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Wird FIS Materialänderung zum Bumerang?

Ted Ligety ist mit neuem Material noch schneller!

Ted Ligety ist mit neuem Material noch schneller!

Die erste Hälfte der Skiweltcup Saison 2011/12 ging glücklicherweise ohne größere Verletzungen und Stürze über die Bühne.

Die FIS beharrt trotz starkem Widerstand der Fahrer auf die Regeländerung, die ab der Saison 2012/ 13 längere und schmalere Skis vorsieht. Zum Saisonstart in Sölden kam es bereits zur Konfrontation zwischen Verband und Fahrern.

Vor allem die Riesenslalomskis werden länger und mit drastisch größeren Konstruktionsradien verordnet. Die Meinung der Athleten dazu wurde nicht beachtet, obwohl 80% der World-Cup Fahrer eine Petition dagegen unterschrieb. Auch die Mehrheit der Ski-Industrie zeigte sich alles andere als erfreut.

Geht der Schuss nun nach hinten los? In seinem neusten Blogbeitrag berichtet Ted Ligety, einer der größten Gegner der Materialänderung von seinen ersten Tests mit dem neuen Ski.

„Wie viele wissen bin ich kein großer Freund der neuen Riesenslalom Ski (195 cm lang, 35 Meter Radius), welche die FIS im nächsten Jahr einführt. Wie viele andere kämpfe ich gegen dieses Dekret der FIS. Da sich der Kampf als aussichtslos darstellte, habe ich mit HEAD Ski entwickelt, mit welchen ich nächstes Jahr gewinnen möchte. Diese Woche habe ich 35m Ski der zweiten Generation in Hinterreit getestet und (…Trommelwirbel…) ich bin schneller! Bedeutend schneller! HA! Ironisch?“

Für Ligety ein klarer Beweis, dass die neuen Ski genau das Gegenteil bewirken und die Läufer schneller auf der Piste unterwegs sein werden.

Der Riesenslalom Weltmeister hat nun also einen Ski der ihn noch schneller macht. Die Ironie dabei ist, er darf den Ski, der ja eigentlich sicherer sein soll, in dieser Saison nicht einsetzten, weil er nicht regelkonform ist. In der neuen Saison dagegen muss er ihn benutzen.

„Ich vermute, es wird der FIS missfallen, dass ich und andere Schifahrer schneller mit dem neuen Equipment unterwegs sind. Das führt zu weiteren Diskussionen bezüglich der FIS Studien. Die Schi sind bei leichten Unebenheiten etwas ruhiger. Aber man braucht viel mehr Kraft und ermüdet bedeutend schneller. Ich bin gespannt, wie es verletzungsmäßig aussehen wird.“

Sollten durch die Materialänderungen die Athleten wirklich schneller unterwegs sein und das Verletzungsrisiko dadurch sogar steigen, könnten die FIS Verantwortlichen enorm unter Druck kommen.

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Original Blog Eintrag von Ted Ligety
Deutsche Übersetzung von Emanuel Testen  



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Ein Kommentar »

  • manfred schaubeger schreibt:

    also ich meine dass die Schi schon passen wie sie derzeit sind. Man müsste nur die Kurssetzung entsprechend anpassen und ein wenig mehr aus der Falllinie setzen sowie u.U. ein paar Tore mehr pro Lauf, dann habe ich den gleichen Effekt erzielt und das Risiko ist nicht mehr so hoch, weil zwangsläufig das Tempo geringer wird.