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Zwei Medaillen am Super-(G-)Sunday: Lösch und Salcher jubeln

Claudia Lösch (Foto: © ÖPC/Diener)

Claudia Lösch (Foto: © ÖPC/Diener)

Zweiter Wettkampftag bei den Paralympics in PyeongChang – und gleich zwei Mal Edelmetall für Österreich. Claudia Lösch setzt ihre beeindruckende Medaillen-Serie bei Winterspielen fort, fährt im Super-G zu Silber. Markus Salcher macht wie schon in Sotschi das Speed-Double perfekt und jubelt nach der Abfahrt auch im Super-G über die Bronzemedaille.

Die Niederösterreicherin meldet sich nach ihrem Ausfall in der Abfahrt mit einer starken Performance zurück – und das trotz Materialproblemen. „Ich habe mir beim Sturz in der Abfahrt meinen richtig guten Renn-Ski kaputt gemacht, den ich auch im Super-G verwenden wollte. Der zweite Ski ist auch schnell, aber nicht ganz so gut abgestimmt. Angesichts der Umstände ist Silber cool, aber ich hätte einfach mehr drauf.“

Super-G-Gold geht wie schon in der Abfahrt an die Deutsche Anna Schaffelhuber, Bronze sichert sich Momoka Muraoka aus Japan. Für Claudia Lösch war es bereits die achte Paralympics-Medaille ihrer Karriere – seit Turin 2006 holte die Monoskifahrerin bei allen Winterspielen zumindest einmal Edelmetall.

Markus Salcher fügt seiner persönlichen Medaillenbilanz ein fünftes Glanzstück hinzu. Erneut muss er sich nur dem Schweizer Theo Gmur und Arthur Bauchet aus Frankreich geschlagen geben. Weil der Vorsprung auf Platz 4 und also Blech nur 12 Hundertstel beträgt, sagt Salcher: „Heute habe ich eindeutig Bronze gewonnen. Für Gold und Silber bin ich etwas zu sauber gefahren und bei den Schlägen ist es mit meiner Behinderung schwer. Aber ich habe gutes Material und ein super Team, das immer hinter mir steht. Danke dafür!“

Der Unterschied zu Sotschi 2014, als er in den Speed-Rennen über zwei Mal Gold jubeln durfte, ist schnell gefunden: „Die Konkurrenz ist härter, die Leistungsdichte größer geworden. Und in Sotschi ist mir die Piste sicher mehr entgegengekommen, weil man sich da mehr überwinden musste. Aber ich werde mich über zwei Mal Bronze sicher nicht beschweren“, freut sich der 26-Jährige über seine zweite Medaillenfeier im Alpenhaus. „Gestern musste ich früh zurück ins Dorf, weil um 4:40 Uhr der Wecker geläutet hat. Aber morgen ist frei, da wird sicher ein bisschen länger gefeiert werden.“

Thomas Grochar fährt auf Rang 14 – und freut sich über einen gelungenen Test für die Super-Kombination. „Ein besseres Ergebnis wäre eine Überraschung gewesen – aber meine Disziplinen kommen noch.“ Nico Pajantschitsch und Martin Würz scheiden mit Stürzen aus. Blindensportler Gernot Morgenfurt fährt mit Guide Christoph Gmeiner bei der Paralympics-Premiere auf Rang 8. „Wir konnten heute wichtige Erkenntnisse für die nächsten Rennen sammeln.“

Bei den Monoskifahrern belegt Roman Rabl den 9. Platz. „Ich wollte natürlich um die Medaillen mitfahren, aber bei uns geht es so eng zu, da muss wirklich alles passen.“ Simon Wallner beschädigt sich bei seinem Sturz die Federung an seinem Monoski, gibt im Ziel jedoch sofort Entwarnung. „Wir haben alle Ersatzteile mit, um die Reparaturen selbst durchzuführen.“

Am Montag haben die Alpinen keinen Wettkampf, dafür sind erstmals die Snowboarder Patrick Mayrhofer und Reinhold Schett im Cross sowie Langläuferin Carina Edlinger mit Guide und Bruder Julian im Paralympics-Einsatz.

Quelle:  www.oepc.at

Markus Salcher (Foto: ÖPC/Diener)

Markus Salcher (Foto: ÖPC/Diener)

 

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