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Wikingerin Nina Løseth gewinnt Slalom in Santa Caterina klar

Wikingerin Nina Løseth gewinnt Slalom in Santa Caterina klar

Wikingerin Nina Løseth gewinnt Slalom in Santa Caterina klar

Santa Caterina Valfurva – Im italienischen Santa Caterina Valfurva wurde heute der erste Slalom der Damen im Kalenderjahr 2016 ausgetragen. Souveräne Siegerin wurde die Norwegerin Nina Løseth, die beiden Durchgängen Bestzeit erzielte und für ihren ersten Weltcupsieg eine Zeit von 1.57,65 Minuten brauchte. Im ORF-Interview sagte die Norwegerin: „Das ist ein tolles Gefühl. Im Ziel war ich fast geschockt. Ich will das noch öfter erleben. Ich hatte einige Höhen und Tiefen, hatte einige Verletzungen. Es war ein harter Weg.“

Zweite wurde die erfahrene Tschechin Šárka Strachová (+1,12), Dritte die Slowakin Veronika Velez Zuzulova (+1,37). Hinter der Österreicherin Michaela Kirchgasser (+1,66) auf Position vier reihte sich die Schwedin Frida Hansdotter (+2,12) als Fünfte ein. Die Salzburgerin analysierte ihren Lauf: „Es wäre mehr möglich gewesen, das wurmt mich. Ich bin froh, mit so einer Leistung immer noch Vierte zu sein. Ich bin aber froh über die Platzierung und, dass ich den Flow mitgenommen habe. Jetzt freue ich mit auf den Nacht-Slalom in Flachau.“

Beste Schweizerin wurde Wendy Holdener (+2,16) auf Platz sechs. Sie war um lediglich 0,01 Sekunden schneller als die Kanadierin Marie-Michéle Gagnon. Hansdotters erfahrene Teamkollegin Maria Pietilä-Holmner lag drei Hundertstelsekunden hinter der Eidgenossin auf Rang acht. Die Top-10 des heutigen Torlaufs wurden von den beiden, fast zeitgleichen, Französinnen Anne-Sophie Barthet (+2,31) und Nastasia Noens (+2,32) abgerundet.

Gut präsentierte sich die Deutsche Maren Wiesler (+2,43), die als Elfte nur knapp an einem Rang unter den besten Zehn vorbeischrammte. Carmen Thalmann (+2,54), noch Fünfte nach dem ersten Lauf, verpatzte ihren Finallauf und wurde bis auf Platz zwölf zurückgereicht. Die Kärntnerin schüttelte den Kopf und meinte im TV-Gespräch: „Ich habe noch keine Erklärung. Vielleicht war es etwas zu hart und zu rund. Ich werde mir das ansehen, und hoffentlich nicht mehr machen. Ich habe mich gut und sicher gefühlt.“

Wieslers Freundin Christina Geiger wurde mit einem Rückstand von genau drei Sekunden auf Løseth 16. Die junge Österreicherin Katharina Gallhuber (+3,22) kam unter die Top-20; ihre Teamkollegin Bernadette Schild war um eine halbe Sekunde langsamer und verpasste als 21. knapp das Tableau der besten 20. Diesen Platz hatte die junge Eidgenossin Chiara Gmür (+3,66) inne. Sie ging mit der hohen Nummer 43 ins Rennen. Die routinierte Südtirolerin Manuela Mölgg (+5,54) erreichte als 24. als Einzige des azurblauen Damenteams Punkte. Die Schweizerin Denise Feierabend (+5,76) wurde 25. und klassierte sich vor der Tirolerin Eva-Maria Brem (+5,91).

Pech hatten die jungen Swiss-Ski-Vertreterinnen Charlotte Chable und Michelle Gisin. Erstere hatte ihren ersten Podestplatz vor Augen, als sie wenige Tore vor dem Ende einen Fehler beging, der sie bis an das Ende des Feldes zurückwarf. Gisin, als Vierte des ersten Laufs genauso motiviert gestartet, sah auch nicht das Ziel.

Løseth siegte also in ihrem 98. Rennen ihrer Karriere. Sie holt den ersten Sieg für Norwegen in einem Damen-Slalom seit über 15 Jahren! Am Dreikönigstag 2000, also vor fast genau 16 Jahren, gewann ihre Landsfrau Trine Bakke im slowenischen Marburg/Maribor. In der Disziplinenwertung hat Hansdotter immer noch die Nase vorn. Der nächste Torlauf der Frauen findet heute in einer Woche statt. Austragungsort ist Flachau, die Heimatgemeinde von Hermann Maier.

Offizieller FIS Endstand: Slalom der Damen in Santa Caterina 

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

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