte Saison verlief sehr gut, und ich konnte mich immer steigern. Ich hoffe, dass ich das im bevorstehenden Skiwinter auch wieder machen werde und hoffe, dass ich einen erfolgreichen Olympiawinter haben werde. (lacht)

© Gerwig Löffelholz  /  Wendy Holdener

© Gerwig Löffelholz / Wendy Holdener

skiweltcup.tv: Nach dem Trainingslager in Neuseeland hast du mit dem Bruch deines rechten Arms und der Verletzung des Handgelenks, bedingt durch einen Sturz mit einem Motorroller, einen kleinen Rückschlag in der Vorbereitung erlitten. Wie sehr schmerzt dich das tatenlose Zusehen, und können wir mit deinem Start in Levi rechnen?

Wendy Holdener: Zum Glück konnte ich durch die Operation an meinem Arm rasch wieder Kondition trainieren. Dadurch verliere nur ein paar Skitage und verpasse auch den Saisonstart in Sölden. Erfreulicherweise bin ich zu 90 % pünktlich zum Saisonstart der Torläuferinnen in Levi wieder dabei. (lacht)

skiweltcup.tv: Bleiben wir kurz in Neuseeland. Wie würdest du in kurzen und knappen Worten deine sommerliche Vorbereitung beschreiben, und auf was hast du ein besonderes Hauptaugenmerk gelegt?

Wendy Holdener:  Meine Vorbereitung lief richtig gut. Neben dem Torlauf haben wir auch viel im Riesenslalom und auch ein paar Tage im Super-G trainiert.

skiweltcup.tv: Beim Skifahren spielen viele Einflüsse eine Rolle. Dazu zählen dem Material, der Körper und vor allem der Kopf. Alles muss zu einer perfekten Harmonie zusammengefügt werden. Wie sieht das die eidgenössische, junge und aufstrebende Skirennläuferin Wendy Holdener?

Wendy Holdener: Ja, das ist sicher sehr wichtig. Doch die Gesundheit ist für mich persönlich das Wichtigste.

skiweltcup.tv: Was würdest du sagen, ist in deinen Augen ganz persönlich das Schöne und Interessante am Skisport? Hättest du dir eine ähnliche sportliche Laufbahn auch in einer anderen Disziplin vorstellen können?

Wendy Holdener: Die Vielseitigkeit. Es ist einerlei, ob es die Sommervorbereitung ist, die Menschen sind, die man trifft und kennenlernt, das Reisen oder schließlich der Kampf ist, um schneller zu sein als alle anderen.

© Gerwig Löffelholz  /  Wendy Holdener

© Gerwig Löffelholz / Wendy Holdener

skiweltcup.tv: Wendy, nicht nur die Sportwelt ist tief erschüttert über das feige und vor allem furchtbare Attentat beim Boston-Marathon im Sommer dieses Jahres. Vertrittst du den Standpunkt, dass sich so etwas durchaus auch bei den Olympischen Winterspielen im Februar 2013 in der russischen Stadt Sotschi zutragen kann?

Wendy Holdener: An solche Sachen sollte man nicht denken. Aber es kann sicher immer etwas passieren. Ich denke jedoch, dass die Organisation alles daransetzen wird, dass sie sichere Spiele durchführen können.

skiweltcup.tv: Von einem fürchterlichen Ereignis zum positiven Charakter. Welche positiven Charaktereigenschaften schätzt du an einem Mitmenschen besonders, und welche können dir, ganz ehrlich, am liebsten gestohlen bleiben?

Wendy Holdener: Sehr wichtig ist die Ehrlichkeit. Zudem finde ich es super, wenn man aufgestellt ist.

skiweltcup.tv: Deine Teamkollegin Mirena Küng hat eine ausgesprochene Vorliebe für die Volksmusik. Zusammen mit ihren Geschwistern tritt sie bei unterschiedlichen Anlässen auf. Gibt es auch ein Hobby von dir, welches dir vielleicht niemand auf den ersten Blick zutraut und über das du gerne sprechen möchtest?

Wendy Holdener: Da kann ich euch leider nichts Neues sagen.

skiweltcup.tv: In unserer Leistungsgesellschaft leiden immer mehr Menschen an Burnout. Häufig sind Leistungs- und Zeitdruck eine Motiv, aber auch Überforderung, Anstrengung über eine ausgedehntere Zeitspanne können ein Grund dafür sein. So leidet Daniele Petrini, der 38-jährige Speedtrainer deiner Teamkolleginnen unter diesen Erscheinungen. Wie hast du diese Nachricht aufgefasst?

Wendy Holdener: Wir wurden darüber natürlich informiert. Ich mag Daniele Petrini sehr. Darum war es gewiss ein kleiner Schock, aber ich wünsche ihm alles Gute!

© Gerwig Löffelholz  /  Wendy Holdener

© Gerwig Löffelholz / Wendy Holdener

skiweltcup.tv: Hast du einen Ratschlag, den du als junge Skirennfahrerin einmal von einem Trainer oder einem Familienmitglied bekommen hast, und der dich heute immer noch sicher durch alle Höhen und Tiefen, die in einer sportlichen Karriere auf einen zukommen können, begleitet hat bzw. noch begleitet?

Wendy Holdener: Man sagte mir, dass ich immer Spaß haben soll, bei dem was ich mache. Und dass auch die Gesundheit das Wichtigste ist!

skiweltcup.tv: Was muss abschließend in der neuen Ski-Saison alles passen, dass Wendy Holdener unterm Strich im März des kommenden Jahres nach dem Saisonkehraus in Lenzerheide sagen kann, dass ihr Ski-Winter 2013/14 sehr gut und sozusagen nach Plan verlaufen ist?

Wendy Holdener: Wenn ich dort anknüpfen kann, wo ich letztes Jahr aufgehört habe, wäre ich froh. Zudem möchte ich im Riesentorlauf einen Schritt nach vorne machen. Überdies möchte ich gesund durch die Saison kommen und schauen, dass es mir gut geht.

Bericht und Interview für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner  

 

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