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Thomas Dreßen sorgt für ein DSV-Glücksgefühl

Thomas Dreßen sorgt für ein DSV-Glücksgefühl (Foto: Skiweltcup.TV / Walter Schmid)

Thomas Dreßen sorgt für ein DSV-Glücksgefühl (Foto: Skiweltcup.TV / Walter Schmid)

Beaver Creek – Im fernen Jahr 2004 grüßte mit Max Rauffer der letzte deutsche Skirennläufer von einem Abfahrtspodest. Nun hat die lange Durststrecke ein Ende gefunden – Thomas Dreßen sei Dank. Bisher konnte der junge DSV-Mann einen sechsten Platz als bestes Resultat vorweisen, ehe er in Beaver Creek sich den dritten Rang hinter Aksel Lund Svindal und Beat Feuz sicherte und gleichzeitig das heiß begehrte Olympiaticket buchte.

Thomas Dreßen zeigte schon im Probelauf seine Stärke. Dass jetzt alles auch im Rennen aufgegangen ist, macht ihn etwas sprachlos. Aber der junge Mann aus Bayern weiß, welches Potential in ihm schlummert. Man muss es nur im richtigen Moment umsetzen. Im US-Bundestaat Colorado konnte er seine sehr gute Startnummer umsetzen. Im Zielraum erlebte er eine Gratwanderung der Gefühle, zwischen Hoffen und Bangen war alles dabei. Besonders Christof Innerhofer kam dem Deutschen ziemlich nahe. Doch am Ende war der Südtiroler Routinier fünf Hundertstelsekunden langsamer als Dreßen.

Vor rund 13 Jahren kletterte, wie anfangs betont, Max Rauffer als letzter DSV-Starter auf ein Podest einer Abfahrt. Neben Dreßen freute sich auch Andreas Sander über eine gute Fahrt. Letztgenannter belegte Platz sieben. Vor einem Vierteljahrhundert gab es zum letzten Mal zwei Deutsche unter den besten Drei. In einer Zeit, als es noch kein Facebook und kein Smartphone gab, freuten sich Markus Wasmeier und Hansjörg Tauscher vor heimischer Kulisse in Garmisch-Partenkirchen über die Ränge eins und drei.

DSV-Cheftrainer Berthold hat das Podest als Ziel ausgegeben. Und Dreßen folgte seinem Vorgesetzten aufs Wort. Coach Schwaiger will seine Jungs zu Podestfahrer formen. Er hat schon mit Maria Höfl-Riesch gearbeitet und weiß somit genau, was in der Abfahrt wichtig ist und was nicht.

Nach dem kollektiven Schock rund um das Aus von Felix Neureuther reagierten die Athletinnen und Athleten vorbildlich. Sie ließen sich nicht beirren und erreichten am vergangenen Wochenende durch Viktoria Rebensburg, Stefan Luitz und eben Thomas Dreßen drei Top-3-Platzierungen.

DSV-Alpinchef Maier beschreibt das gegenwärtige Glücksgefühl fast mit Weihnachten. Und auch die junge Kira Weidle zeigte in Lake Louise eine explosive Fahrt, sodass sie sich schon für Pyeongchang qualifiziert hat. Sicher fehlt mit Felix Neureuther das große Zugpferd, aber es können auch andere in die Bresche springen.

Jetzt wollen die deutschen Skirennfahrerinnen und -fahrer nicht abheben. Sie wollen weiter machen und den Weg des Erfolgs weiter beschreiten. Alle wissen, was sie können. Und Dreßen hofft, dass Neureuther bald wieder von seiner Verletzungspause zurückkommt und die jungen Kolleginnen und Kollegen durch seine Erfahrung puschen wird.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quellen: sport.orf.at, eigene Recherchen

 

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