6 November 2018

PillerseeTaler Niklas Köck: „Ich will dort anschließen, wo ich aufgehört habe.“

PillerseeTaler Niklas Köck: „Ich will dort anschließen, wo ich aufgehört habe.“Ich versuche, meinen eigenen Weg zu gehen!“
PillerseeTaler Niklas Köck: „Ich will dort anschließen, wo ich aufgehört habe.“

Nachdem Niklas Köck im vergangenen Winter sein erstes Top-11-Ergebnis im Weltcup einfuhr, beendete eine Knieverletzung die Saison vorzeitig. Wie es dem PillerseeTaler nun zehn Monate nach Operation, Reha und Wintervorbereitung geht, warum beim gemeinsamen Training mit Manuel Feller bei Gernot Schweizer die Motivation nie gefehlt hat, und wohin es für ihn in diesem Skiwinter gehen soll, erzählt der 26-Jährige in einem Gespräch.

Niklas, wie geht es dir zehn Monate nach deiner Knie-Operation?

Sehr gut würde ich sagen. Die Reha und das Training mit Gernot Schweizer im Sommer in Aigen/Salzburg war super. Acht Monate stand eigentlich nur Konditions-Vorbereitung auf dem Trainingsplan, bis ich Mitte September auf dem Pitztaler Gletscher meine ersten Schwünge im Schnee machen durfte.

 Du hast dir vergangenen Jänner beim Super-G-Training einen Kreuzbandriss, einen Außen- und Innenmeniskusriss und eine Knorpelverletzung im rechten Knie zugezogen. Was waren deine Gedanken kurz nach der Verletzung?

Sicher, sich zu verletzen ist immer blöd, zu jedem Zeitpunkt. Aber wenn ich ehrlich bin, vom Mentalen her habe ich es als nicht so schlimm empfunden. Im Endeffekt ist es leider so, dass es im Skisport fast jeden einmal erwischt. Der erste Gedanke war, dass ich die Saison darauf dort anschließen will, wo ich im Jänner aufgehört habe.

 Und zu diesem Zeitpunkt warst du ja auf einem sehr guten Kurs.

Ja, vielleicht ist das auch der Grund, warum ich mental nie am Boden war. Von fünf Rennen, die ich in der letzten Saison gefahren bin, haben drei sehr gut gepasst (Anm.: 1. und 2. Platz Europacup Reiteralm, 11. Platz Weltcup Gröden). Ich habe gesehen, dass ich auf dem richtigen Weg bin, und das hat sicher dabei geholfen, dass ich mit dem Ganzen so positiv umgegangen bin. Mit den guten Ergebnissen war und bin ich topmotiviert.

Niklas Köck: Am Ende der Saison will ich im Super-G-Weltcup unter den Top-30 sein.
Niklas Köck: Am Ende der Saison will ich im Super-G-Weltcup unter den Top-30 sein.

 Wie war es dann, nach so langer Zeit wieder die ersten Schwünge in den Schnee zu ziehen?

Ich war davor sehr gespannt, wie das Knie hält. Nach dem ersten Schwung habe ich aber gleich gewusst, dass da wieder alles passt. Natürlich war die Freude dann ziemlich groß.

Kurz nach meinem ersten Schneekontakt bin ich gleich mit der Mannschaft (Anm.: Trainingsgruppe „Weltcup Speed 2“ mit Christoph Krenn, Christopher Neumayer, Daniel Danklmaier, Daniel Hemetsberger, Otmar Striedinger, Maximilian Lahnsteiner, und Stefan Babinsky) mitgefahren.

 Wie schaut es im Vergleich mit den Teamkollegen aus? Wo stehst du derzeit?

Nach dem ersten Speedkurs, bei dem wir vier Tage Abfahrt und zwei Tage Super-G gefahren sind, war ich eigentlich ganz zufrieden. Das Knie habe ich die ganze Zeit nicht gespürt und von den Zeiten her war ich dabei. Am 10. November fahre ich mit meiner Trainingsgruppe nach Nakiska (Kanada), wo wir nochmals ca. zehn Schneetrainings absolvieren. Dabei kann ich noch viel herausholen.

 Wie geht es für dich jetzt weiter? Werden wir dich heuer im Weltcup am Start sehen?

Das hängt von den Trainingsleistungen ab. In Nakiska kommt es zur Qualifikation zwischen mir und drei meiner Trainingskollegen. Es geht darum, wer im Weltcup starten darf und wer nicht. Wenn ich schnell bin, dann werde ich sicher meine Einsätze bekommen, wenn nicht, dann ist es eh besser, wenn ein anderer fährt.

 Was sind die konkreten Ziele für die kommende Saison?

