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Wer gewinnt die Super-G-Disziplinenwertung der Herren in der Saison 2019/20?

Der Ultner Gipfelstürmer Dominik Paris mit der Super-G Kugel 2018/19 (© Archivo FISI/Pentaphoto/Alessandro Trovati)

Der Ultner Gipfelstürmer Dominik Paris mit der Super-G Kugel 2018/19 (© Archivo FISI/Pentaphoto/Alessandro Trovati)

Sölden – Einen Tag vor dem ersten Super-G in der Ski Weltcup Saison machen wir uns Gedanken, wer sich in der zweiten Speeddisziplin Chancen auf den Gewinn der kleinen Kristallkugel und das rote Trikot des Punktbesten ausrechnen kann?

Dominik Paris: Der Südtiroler hat im letzten Jahr den Super-G-Bewerb nach Belieben dominiert. Der frischgebackene Südtiroler Sportler des Jahres ist sehr konstant und kann noch besser werden. Beim saisonalen Höhepunkt in Åre krönte sich das Ultner Kraftpaket mit dem Gewinn der WM-Goldmedaille. Auch in Bormio, Kvitfjell und Sölden konnte ihm auf Weltcupebene im Super-G kein Gegner das Wasser reichen.

Vincent Kriechmayr: Der Oberösterreicher hatte als Zweiter in der Disziplinenwertung im vergangenen Winter 84 Zähler Rückstand auf König Domme. Trotzdem ist der ÖSV-Mann ein heißes Eisen, wenn es um die kleine Kristallkugel geht. Er fährt sehr gut und kann sich im entscheidenden Moment auch verbessern. Seine Leistungen und Resultate bestätigen, dass er wohl der ärgste Widersacher des Ultners sein wird.

Kjetil Jansrud: Ein Olympiasieg und drei kleine Kristallkugeln im Super-G müssten den Wikinger Kjetil Jansrud angesichts des Rücktritts seines Mannschaftskollegen Aksel Lund Svindal zum Topfavoriten machen. Doch aufgrund der schwächeren Saison 2018/19 müssen wir sehen, wo sein Leistungsstand ist. Er gewann zwar das erste Rennen in Lake Louise; doch am Ende reichte es für ihn nur zum enttäuschenden vierten Platz in der Disziplinenwertung.

Aleksander Aamodt Kilde: Nach seiner Rückkehr zu Atomic will der Norweger wieder zu Höhenflügen ansetzen. Als er in der Saison 2015/16 die Super-G-Disziplinenwertung gewann, glaubte er, dass er weiter so gut fahren könnte. Doch er fiel in ein kleines Loch. Der Nordeuropäer kann weitaus mehr, als es der nackte fünfte Rang in der Disziplinenwertung vermuten lässt.

Matthias Mayer: Der Österreicher kann nicht nur in der Abfahrt, sondern auch im Super-G Großartiges leisten. Zwei Olympia-Goldmedaillen beweisen dies mehr als ausdrucksvoll. Ab und zu fehlt die Ausdauer. Doch der Kärntner kann mit konstant guten Resultaten beweisen, wozu er fähig ist. Ein dritter Sieg bei einem Weltcup-Super-G sollte im bevorstehenden Winter keineswegs eine Utopie für den ÖSV-Mann sein.

Weitere Skirennläufer, die im letzten Saison teilweise für Furore sorgten und auch heuer erfolgreich sein wollen, sind der Schweizer Marco Odermatt, sein Teamkollegem Mauro Caviezel und Beat Feuz oder der Franzose Johan Clarey. Nicht vergessen dürfen wir Pepi Ferstl, der mit seinem Sieg in Kitzbühel die Familientradition fortgesetzt und zahlreiche schwarz-rot-goldene Wintersportfans in Ekstase versetzt hat. Max Franz aus Österreich möchte nach seinem Fersenbruch auch wieder aufs Treppchen fahren; ähnliches können wir uns vom routinierten Südtiroler Christof Innerhofer erwarten. Der Norweger Adrien Smiseth Sejersted könnte auch für eine Überraschung sorgen.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: neveitalia.it

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