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Katharina Liensberger will am Zauberberg mehr als nur zaubern

Katharina Liensberger will am Zauberberg mehr als nur zaubern

Katharina Liensberger will am Zauberberg mehr als nur zaubern

Semmering – Das Kalenderjahr 2022 der Skirennläuferinnen geht mit zwei Riesenslaloms und einem Nachttorlauf am Semmering zu Ende. Die Österreicherinnen freuen sich auf ihre Heimrennen. Auch die Fans werden wieder dabei sein, sodass man von drei unvergesslichen Spektakeln ausgehen kann. Seit 1995 werden vor den Toren Wiens Weltcuprennen ausgetragen. Vor zwei Jahren stand der letzte Riesentorlauf auf dem Programm; starke Windböen machten eine faire Entscheidung unmöglich, sodass das Rennen nach dem ersten Lauf abgebrochen wurde. Im Torlauf hatte die Schweizerin Michelle Gisin die Nase vorn; die Vorarlbergerin Katharina Liensberger schwang vor der US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin als Zweite ab. Apropos Shiffrin: Die vierfache Gesamtweltcupsiegerin, die bald den 80. Weltcupsieg feiern wird, schaffte 2016 den Hattrick. Es ist nicht auszuschließen, dass der 27-Jährigen auch heuer gelingen wird.

Liensberger, die heuer bislang unter Wert geschlagen wurde, betont, dass Heimrennen etwas Besonderes für sie sind. Sie rechnet sich im Slalom wohl die besten Chancen aus. Sie möchte ihr bestes Skifahren, einfach und schnell, zeigen und will vor den einheimischen Fans aufs Podest fahren. So liegt es nicht nur am Wortspiel, dass die 25-Jährige aus dem Ländle ihre zahlreichen Anhänger begeistern und am Zauberberg verzaubern möchte. Franz Steiner, seines Zeichens Chef des Organisationskomitees, kann noch nicht abschätzen, wie viele Schlachtenbummler kommen werden. Aber der VIP-Bereich ist ausverkauft; normale Tageskarten sind noch verfügbar.

Auch wenn mit Katharina Gallhuber eine Lokalmatadorin und Sympathieträgerin verletzungsbedingt fehlt, hofft sie, dass auch Kurzentschlossene den Weg auf den Semmering finden. Sie hofft, dass eine Teamkollegin unter die ersten Drei fahren wird. In der gegenwärtigen Saison fiel die Beute der ÖSV-Technikerinnen eher mager aus. Zuletzt fuhr Katharina Truppe im Torlauf von Sestriere als beste des ÖSV-Kollektivs auf Rang 14. Nach dem Wechsel im Betreuerkontingent herrscht eine Umbruchstimmung. Diese ist seit letztem März spürbar. Es ist folglich auch wichtig, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu entwickeln und immer das notwendige Risiko einzugehen. Mit der sprichwörtlichen Brechstange und mit Hektik erreicht man das Gegenteil. Wie heißt es so schön? In der Ruhe liegt die Kraft.

Von einer Krise will man (vorerst) nicht sprechen. Liensberger, die in Killington Fünfte wurde, wird auch wieder Erfolge einheimsen. Ramona Siebenhofer, Ricarda Haaser, Truppe und Co. werden auch nicht immer schlechte Resultate erzielen. Siebenhofer, die auch in den Speeddisziplinen erfolgreich ist, weiß, dass sie, wenn alles passt, mit einem Top-10-Ergebnis im Riesentorlauf spekulieren kann. Wenn ihr der Rennhang entgegenkommt und die Kurssetzung ihren fahrerischen Eigenschaften nahekommt, ist auch mehr möglich. Auf alle Fälle hat die letzthin etwas gesundheitlich angeschlagene Skirennläuferin zwei Möglichkeiten, erstmals am Zauberberg zu Weltcupzählern zu kommen.

Alle freuen sich auf ein dreitägiges Rennspektakel, auch wenn letzthin das Thermometer im Plusbereich war. Das bunte Rahmenprogramm und die vielen Fans werden für unvergessliche Momente sorgen. Es kann natürlich auch sein, dass die Strecke gesalzen oder auch gefräst werden muss. Die Helfer und Helfershelfer an der Strecke haben auf dem Hirschenkogel fleißig gearbeitet. Im rot-weiß-roten Aufgebot steht auch Julia Scheib. Die Steirerin zog sich im Februar 2021 eine schwere Knieverletzung zog und bestritt seitdem keine Rennen. Leittragende war Sophia Waldauf aus Osttirol, die sich schon auf die drei ersten Weltcupeinsätze freute und kurzerhand aus dem Team gestrichen wurde.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quellen: sport.orf.at, eigene Recherchen

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