Am Ende der Saison will ich im Super-G-Weltcup unter den Top-30 sein. In der Abfahrt möchte ich in erster Linie FIS-Punkte einfahren. Wobei hier natürlich auch bei den Weltcuprennen das Ziel ist – auch mit einer schlechten Startnummer – unter die 30 zu fahren. In der Abfahrt geht es mir aber vor allem darum, mich zu steigern und auf den Strecken dazuzulernen.

Copyright ©2018 Steinacher & Maier Public Relations, All rights reserved.
www.smpr.at

Verwandte Artikel:

Hahnenkamm News: Gondel-Verleihung für zwei Abfahrts-Helden (Foto: © HKR Kitzbühel)
Hahnenkamm News: Gondel-Verleihung für zwei Abfahrts-Helden (Foto: © HKR Kitzbühel)

Mit der Widmung einer Gondel der Hahnenkammbahn wurden Aleksander Aamodt Kilde (29) und Fritz Strobl (49) am Samstag, dem 13. August, in Kitzbühel für ihre Triumphe auf der Streif neuerlich geehrt. Natürlich bekam jeder seine eigene verliehen. Sport verbindet Generationen – so auch am Samstag in Kitzbühel. Mit Aleksander Aamodt Kilde (29) und Fritz Strobl (49) wurden zwei Abfahrtssieger gefeiert,… Hahnenkamm News: Gondel-Verleihung für zwei Abfahrts-Helden weiterlesen

Cornelia Hütter taucht in den Gletscherbach von Saas-Fee (Foto: © Cornelia Hütter / Instagram)
Cornelia Hütter taucht in den Gletscherbach von Saas-Fee (Foto: © Cornelia Hütter / Instagram)

Saas-Fee – Die österreichischen Speeddamen Stephanie Venier, Cornelia Hütter, Tamara Tippler, Mirjam Puchner und Christine Scheyer trainieren gegenwärtig noch am Gletscher von Saas-Fee. Hütter wagte sogar den Sprung in den Gletscherbach; beinahe kann man von uneingeschränkter Tiefenentspannung sprechen. Das Trainingslager in der Schweiz geht in Kürze zu Ende. Die zwei Mannschaftskolleginnen Ramona Siebenhofer und Nadine… Cornelia Hütter taucht in den Gletscherbach von Saas-Fee weiterlesen

Alexis Pinturault wird zunächst alleine die französischen Farben in Argentinien repräsentieren
Alexis Pinturault wird zunächst alleine die französischen Farben in Argentinien repräsentieren

Moûtiers/Ushuaia – Der französische Ski Weltcup Rennläufer Alexis Pinturault fliegt in Kürze nach Südamerika. Die Trainingseinheiten können nach einer zweijährigen coronabedingten Pause wieder in Ushuaia stattfinden. Im Alter von 31 Jahren flog der Athlet der Equipe Tricolore bereits fast 15-mal ans andere Ende der Welt; zuerst mit seinem Heimatverein, dann mit den Kadern und dann… Alexis Pinturault wird zunächst alleine die französischen Farben in Argentinien repräsentieren weiterlesen

Marta Bassino hofft auf fünf intensive Trainingswochen in Argentinien (Foto: © Archivio FISI/ Pentaphoto/ Gio Auletta)
Marta Bassino hofft auf fünf intensive Trainingswochen in Argentinien (Foto: © Archivio FISI/ Pentaphoto/ Gio Auletta)

Cuneo – Die italienische Skirennläuferin Marta Bassino gab einer piemontesischen Regionalfernsehanstalt ein Interview. Sie erzählte, dass sie im Verlauf des gegenwärtigen Sommers wenig Ski gefahren sei, sich aber bereit fühle. So blickt sie optimistisch auf das bevorstehende Trainingslager in Südargentinien; die Bedingungen werden wirklich gut sein. Die azurblaue Riesenslalomspezialistin ist vor zwei Jahren mit ihrem… Marta Bassino hofft auf fünf intensive Trainingswochen in Argentinien weiterlesen

Rohdiamant oder Ski-Juwel: Lara Colturi im Skiweltcup.TV-Interview (Foto: © Lara Colturi / Privat)
Rohdiamant oder Ski-Juwel: Lara Colturi im Skiweltcup.TV-Interview (Foto: © Lara Colturi / Privat)

Ushuaia – Wie viele andere Skirennläuferinnen und -läufer auch bereitet sich die italienische Teenagerin Lara Colturi, die seit einigen Monaten für Albanien an den Start geht, auf den neuen Winter vor. Überdies wusste sie mit gar einigen Siegen bei FIS-Rennen zu überzeugen. Ohne Zweifel kann die junge Athletin als Rohdiamant oder Ski-Juwel bezeichnet werden. Wir… Rohdiamant oder Ski-Juwel: Lara Colturi im Skiweltcup.TV-Interview weiterlesen