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Tina Weirather gewinnt Super-G von Lake Louise

Tina Weirather gewinnt Super-G von Lake Louise

Tina Weirather gewinnt Super-G von Lake Louise

Lake Louise – Am heutigen Sonntag wurde bei Postkartenwetter der Super-G der Damen in Lake Louise ausgetragen. Dabei freute sich die Liechtensteinerin Tina Weirather über ihren Sieg. Für diesen benötigte sie eine Zeit von 1.18,52 Minuten. Die Tochter von Harti Weirather und Hanni Wenzel erreichte ihren achten Hunderter in ihrer Karriere, den sechsten im Super-G, und sprach: „Es war ziemlich am Limit. Es war nicht einfach zu fahren, weil es von den Verhältnissen her stark gewechselt hat. Man musste immer bereit sein. Das Gefühl war nicht immer gut, aber wie es aussieht habe ich den Ski laufen gelassen.“

Auf Rang zwei schwang die Eidgenossin Lara Gut (+0,11) ab. Die Swiss-Ski-Athletin meinte zu ihrer Fahrt: „Gewinnen ist immer besser! Aber es ist gut. Ich habe schon gewusst, dass es im Super-G besser gehen kann. Ich bin Zweite, 11 Hundertstel hinter Tina – und es war noch nicht so, wie ich es könnte. Da kann man weiterarbeiten.“

Die amtierende Weltmeisterin Nicole Schmidhofer (+0,27) belegte den dritten Rang. Der steirische Pistenfloh (1,58 m) analysierte ihren Arbeitstag: „Nach den letzten zwei Tagen ist es fast Balsam auf meiner Seele. Aber ich habe mich nicht aus der Ruhe bringen lassen – im Super-G war ich auch in den Trainings stark. Es ist fast so schön, wie wenn ich gewonnen hätte. Im Fallaway liegen sicher drei Zehntel – die bin ich hinten. Von dem her weiß ich, woran es gelegen ist. Die Dichte ist so groß – in den Top-10 können alle gewinnen.“

Die Französin Tessa Worley (+0,83) wurde Vierte. Mikaela Shiffrin, die gestern Sensation die Abfahrt für sich entschied, riss als Fünfte 84 Hundertstelsekunden auf Weirather auf und konnte sich über eine weitere Top-Leistung freuen. Die Slalomqueen beschrieb ihre Gefühle wie folgt: „Ich hatte einige kleine Fehler, da habe ich sicher Zeit verloren. Aber alles in allem bin ich mit meinem Wochenende sehr zufrieden. Es ist für mich schwierig, das richtige Gefühl zu finden. Ein Sieg in allen Disziplinen ist ein großes Ziel von mir. Aber ob es in dieser Saison passiert, oder erst in fünf Jahren, weiß ich nicht.“

Die Südtirolerin Hanna Schnarf (+0,88) konnte über ihren sechsten Rang glücklich sein. Jasmine Flury (+0,92) belegte als zweitbeste Schweizerin den siebten Platz. Cornelia Hütter (+0,94) wurde Achte und verpasste um Haaresbreite den Sprung unter die besten Vier. Die Steirerin sagte im Interview: „Auf Rang 4 fehlt nur 1 Zehntel – da ist es voll knapp. Wenn der Vierer da steht, schaut es gleich viel besser aus. Aber ich hatte einen schwerer Fehler, daher muss ich zufrieden sein. Es hat vom Kopf her gepasst, es war ein wunderschönes Wochenende und es macht Spaß, wieder dabei zu sein.“

Abgerundet wurden die besten Zehn von der Italienerin Sofia Goggia (+1,00) und der Swiss-Ski-Dame Corinne Suter (+1,25). Mit der Nummer 43 raste ÖSV-Rennläuferin Tamara Tippler auf den sehr guten elften Rang. Ihr Rückstand auf Weirather betrug 1,34 Sekunden.

Die Tirolerin Stephanie Venier (+1,38) musste mit dem zwölften Platz zufrieden sein. Viktoria Rebensburg (+1,44) zeigte eine anständige und fehlerfreie Fahrt, wurde am Ende jedoch Dreizehnte und war um neun Hundertstelsekunden schneller als die auf Platz 14 klassierte Schweizerin Michelle Gisin. Gisins Mannschaftskollegin Joana Hählen (+1,69) klassierte sich auf Position 16. Und auf Rang 19 erkennen wir eine weitere Swiss-Ski-Dame. Priska Nufer riss 1,91 Sekunden auf Weirather auf. In den Top-20 sehen wir mit Ramona Siebenhofer (+1,93) eine weitere ÖSV-Damen.

Nicht ins Ziel kamen neben Ester Ledecká aus Tschechien auch Anna Veith aus Österreich und Lindsey Vonn aus den USA. Letztere wurde in ihrem Ski-Wohnzimmer in den letzten drei Tagen weit unter Wert geschlagen. Veith beschrieb ihren Ausfall so: „Ich bin schon runder reingefahren, als ich besichtigt habe. Es hat mich reingedrückt, ich bin dann ewig weiter unter dem Tor gestanden. Schade, aber och darf mich da nicht unterkriegen lassen. Ich fühle mich gut, bereit für die Saison – das war letztes Jahr anders. Ich will einfach Rennen fahren, möchte das zeigen, was ich kann. Das war bisher nicht der Fall – aber ich denke, ich kriege noch ein paar Chancen.“

Im Ski-Winter 2016/17 gewann Tina Weirather ihre erste Kristallkugel. Am Ende lag sie gerade einmal mit einem Vorsprung von fünf (!) Punkten vor der Slowenin Ilka Štuhec, die heuer verletzungsbedingt nicht ins Renngeschehen eingreifen kann. Und es scheint, dass dieses Ergebnis die Liechtensteinerin beflügelt hat.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Offizieller FIS-Endstand: Super-G der Damen in Lake Louise

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