13 April 2020

Giuliano Razzoli möchte sich noch einmal seinen Traum von Olympia erfüllen

Giuliano Razzoli möchte sich noch einmal seinen Traum von Olympia erfüllen. (Foto: © Archivio FISI/ Marco Trovati/Pentaphoto)
Giuliano Razzoli möchte sich noch einmal seinen Traum von Olympia erfüllen. (Foto: © Archivio FISI/ Marco Trovati/Pentaphoto)

Villa Minozzo – In der Saison 2018/19 zeigte der italienische Slalomspezialist Giuliano Razzoli mit dem siebten Platz beim Ski Weltcup Slalom in Kitzbühel und dem elften Rang in Wengen sehr gute Ansätze. Er ist mit 35 Jahren einer der routiniertesten Athleten im Feld und durchaus konkurrenzfähig und ist überzeugt, dass er auch noch in Zukunft Großes leisten kann. So möchte er bei den Heim-Weltmeisterschaften im nächsten Jahr in Cortina d’Ampezzo und 2022 bei den Olympischen Winterspielen in Peking an den Start gehen. Und die Teilnahmen an den Spielen im Zeichen der fünf Ringe soll das letzte Karriereziel des azurblauen Skirennläufers sein.

Razzoli, der 2010 den olympischen Torlauf von Vancouver gewonnen hat, will wieder aufs Podest klettern. Die nächsten beiden Jahren will es sich auf das Skifahren konzentrieren, erst danach will er sich Gedanken machen, wie es nach der aktiven Rennsport-Karriere weitergehen wird. Vielleicht bleibt er dem Skirennsport als Betreuer oder Trainer erhalten, Razzoli hat aber auch eine Leidenschaft für guten Wein und beschäftigt sich ganz nebenbei auch mit der Herstellung von Balsamico-Essig .

In der Zeit der – durch die Corona-Pandemie ausgelöste – Quarantäne schaut er zuversichtlich nach vorne. Er ist nachdenklich, trainiert trotz allen vorhandenen Zweifeln zuhause. Er definiert sich selbst als „pingeliger, sensibler und daher verletzlicher Athlet“. Im Umkehrschluss ist das eine Schwäche, die als Stärke angesehen werden kann. Razzoli kämpft immer darum, dass das Material perfekt funktioniert, und bestens auf seinen Fahrstill abgestimmt ist, damit er skifahrerisch noch mehr an die Grenze gehen kann.

Razzoli blickt auch gerne auf sein Weltcupdebüt zurück. An seinem 22. Geburtstag fuhr er in Alta Badia das erste Mal im Konzert der Großen mit. Die Fans jubelten ihm zu und sind seit diesem Tag treue Begleiter an seiner Seite, und das ist so, egal, ob es ihm gut oder schlecht ging. Sie sind einzigartig und für ihn wichtig. Seine Schlachtenbummler strahlen positive Energie aus, wenn sie bei den Rennen anwesend sind. Der Italiener wird leicht philosophisch, wenn er sagt, dass er in den letzten zwei Jahrzehnten nicht der beste Athlet war, wohl die Anhänger immer die besten waren.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: neveitalia.it

Verwandte Artikel:

Der offizielle Ski Alpin Terminplan der Olympischen Winterspiele 2022
Der offizielle Ski Alpin Terminplan der Olympischen Winterspiele 2022

Peking – Langsam aber sicher wird es Zeit die Uhren umzustellen – auf Olympia-Zeit! In Peking gehen die Uhren anders, besser gesagt sind uns die Chinesen in Sachen Zeitunterschied 7 Stunden voraus. Nicht nur für unsere Skiweltcup-Redaktion eine Herausforderung, auch die Skifans müssen den Wecker mitten in der Nacht stellen, wenn sie bei den Entscheidungen… Der offizielle Ski Alpin Terminplan der Olympischen Winterspiele 2022 weiterlesen

Olympia 2020: Nach Platz 3 in Schladming plant Manuel Feller für die Olympischen Winterspiele
Olympia 2020: Nach Platz 3 in Schladming plant Manuel Feller für die Olympischen Winterspiele

Schladming – Eigentlich stand der österreichische Edeltechniker Manuel Feller beim Slalom auf der Schladminger Planai fast vor der Aufgabe. Mit dem 28. Rang zur Halbzeit war der nach einer Coronaerkrankung wieder genesene Skirennläufer alles andere als glücklich. Er gab nach dem Rennen zu, dass das heute sehr schwierig war. Nach dem ersten Lauf wollte er… Olympia 2020: Nach Platz 3 in Schladming plant Manuel Feller für die Olympischen Winterspiele weiterlesen

Sara Hector krönt sich zur “Prinzessin der Erta”
Sara Hector krönt sich zur “Prinzessin der Erta”

Die Schwedin Sara Hector gewinnt den SkiWorldCup Kronplatz 2022 und wird zur “Prinzessin der Erta” gekrönt, während Petra Vlhova (SVK) und Tessa Worley (FRAU) die Ehrenplätze erobern. Hervorragende Leistung der Schwedin Sara Hector, die bereits im ersten Durchgang das Fundament für den überzeugenden Sieg am Kronplatz legt. Der Kampf um die Podestplätze spielt sich auf… Sara Hector krönt sich zur “Prinzessin der Erta” weiterlesen

Olympia 2020: Erstes Slalom-Podium in Schladming, lässt Atle Lie McGrath von Edelmetall träumen
Olympia 2020: Erstes Slalom-Podium in Schladming, lässt Atle Lie McGrath von Edelmetall träumen

Ein sensationelles Rennen lieferte Atle Lie McGrath beim legendären Nacht-Slalom in Schladming ab. Der Norweger stand als Zweiter zum ersten Mal in dieser Disziplin am Podium. Seinen ersten Weltcup-Sieg verpasste er nur um drei Hundertstelsekunden. HEAD-Rennsportleiter Rainer Salzgeber: „Bei Atle Lie McGrath haben wir schon lange gehofft, dass er es im Slalom auf das Podium… Olympia 2022: Erstes Slalom-Podium in Schladming, lässt Atle Lie McGrath von Edelmetall träumen weiterlesen

Olympia 2022: Sara Hector fährt sich am Kronplatz in die Position der Olympiafavoritin
Olympia 2022: Sara Hector fährt sich am Kronplatz in die Position der Olympiafavoritin

Im letzten Riesenslalom vor den Olympischen Spielen bestätigte Sara Hector erneut ihre besondere Klasse in dieser Disziplin. Mit ihrem dritten Riesenslalom-Sieg in dieser Saison am Dienstag am Kronplatz baute die Schwedin ihre Führung in der Disziplinenwertung weiter aus. „Wenn man wie Sara Hector so oft am Podium steht, gehört man natürlich auch bei den Olympischen… Olympia 2022: Sara Hector fährt sich am Kronplatz in die Position der Olympiafavoritin weiterlesen