6 Oktober 2021

Zwischen Corona, Olympia und Ski Weltcup – ein Blick auf einen etwas anderen alpinen Skiwinter 2021/22

Zwischen Corona, Olympia und Ski Weltcup – ein Blick auf einen etwas anderen alpinen Skiwinter 2021/22
Zwischen Corona, Olympia und Ski Weltcup – ein Blick auf einen etwas anderen alpinen Skiwinter 2021/22

Sölden – In Kürze beginnt in Sölden der Olympiawinter 2021/22. Sowohl die Frauen als auch die Männer bestreiten am Rettenbachferner einen Riesentorlauf. Niemand weiß, wie die Saison verlaufen wird. Abgesehen vom Großanlass in China wird es einen Winter, der noch unter dem Vorzeichen der Corona-Pandemie steht, geben. Die Ski-Asse wollen die Freude natürlich nicht verlieren.

Die Schweizer Athletinnen und Athleten freuen sich auch über den ausgeglichenen Weltcupkalender. So gesehen haben Lara Gut-Behrami und Marco Odermatt, die im letzten Jahr knapp gescheitert sind, mehr Chancen, wenn es um den Gewinn der großen Kristallkugel geht. Zudem wird das Nationen-Duell zwischen den Eidgenossen und den Österreichern vielleicht medial hochgeschaukelt, aber auf alle Fälle spannend werden.

Nach dem Riesentorlauf in Sölden und vor dem Slalom in Levi findet in Lech/Zürs der einzige Parallelbewerb des Winters statt. Dann geht es endlich wieder nach Kanada und in die USA. In der vergangenen Saison fanden in Lake Louise und Beaver Creek coronabedingt keine Rennen statt. Außerdem werden wir auch wieder Fans sehen. Nachdem Covid-19 die (sportliche) Welt in Atem gehalten hat und uns noch eine Zeitlang begleiten wird, scheint man sich langsam, aber sicher wieder auf dem Weg in Richtung Normalität begeben.

Die Olympischen Winterspiele in Peking sind ohne Zweifel der saisonale Höhepunkt. Der Kampf ums Edelmetall im Zeichen der fünf Ringe wird genauso spannend verlaufen wie die Ski-Welttitelkämpfe in Cortina d’Ampezzo, welche im Februar 2021 die alpine Welt erfreute. Auch wird es einige Athletinnen und Athleten geben, die nach einer Verletzungspause zurückkehren und gleich Gas geben wollen. Unter ihnen befindet sich der Norweger Aleksander Aamodt Kilde.

Die Impfgeschichte ist vielleicht ein Thema, über das nicht jeder gerne spricht und das irgendwie dennoch jeden betrifft. Mannschaften in Quarantäne wie die Schwedinnen beim Slalom in Levi und verwaiste Zielstadien sollen ein Stück traurige Skigeschichte bleiben. Die Impffrage wird natürlich kontrovers diskutiert. Wer in China ohne vollständige Impfung anreist, muss eine dreiwöchige Quarantäne in Kauf nehmen. Somit könnten die Klassiker in Wengen oder Kitzbühel ohne den betreffenden Athleten über die Bühne gehen. Was das für die Veranstalter im Allgemeinen und die Schlachtenbummler im Besonderen bedeutet, muss nicht näher erläutern werden.

Die Einreisebeschränkungen und Coronabestimmungen in Kanada sind strikt. Es gibt gar einige Ski-Asse, die sich noch einmal impfen lassen müssen, um den kompletten Schutz zu erhalten. Trotzdem hoffen wir einen hoffentlich spannenden Winter mit viel Adrenalin und Nervenkitzel zu erleben, wenn in Sölden der Kampf um Hundertstelsekunden und Platzierungen beginnt.

Der Herren Ski Weltcup Kalender der Saison 2021/22  

Der Damen Ski Weltcup Kalender der Saison 2021/22  

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: welovesnow.news.raiffeisen.ch

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