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Marcel Hirscher gewinnt auch den Torlauf in Adelboden

Marcel Hirscher feiert 52. Weltcupsieg beim Slalom von Adelboden 2018

Marcel Hirscher feiert 52. Weltcupsieg beim Slalom von Adelboden 2018

Adelboden – 24 Stunden nach seinem Sieg im Riesentorlauf in Adelboden holte sich der Österreicher Marcel Hirscher den Sieg im Slalom. In einer Zeit von 1.50,94 Minuten verwies er seinen Landsmann Michael Matt (+0,13) und den Norweger Henrik Kristoffersen (+0,16) auf die Ränge zwei und drei.

Hirscher, der seinen 52. Weltcupsieg und seinen siebten Triumph in Adelboden feierte, meinte im Anschluss: „Michi hat einen Super-Speed – Wahnsinn! Ich muss immer so lachen – es gibt es eigentlich nicht, Michi und Mario die fahren so gleich. Das ist gewaltig. Bei einem Fehler denke ich mir nur: Weiter, weiter, weiter. Das Rennen ist erst mit der Ziellinie vorbei. Es ist im Moment schon arg – weil es sich schon wieder so knapp ausgegangen ist. Ich hoffe, dass ich mich daran erinnere, wenn es mal nicht so ist. Der Slalom war heute von der Piste her sicher am Limit. Das es so läuft, ist auch für uns als Team klass. So eine unerwartet gute Saison hatte ich noch nie.“

Auch Matt kann zufrieden sein. Hier ist seine Meinung: „Das Jahr ist bisher richtig lässig. Wenn ich unten im Zielhang noch g’scheit gefahren wäre, dann wäre es sich heute schon ausgegangen. Aber wieder ein großartiges Ergebnis. Was willst du viel rumtaktieren – wenn du vorne mitfahren willst, musst du Gas geben. Es war brutal schwierig – sehr wechselnd. Ein paar Tore gut, dann wieder weich – speziell Steilhang-Einfahrt war es sehr weich. Drum bin ich froh, dass ich so im Ziel bin. Ich glaube, dass Marcel im Zielhang zu müde war zum bremsen – sonst gibt es das nicht.“

Kristoffersen hatte wiederum nicht das Hundertstelsekundenglück auf seiner Seite. Der Schwede André Mhyrer (+0,78) schwang als Vierter ab; der Franzose Alexis Pinturault (+0,83) belegte den fünften Platz. Stefano Gross aus Italien musste mit der sechsten Position zufrieden sein; sein Rückstand auf Hirscher betrug 1,43 Sekunden. Sebastian Foss Solevåg (+1,55), seines Zeichens ein Teamkollege von Kristoffersen, kam auf Platz sieben. Bester Schweizer wurde Loic Meillard (+1,56), der vor heimischer Kulisse den achten Rang einfuhr. Die besten Zehn wurden von Christian Hirschbühl (+1,64) aus Österreich und Linus Straßer (+1,72) aus Deutschland komplettiert.

Der Vorarlberger analysierte seine Fahrt wie folgt: „Ich habe oben gemerkt, es passt halbwegs. Aber ich habe es im Steilhang nicht ganz durchgezogen. Unterm Strich bin ich aber schon ganz zufrieden. Olympia ist nicht im Kopf – das nächste Rennen ist Wengen. Ich fühle mich gut am Ski und freue mich drauf.“

Zweitbester Eidgenosse wurde Daniel Yule (+1,82), der seinen Arbeitstag auf Rang zwölf beendete. Der Kärntner Marco Schwarz (14.; +1,84) betonte im ORF-Interview: „Es sind Schwünge dabei, wo echt was vorwärtsgeht – und dann habe ich wieder blöde Fehler drin. Dann reicht es halt nicht für ganz vorne. Klar, jedes Rennen zählt – ich will Punkte sammeln und mein Bestes geben. Ganz gelungen ist es mir aber noch nicht.“

Die zwei Telljünger Ramon Zenhäusern (+1,96) und Luca Aerni (+2,26) schwangen auf dem Chuenisbärgli auf den Plätzen 15 und 17 ab. Letzterer vergab eine aussichtsreiche Position zur Halbzeit nach einer fehlerhaften Fahrt im zweiten Durchgang. Die Südtiroler „Oldies“ Patrick Thaler (+2,86) und Manfred Mölgg (+3,24) klassierten sich auf den Rängen 21 und 25; die DSV-Herren Fritz Dopfer (+2,91) und Dominik Stehle (+4,44) beendeten den heutigen Slalom auf den Positionen 22 und 26. Der Niederösterreicher Marc Digruber ist in diesem Winter keineswegs gut in Form; er schied im zweiten Lauf aus. Der nächste Torlauf der Herren findet auch im Berner Oberland, dieses Mal jedoch in Wengen, statt.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Offizieller FIS Endstand: Slalom der Herren in Adelboden

 

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