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Dominik Paris rast mit der Startnummer 11 in Bormio zum Abfahrtssieg

Dominik Paris rast mit der Startnummer 11 in Bormio zum Abfahrtssieg

Dominik Paris rast mit der Startnummer 11 in Bormio zum Abfahrtssieg

Bormio – Der Südtiroler Dominik Paris hat seine gute Trainingsleistung bestätigt. Heute entschied er die Abfahrt auf der Stelvio in Bormio für sich. Die Norweger Aksel Lund Svindal und Kjetil Jansrud umrahmen den Ultner Modellathleten mit den Rängen zwei und drei auf dem Podest.

Für seinen in der Summe neunten Weltcupsieg benötigte Paris, der hier schon einmal gewinnen konnte, eine Zeit von 1.56,95 Minuten. Im ORF-Interview sagte er: „Es war keine schlechte Fahrt. Ein paar kleine Hakler waren schon dabei, aber ich denke, ich habe den Schwung gut mitgenommen. Gottseidank war es mal wieder eine gute Fahrt von mir. Ich fühle mich da wohl – schon im ersten Training ist es gut gegangen.“

Svindal, der vor zwei Tagen seinen 35. Geburtstag feierte und noch lange nicht zum alten Eisen zählt, lag als Zweiter nur vier Hundertstelsekunden zurück. Hier ist seine Meinung: „Ich glaube, meine Fahrt war ganz gut. Ich wollte eine engere Linie fahren, als im Training. Der Schnee ist etwas komisch. Es ist hart, aber wenn man drauf steigt, dann gibt es etwas nach. Ich denke, ich bin etwas zu hart gefahren. Paris ist gut gefahren und ich bin ja nur knapp dahinter.“

Und auch Jansrud, der auf der eisigen Strecke nie über Platz 34 herauskam, kann sich freuen. Sein Rückstand auf Paris betrug lediglich 0,17 Sekunden, dementsprechend glücklich analysierte er seine Fahrt vor laufender Kamera: „Ich habe auf der Stelvio keine guten Historie, war nie in den Punkten. Und jetzt am Podest zu stehen, ich bin zufrieden. Ich bin mit meinem Skifahren zufrieden, es ist eine schwierige Strecke.“

Bester Schweizer wurde Beat Feuz (+0,31) auf Rang vier. Hinter dem amtierenden Abfahrtsweltmeister schwang Hannes Reichelt (+0,39) auf Position fünf ab. Der Österreicher sprach im Anschluss an sein Rennen: „Im Starthaus habe ich den Wind schon gespürt, es hat ziemlich den Hang raufgeblasen. Vielleicht war das auch der Grund, warum mir oben die Ski gekommen sind – sonst war die Fahrt nicht schlecht. Für den Sprung krieg ich keine guten Noten. Meine Fahrt war ganz okay, wie es mit dem Wind war, weiß man nicht. Wenn es so bleibt, ist es auch mein bestes Saison-Ergebnis.“

Olympiasieger Matthias Mayer (+0,61) wurde Sechster. Er meinte zu seiner Fahrt: „Ich habe bis zur zweiten Zwischenzeit meine Zeit verloren. Das ist eher ein Flachstück. Da muss ich schauen, dass ich bis zu den nächsten Rennen schneller werde. Es ist oben ein aggressiver Schnee – das heißt, dass die Kante da schneller greifen. Da wirkt sich ein kleiner Nackler in der Geschwindigkeit sofort aus. Danach war es okay.“

Hinter dem Kärntner belegte der Franzose Adrien Théaux (+0,85) den siebten Platz. Die besten Zehn wurden von Mayers Landsmann Max Franz (+0,88), dem Eidgenossen Patrick Küng (+1,03) und dem zeitgleichen Duo Aleksander Aamodt Kilde aus Norwegen und Manuel Osborne-Paradis (+je 1,12) aus Kanada komplettiert.

Der Deutsche Thomas Dreßen (+1,16) beendete seinen Einsatz auf Position zwölf. Die beiden Südtiroler Peter Fill (+1,29) und Christof Innerhofer (+1,31) blieben etwas ihren eigenen Erwartungen und schwangen auf den Plätzen 13 und 14 ab. Der Pusterer, der vor elf Tagen seinen 33. Geburtstag feierte, war auf die Hundertstelsekunde gleich schnell wie der Eidgenosse Mauro Caviezel. Romed Baumann (+2,22) aus Österreich musste mit Rang 20, übrigens zeitgleich mit dem jungen Swiss-Ski-Athleten Gilles Roulin, zufrieden sein und war gerade einmal um 13 Hundertstelsekunden schneller als sein Mannschaftskollege Vincent Kriechmayr. Der Oberösterreicher war nicht glücklich und meinte: „Ich glaub, ich war bei der Zwischenzeit knapp vor [dem zweitplatzierten] Svindal. […] Dann bin ich einfach schlecht Ski gefahren. Ich bin oben gestanden wie ein deutscher Tourist! – Entschuldigung, aber es war wirklich schlecht.“

Andreas Sander, ein weiterer DSV-Starter, belegte mit 2,43 Sekunden Rückstand auf Paris den 22. Platz. Auch Sanders Freund Pepi Ferstl landete nicht unter den besten 20. Die Abfahrer können nun etwas durchatmen, denn erst am 13. Januar 2018 steht mit dem Klassiker auf dem Lauberhorn in Wengen der nächste Lauf an.

Zwischenbericht nach 35 Rennläufer – Endstand siehe unten

Offizieller FIS Endstand: Abfahrt der Herren in Bormio

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

 

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