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Fede Brignone träumt von olympischem Edelmetall und großem Kristall

© Kraft Foods / Federica Brignone ist mehr nur als ein Energiebündel

© Kraft Foods / Federica Brignone ist mehr nur als ein Energiebündel

Courmayeur – Die italienische Skirennläuferin Federica Brignone hat große Ziele. Im Rahmen des von der Stiftung Courmayeur Mont Blanc organisierten Treffen „Panorami di mezzo agosto“ plauderte die azurblaue Athletin munter aus dem Nähkästchen.

Sie erzählte, dass sie während zwei Durchgängen oft Musik höre, ein Buch lese oder Karten spiele. Es ist nicht immer einfach, in so einer langen Pause die Konzentration aufrecht zu erhalten. Meistens versucht sie 15 Minuten vor dem Start das Starthaus zu erreichen, um sich aufzuwärmen. Unnötige Gedanken werden aus dem Kopf geschlagen.

Trotzdem schwirren viele Sachen im Kopf. Diese gilt es zu minimieren, es ist notwendig, den Fokus auf wichtige Sachen während des Rennens zu leiten. Man ist nahe bei den Konkurrentinnen, und auch die Fans und der Platzsprecher sind auch zu berücksichtigen. Der Druck während eines Rennens wird nur von ihr selbst auferlegt. Sie weiß, was sie kann, und hofft so auf gute Resultate. Mit einem Blick in die vergangene Saison weiß sie, dass sie hie und da große Fehler machte, weil sie sich einfach ins Getümmel stürzte.

Der Skisport ist sehr komplex, zumal man viel unterwegs ist. Von Oktober bis heute saß sie 500 Stunden am Steuer ihres Autos, nicht zu vergessen sind die Reisen mit dem Bus und dem Flugzeug, aber Zeit fürs Training findet sich immer. Kurios war im letzten Jahr die Reise Crans Montana-Südkorea–Amerika. Die Zeiten sind unterschiedlich, und man muss sich relativ schnell anpassen.

Eigene Teams, so die Italienerin, haben Vor- und Nachteile. Man kann wo und wann man will trainieren. 90 Prozent der Top-10 in der Welt haben ein eigenes Team. Wenn man jedoch immer alleine ist, fehlen einem die Vergleichszeiten, und die Kosten sind vergleichsweise sehr hoch. Mit der Mannschaft kann man alle Disziplinen gut trainieren und findet immer Unterstützung und Zuspruch.

Gut, Vonn, Shiffrin sind die ewigen Rivalinnen. Aber auch Österreich mit Anna Veith, die wieder zurückkommen wird, und Stephanie Brunner hat zwei „heiße Eisen“, die mehr als nur bereit sind. Und in einigen Jahren wird die ÖSV-Dame Nadine Fest für Furore sorgen, meint die Aostanerin.

Bleibt der Blick in die nahe Zukunft. Die Ziele sind groß und klein. So möchte die Italienerin in allen Rennen gut fahren und demzufolge viele Punkte sammeln. Der große Wunsch ist der Gewinn der großen Kristallkugel. Aber auch eine Olympiamedaille steht ganz oben auf der Wunschliste.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: raceskimagazine.it

 

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