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Federica Brignone entscheidet den Super-G im Fassatal für sich, Super-G-Kugel geht an Lara Gut-Behrami

Federica Brignone meldet sich zurück und gewinnt Super-G in Val di Fassa

Federica Brignone meldet sich zurück und gewinnt Super-G in Val di Fassa

Fassatal / Val di Fassa – Auf der „La VolatA“-Piste wurde heute nach zwei Abfahrten ein Super-G der Damen ausgetragen. Dabei freute sich die Italienerin Federica Brignone in einer Zeit von 1.14,61 Minuten über den Tagessieg. Für die Athletin aus dem Aostatal war es nach Soldeu (2016), Bad Kleinkirchheim (2018) und Sotschi (2020) der vierte Erfolg in dieser Disziplin. Obwohl die Schweizerin Lara Gut-Behrami (+0,59) im unteren Abschnitt ordentlich Gas gab, reichte es für sie nicht mit dem dritten Sieg in Folge auf der neuen Strecke am San-Pellegrino-Pass. Trotzdem kann sich die Tessinerin über den vorzeitigen Gewinn der kleinen Kristallkugel freuen. Als Dritte kletterte mit Corinne Suter (+0,72) eine weitere Swiss-Ski-Athletin aufs Podest.

 

Federica Brignone: „Ich hatte seit der WM in Cortina eine schlechte Phase. Im Training bin ich eigentlich schnell. Aber in den Rennen habe ich es nicht umsetzen können. Es waren schon schwierige Momente für mich. Heute ist es natürlich wieder schön, ein großartiger Moment. Der Lauf ist mehr sehr entgegen gekommen. Ich wollte heute nicht unbedingt Lara schlagen, mir war es wichtig, dass ich wieder befreit Skifahren kann.“

Lara Gut-Behrami: „Man muss immer konzentriert bleiben. Weil ich gestern gewonnen habe, heißt es nicht, dass es heute wieder leicht geht. Es braucht so wenig und man landet im Netz. Das vergisst man sehr schnell.“

 

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6. Super-G der Damen in Val di Fassa 2020/21

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Die azurblauen Damen zeigten im Gegensatz zu den vergangenen Rennen ein sehr gutes und geschlossenes Mannschaftsresultat. So schwangen Elena Curtoni (+0,78), Francesca Marsaglia (+0,83) und Marta Bassino (+0,86) auf den Plätzen vier bis sechs ab. Die immer mit einem strahlenden Lächeln fahrende Norwegerin Ragnhild Mowinckel tastet sich immer mehr an die Weltspitze heran und klassierte sich mit einem Rückstand von genau neun Zehntelsekunden auf Brignone auf Rang sieben. Enttäuscht war sicher Tamara Tippler (+1,17) aus Österreich, die heute Achte wurde und nichts mit der Entscheidung zu tun hatte.

 

Tamara Tippler: „Wenn man irgendwo herumfährt, dann kann man nicht erwarten dass es am Ende Reicht. Sonst war es okay. Aber ich habe mir eine blöde Stelle ausgesucht für den Fehler, dort ist flach wie ein Blattl. Schade, weil eigentlich war es gut zu fahren. Ich habe es oben selber vergeigt.“

 

Die besten Zehn wurden von der Französin Tessa Worley (9.; +1,49) und dem zeitgleichen Duo Breezy Johnson aus den USA und Alice Robinson (je 10.; +1,54) aus Neuseeland vervollständigt. Tipplers Teamkolleginnen Christine Scheyer (+1,56) konnte sich nicht von ihrer besten Seite zeigen und beendete den Super-G im Trentino auf dem zwölften Platz.

 

Christine Scheyer: „Es war recht aggressiv. Wenn man etwas vom Schnee zurückkriegt, dann verschneidet man sehr schnell. Ich hab ungefähr genau das Gegenteil gemacht von dem, was ich mir vorgenommen habe.“

 

Dazwischen reihten sich die Swiss-Ski-Damen Michelle Gisin (+1,64), Wendy Holdener (+1,66) und Jasmine Flury (+1,93)  auf den Rängen 13, 14 und 19 ein. Ihre Freundin Priska Nufer (+2,10) wurde 21. und war um eine Viertelsekunde schneller als Kira Weidle. Eine starke Fahrt zeigte die ÖSV-Athletin Cornelia Hütter (+2,06), die etwas hinter ihren Kolleginnen Michaela Heider (15.; +1,68) und Stephanie Venier (16.; +1,76) zwar 21. wurde, aber nach einer gefühlten Ewigkeit und vielen Verletzungen wieder an den Start eines Super-G’s ging und bis zur letzten Zwischenzeit von einer Platzierung unter den besten Zehn träumen konnte.

 

Stephanie Venier: „Es läuft weder im Super-G, noch in der Abfahrt ideal für mich. Es sind immer wieder die gleichen Fehler. Ich fahre zu viel auf Linie anstatt den Ski laufen zu lassen. Ich gebe mir am Anfang zu viel Sicherheit und dann komme ich nicht in Fahrt. Wenn mir letztes Jahr wer gesagt hätte, dass ich um die Final-Quali kämpfen muss, dem hätte ich den Vogel gezeigt. Aber so schnell kann es gehen. Ich habe im Sommer viel Arbeit vor mir.“

 

Die ÖSV-Dame Ramona Siebenhofer (+2,18) wollte nach den guten Ergebnissen in der Abfahrt auch im Super-G ein gutes Resultat einfahren, schwang jedoch als 23. ab. Zurück zu Weidle: Die Deutsche, die in den Abfahrten mit den Rängen vier und drei mehr als nur überzeugen konnte, wurde auf Position 24 gereiht. Sie war jedoch schneller als Joana Hählen. Die Angehörige der schweizerischen Delegation riss mit 2,52 Sekunden Rückstand auf Brignone viel zu viel Zeit auf, sodass am Ende nur der 26. Platz herausschaute.

Überschattet wurde das Rennen von den bösen Stürzen ihrer Teamkollegin Rosina Schneeberger und der Norwegerin Kajsa Vickhoff Lie, der die Startnummer 13 alles, nur kein Glück brachte. (Sehen Sie dazu die eigenen Meldungen!) Das letzte Super-G-Rennen der Frauen, das in diesem Winter ausgetragen wird, findet Mitte März in der Lenzerheide statt.

 

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Zwischenstand nach 42 Rennläuferinnen

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